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Ernesto Grueneberg
Ernesto Grueneberg, Abogado
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 1310
Erfahrung:  Master of Laws
47081509
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Ernesto Grueneberg ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe Problem Einleitung

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe Problem Einleitung Steuerstrafverfahren.
In den Jahren 2007 bis 2009 habe ich einige Rechnungen gegenüber dem Finanzamt nicht abgerechnet. Dadurch habe ich mit meiner Selbstständigkeit Steuern hinterzogen. Nach einer Prüfung beim Auftraggeber wurde dieses festgestellt. Die Steuern wurden bereits nachgezahlt. Das Finanzamt hat jetzt ein Steuerstrafverfahren eingeleitet und bittet um Stellungnahme.
Mit Auftragserledigung wurden von mir Rechnungsbeträge vom Auftraggeber gegenüber unseren gemeinsamen Kunden eingezogen. Einen höheren Betrag aus 2007 habe ich quittiert jedoch von dem Kunden nicht einkassiert. Später hatte der Kunde behauptet, dass er die Rechnung in bar ausgeglichen habe. Das konnte dieser Kunde ja auch durch die Quittung belegen. Leider hatte ich dieses Geld jedoch tatsächlich nicht erhalten, bin aber mit meiner Forderung gegenüber diesem Kunden gescheitert.
Da ich aber gegenüber meinem Auftraggeber abrechnen musste, kam ich auf die (dämliche) Idee, gegenüber dem FA einige Rechnungen nicht abzurechnen um mit den „gesparten“ Umsatzsteuern den Verlust wieder zumindest teilweise ausgleichen zu können.
Mir werden jetzt
Steuerstraftaten nach § 370 Abs. 1 Nr. 1 Abgabenordnung i.V.m.
§§ 18 Umsatzsteuergesetz, 25 Einkommensteuergesetz
vorgeworfen und um Stellungnahme gebeten.
Einen finanziellen Vorteil bezüglich Erhöhung des Lebensstandartes oder ähnliches habe ich mir nicht geleistet. Die Einnahmen reichen aus, den notwendigen Lebensunterhalt zu finanzieren. Auch Urlaub und „Luxusgüter“ habe ich mir nicht geleistet. Für die Rückzahlung der nachgeforderten Steuern habe ich meine private Rentenversicherung aufgekündigt. Bargeld oder Vermögen gibt es nicht.
Frage 1: welche Strafe könnte ich erwarten?
Frage 2: sollte ich eine Stellungnahme abgeben oder lieber nicht – wegen möglicher schwererer Konsequenzen?
Nach dem Gesetz soll es mir ja frei stehen mich zu der Beschuldigung zu äußern.
Für eine Antwort möchte ich mich recht herzlich bedanken.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

danke XXXXX XXXXX Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

welche Summe an Steuer haben Sie hinterzogen? Sind Sie vorbestraft?
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
ca. 13.000,00 € UmSt.
ca. 2.000,00 € Einkommenssteuer
Keine Vorstrafen
Nach einer nicht veröffentlichten Tabelle in einem Erlass einer Oberfinanzdirektion geht hervor, dass zw. 12.500 und 20.000 € 120 bis 180 Tagessätze zu verhängen sind.

Nach der Zeitschrift "Praxis Steuerstrafrecht kommen bei Beträgen zw. 10 und 15 T€ 75 bis 180 Tagessätze in Frage.

Beachten Sie diese als unverbindliche Einschätzung. Sollte keine straferhöhenden Umständen gegeben sein, halte ich Haftstrafe für nicht realistisch.

Sie sollten keinesfalls eine Stellungnahme abgeben, sondern aufgrund der hinterzogenen Summe umgehend einen Anwalt damit beauftragen, Akteneinsicht zu beantragen. Eine Stellungnahme ohne anwaltlicher Hilfe sollten Sie als am besten unterlassen.

Ich bin der Meinung, hier sollten Sie auch den Anwalt zur Verteidigung engagieren.
Gerne können Sie mich hierzu kontaktieren, sollte Ihr Wohnort in der Nähe Berlins liegen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.
Ernesto Grueneberg und weitere Experten für Steuerrecht - Anwälte sind bereit, Ihnen zu helfen.
Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Nachfragen?
Ansonsten bitte ich Sie darum, meine Antwort zu akzeptieren.