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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuererklärung
Zufriedene Kunden: 4458
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Muss man die Mieteinnahmen immer steuerlich geltend machen?

Diese Antwort wurde bewertet:

Muss man die Mieteinnahmen immer steuerlich geltend machen?

Guten Morgen,

wenn Sie Mieteinnahmen erzielen, sind Sie grundsätzlich auch verpflichtet, diese auf der Anlage V zu erklären. Sollte aber z.B. die Miete zu günstig sein und keine Überschüsse erzielt werden, prüft das Finanzamt, ob die Verluste steuerlich anerkannt werden oder nicht. Dazu müssen aber grundsätzlich alle Einnahmen und Werbungskosten erklärt werden.

Beantwortet das Ihre Frage soweit?

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

P.S.: in der Regel wird automatisch vom System ein Telefonat angeboten. Dieses erfolgt automatisch, so dass Sie es bitte nur annehmen, wenn Sie kostenpflichtig telefonieren möchten

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Und was ist, wenn der Mietvertrag dieser Prüfung nicht standhält? Der Mieter setzt ja auch seine Mietkosten von der Steuer ab

Wieso sollte der Mietvertrag einer Prüfung nicht standhalten? Was ist es denn für ein Mietverhältnis bzw. was sollte problematisch sein am Mietvertrag?

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Ein Ehepaar zieht in ein Haus welches im Alleineigentum des Mannes steht und der Mann überlegt von seiner Frau Miete zu verlangen für das Haus

Eine Vermietung an den im gleichen Haushalt lebenden Ehepartner wird vom Finanzamt steuerlich nicht anerkannt, weil dieses als rechtsmissbräuchlich eingestuft wird. Allenfalls könnte ggfs. einzelne Räume für das Unternehmen der Frau vermietet werden. Sollte es aber nur eine Haushaltsgemeinschaft sein, würde das Finanzamt weder die Einnahmen versteuern, noch die Werbungskosten anerkennen.

Hier mal ein Auszug:
Eine Anerkennung eines Mietvertrages zwischen Angehörigen ist ausgeschlossen, wenn aufgrund einer fehlenden Abgeschlossenheit der vermieteten Wohneinheit zu derjenigen des Vermieters von einer Haushaltsgemeinschaft zwischen den Mietparteien auszugehen ist (BFH Beschluss vom 16.1.2003, IX B 172/02, BStBl II 2003, 301; BFH Urteil vom 17.12.2003, IX R 7/98, BFH/NV 2004, 1270)

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Alles klar. Aber dadurch wird dann nicht der Mietvertrag ungültig, oder?
Es kann dann weder der Ehemann die Einnahmen noch die Ehefrau die Mietkosten steuerlich geltend machen? Aber ich dachte immer man muss als Vermieter Mieteinnahmen versteuern
Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Weil ansonsten droht doch Steuerhinterziehung, oder?

Der Mietvertrag wäre zivilrechtlich nicht ungültig. Nur steuerlich ist es dann unerheblich. Sie könnten zwar dem Finanzamt mitteilen, dass Ihre Frau Ihnen für die Mitnutzung der gemeinsamen Wohnung Miete zahlt. Jedoch wird das Finanzamt hier dann eher davon ausgehen, dass es ihr Beitrag zur Führung der Haushaltsgemeinschaft ist.

So ein Mietverhältnis ist ja nicht fremdüblich, weil man in der Regel eine Haushaltsgemeinschaft hat. Hintergrund einer solchen Vereinbarung ist ja häufig, dass Steuern gespart werden sollen, weil insbesondere Kosten geltend gemacht werden, die eigentlich privat veranlasst sind. Das wird dann vom Finanzamt insgesamt nicht anerkannt.

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Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

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Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Ich hätte noch eine letzte Frage.
Ich es in der Praxis üblich, dass der Ehemann von seiner Ehefrau oder auch andersherum Miete verlangt?
Oder wird es so gehandhabt, dass die Ehefrau dann z.B. für die Kosten der Lebensmittel etc. aufkommt?

Das ist eigentlich unüblich. In der Regel teilt man sich die Kosten und jeder zahlt das eine oder andere. Man kann auch ein gemeinsames Konto anlegen und davon dann die Lebenshaltungskosten einschließlich Hauskosten zahlen. Letztendlich kann einer der beiden dem anderen ja auch gegenüber zum Unterhalt verpflichtet sein. Das kommt dann auf den jeweiligen Fall an. Aber, dass einer vom anderen eine Miete verlangt und dafür einen Mietvertrag aufsetzt ist eher unüblich.

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Vielen Dank, ***** ***** mir sehr geholfen!

Sehr gerne!

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