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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
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Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen Diplom Jurist
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Wie hoch ist der H chstbetrag f r Vorsorgeaufwendungen nach

Beantwortete Frage:

Wie hoch ist der Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. 4 EStG? Ich bin Beamter und habe Anspruch auf 50 % Beihilfe. Das Finanzamt hat mir in diesem Jahr erstmalig nur einen Höchstbetrag von 1900 Euro zugestanden, obwohl wir alle Jahre zuvor 2800 Euro geltend machen konnten. Entspricht das geltendem Recht?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Wie so oft im juristischen Bereich lautet hier die Antwort: es kommt darauf an.



Die konkreten Höchstbeträge ergeben sich hier direkt aus § 10 Abs. 4 EStG.



Ich habe Ihnen diese Vorschrift nachfolgend einmal beigefügt:



(4) 1Vorsorgeaufwendungen im Sinne des Absatzes 1 Nummer 3 und 3a können je Kalenderjahr insgesamt bis 2800 Euro abgezogen werden. 2Der Höchstbetrag beträgt 1900 Euro bei Steuerpflichtigen, die ganz oder teilweise ohne eigene Aufwendungen einen Anspruch auf vollständige oder teilweise Erstattung oder Übernahme von Krankheitskosten haben oder für deren Krankenversicherung Leistungen im Sinne des § 3 Nummer 9, 14, 57 oder 62 erbracht werden. 3Bei zusammen veranlagten Ehegatten bestimmt sich der gemeinsame Höchstbetrag aus der Summe der jedem Ehegatten unter den Voraussetzungen von Satz 1 und 2 zustehenden Höchstbeträge. 4Übersteigen die Vorsorgeaufwendungen im Sinne des Absatzes 1 Nummer 3 die nach den Sätzen 1 bis 3 zu berücksichtigenden Vorsorgeaufwendungen, sind diese abzuziehen und ein Abzug von Vorsorgeaufwendungen im Sinne des Absatzes 1 Nummer 3a scheidet aus. „





Im Klartext bedeutet dieses, dass im Grundsatz 2800 € die Höchstgrenze darstellen.



Hiervon gibt es aber die Ausnahme, dass die Höchstgrenze auch ausnahmsweise lediglich 1900 € betragen kann, sofern sie als Steuerpflichtiger vollständig oder zumindest teilweise ohne eigene Aufwendungen einen Anspruch auf vollständige oder teilweise Erstattung der Übernahme von Krankheitskosten haben.



Wenn ich Sie richtig verstanden habe erhalten Sie hier eine Beihilfe in Höhe von 50 % zu den Krankheitskosten. In diesem Fall wäre die Höchstgrenze in der Tat 1900 €.



Mit diesem Wissen im Hinterkopf sollten Sie beim zuständigen Finanzamt einmal nachfragen, auf Grund welcher Begründung das Finanzamt sieht, dass sie lediglich 1900 € gerechtfertigt sind.



Gibt man ihnen dort nicht die Begründung, die ich Ihnen eben genannt habe, sollten sich hiergegen argumentieren.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 140240 o. 140241





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