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alva3172015, Sonstiges
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 1115
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht
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Ich würde mir gerne einen Wagen für mein Einzelunternehmen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich würde mir gerne einen Wagen für mein Einzelunternehmen kaufen. (Für Kundenfahrten).
Ich arbeite Hauptberuflich im Öffentlichen Dienst habe ein bereits ein privates Fahrzeug, bin also Nebenselbständig.- Einzelunternehmen ohne Kleingewerbe Regelgung > 17.500 im Jahr.
- Wagen würde ich gerne Finanzieren
- Welche Summen kann ich im ersten Jahr laut AFA Absetzen, kriege ich die UST sofort zurück?
- Beispiel Wagenpreis 50.000 Euro inkl. 19 % UST, Finanziert über 60 Monate a 833 Euro raten.
- Reiner Firmenwagen da Privatfahrzeug vorhanden.Wie setz ich den Wagen korrekt ab und dokumentiere meine Fahrten?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte haben Sie einen Moment Geduld bis ich die Antwort auf Ihre Fragen fertige.

Mit besten Grüßen

Kanzlei für Steuerrecht HERMES

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Hinzufügen muss ich, das ich viele Rechnungen in das Ausland schreibe, innerhalb Europa, also keine Umsatzsteuer großartig einnehme. (Musik Kunden). 1 Kunde in Deutschland, 1 Kunde in London..Habe etwas gelesen von "Ausführung umsatzsteuerfreier Leistungen, die den Vorsteuerabzug ausschließen".

Da Sie kein Kleingewerbe /bzw. Kleinunternehmen im Sinne des § 19 USTG betreiben, können Sie die Vorsteuer im Jahr des Kaufes des Pkw komplett ansetzen und sich rückerstatten lassen vom Finanzamt gegen Vorlage der Rechnung (hier fast 8.000 € bei einem Bruttopreis von 50 tsd €).

Den Wagen können Sie dann für sechs Jahr abschreiben, also pro Jahr 17 % oder einen Betrag in Höhe von 7.002,-- €. Im Jahr der Anschaffung müssen Sie sehen, dass Sie ggfs. nicht den vollen Betrag ansetzen können, da der Betrag in Höhe von 7.002 € nur für das gesamte Jahr gilt (es gilt hier der Grundsatz pro rata temporis), also z.B. wenn Sie den Wagen im Mai anschaffen, können Sie nur die AFA für 8 Monate ansetzen, also 4.668 €.

Ich würde am besten ein Fahrtenbuch führen und alle geschäftlichen Fahrten sowie jede Einzelfahrt (Fahrt auch z.B. zur Tankstelle entsprechend dokumentieren), damit Sie keinen Eigenanteil zu versteuern haben.

Dass Sie auch Umsätze im Ausland neben Umsätzen im Inland tätigen, spielt für den Vorsteuerabzug keine Rolle. Den Pkw nutzen Sie für Fahrten im Inland zu inländischen Kunden und stellen diesen Rechnungen mit Umsatzsteuerausweis!

Ich bitte um Bewertung durch Anklicken der Sterne (3-5) und stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

alva3172015 und weitere Experten für Steuerrecht - Anwälte sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Welch Super Erkläung!!!!!!! Großen Dank und ein schönes Wochenende!

Bitte, gern geschehen.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Eine Frage, ich vermute Sie sind darauf nicht eingegangen weil nicht relevant. Das der Wagen finanziert ist spielt keine Rolle richtig? So ergibt sich ja, zu mindestens in den ersten Jahren ein wirtschaftlicher Vorteil. Ich bekomme UST wieder die noch nicht bezahlt wurde, aber auf Kreditlaufzeit bezahlt wird.Könnte das Finanzamt eventuell versuchen die 1 % Regelung anzuwenden? Ich werde definitiv nur Betriebsfahrten mit dem Fahrzeug durchführen. Für die Morgentliche Fahrt zur Hauptarbeitstätte besitze ich einen separaten Wagen, somit bleiben die 90 % Betriebsfahrten... Es gibt ja die GPS Tracker / Apps für die Autos. Vielen Dank.

Nein, spielt keine Rolle. Der Kaufpreis wird ja komplett bezahlt; es ist ein sog. Finanzierungskauf, nicht wahr? Sie werden gleich Eigentümer des Fahrzeuges und über eine separate Bank (wie z.B. BMW Bank oder VW) wird das Fahrzeug finanziert?! Die Zinsen können Sie ebenfalls absetzen; welche gesondert von der Bank ausgewiesen werden.

Das Finanzamt versucht zumeist die 1 % Regelung anzusetzen. Hier muss ein sauberes Fahrtenbuch geführt werden, mit Angaben, welche Kunden etc. wo besucht werden. Auf jeden Fall ein Fahrtenbuch, da Sie mit der 1 % Regelung bei 90 % betrieblicher Fahrten viel "schlechter" fahren.