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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 28908
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang für Steuerrecht
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, kurze Schilderung zur Frage: Ich arbeiter als

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
kurze Schilderung zur Frage:
Ich arbeiter als angestellter Rettungsassistent bei einer großen deutschen Hilfsorganisation.
Ich bin nebenbei ehrenamtlich als Organisatorischer Leiter Rettungsdienst im Landkreis Osterzgebirge/Sachsische Schweiz bestellt(vom Landkreis für 5jahre)
Der Landkreis stellt Jährlich 4000€ als Aufwandentschädigung für die ehrenamtlichen Org-leiter zur verfügung.(siehe http://www.landratsamt-pirna.de/download/abt_katschutz_rettungswesen/Richtlinie_OrgL.pdf) Den anteiligen betrag für geleistete Dienste zahlt mein Arbeitgeber aber aus, im Auftrag des Landratsamtes.
Letztes Jahr leistete ich ehrenamtliche Dienste im Wert von ca 200€.
Dieses Geld ging aber über die Lohnsteuer.
Ich sehe nicht ein ein ehrenamt zuleisten wo ich für die beschaffung des dienstwagens für den Dienst auf den Sprit steuern zahlen muß+auf die aufwandsentschädigung nochmal steuern zahle.
Nun meine Frage: Ist es rechtens das mein Arbeitgeber das über die Lohnsteuer laufen läßt?

mit freunlichen grüßen Reimelt
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Aufwandsentschädigungen, die aus öffentlichen Kassen an öffentliche Dienste leistende Personen gezahlt werden, sind steuerfrei, soweit sie nicht für Verdienstausfall oder Zeitverlust gewährt werden (§ 3 Nr. 12 2 EstG.

Für die Frage, inwieweit es sich hierbei um steuerfreie Aufwandsentschädigungen handelt, ist danach zu unterscheiden, ob die Aufwandsentschädigung durch Gesetz oder Rechtsordnung oder lediglich durch entsprechende Verwaltungsregelung festgelegt ist. In Ihrem Fall spricht die Bezeichnung "Richtlinie" für eine Verwaltungsregelung


Während gesetzliche Aufwandsentschädigungen bei hauptamtlich tätigen Personen in vollem Umfang steuerfrei bleiben, ist die Steuerfreiheit auf 1/3 der Aufwandsentschädigung, mindestens aber auf einen Anteil von 175 EUR monatlich begrenzt, wenn es sich um ein Ehrenamt handelt.

Beruht die Aufwandsentschädigung dagegen nicht auf einer gesetzlichen Regelung, wie in Ihrem Fall, so gilt unabhängig davon, ob die Tätigkeit im Haupt- oder Ehrenamt ausgeübt wird, ein monatlicher Steuerfreibetrag von 175 EUR.

In diesem Fall stellen die 175 EUR einen steuerfreien Maximalbetrag dar, der für die im Haupt- oder Ehrenamt tätige Person (anders als bei der Drittelregelung) nicht überschritten werden kann. Je nach dem also ob die 200 EUR auf einmal oder in Teilen geflossen sind, wären Sie vom Steuerfreibetrag vollständig umfasst.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Also ist es egal wer die Aufwandsentschädigung Auszahlt!? Ob Landratsamt oder der eigene Arbeitgeber wo ich Hauptberuflich angestellt. Steuerfrei bis 175€/Monat ist es auf jeden Fall?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ja, es handelt sich um steuerfreie Einkünfte.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
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