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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuererklärung
Zufriedene Kunden: 3236
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Hallo Herr Christiansen, ich habe eine weitere Frage, welche

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Herr Christiansen,ich habe eine weitere Frage, welche die steuerliche Bewertung einer privat genutzten PV-Anlage inkl. Batteriespeicher betrifft.
Die Erstellungskosten für die Anlage beläuft sich auf 22.015€ Brutto (bzw. 18.500€ Netto).Für die steuerliche Betrachtung als Privatperson gibt es meiner Recherche nach 2 Modelle "Umsatzsteuerpflicht" & "Kleinunternehmer-Regelung". Welches Modell ist denn zu empfehlen, wenn man plant große Teile des erzeugten Stroms selbst zu verbrauchen (Allerdings auch unter dem Gesichtspunkt der zukünftigen Anschaffung eines Batteriebetriebenen KFZs)?Gibt es immer Möglichkeiten zwischen den Modellen zu wechseln und falls ja unter welchen Voraussetzungen?Welche weiteren Dinge gibt es bei der steuerlichen Betrachtung über die Jahre zu beachten?Vielen lieben Dank vorab für Ihre Zeit und die Bearbeitung meiner Anfrage.Viele Grüße,
Aschenbach

Hallo!

Grundsätzlich wäre die Umsatzsteuerpflicht erst einmal zu empfehlen, weil man dann ja die in der Rechnung enthaltene Umsatzsteuer erst einmal erstattet bekommt. In Ihrem Fall also grob 3.500 EUR. Im Gegenzug muss man dann auf den selbst verbrauchten Strom Umsatzsteuer an das Finanzamt zurückzahlen. Mal angenommen die Anlage hat eine Leistung von 10 kWh/kWp und Ihr Eigenverbrauch beträgt 6.000 kWh pro Jahr, müssten Sie in etwa 1.500 EUR p.a Jahr als Eigenverbrauch versteuern (ca. 6.000 kWh x 0,25 EUR netto). Darauf würden dann etwa 285 EUR Umsatzsteuer p.a. anfallen. Die 3.500 EUR Vorteil aus der Anschaffung wären dann in etwa nach 12 Jahren verbraucht. Sie könnten aber freiwillig nach fünf Jahren in die Kleinunternehmerregelung wechseln und müssten dann keine Umsatzsteuer mehr auf den privaten Strom zahlen. Das heißt, Sie könnten hier einen Vorteil von guten 2.000 EUR „mitnehmen“. Je höher der Eigenverbrauch ist, desto höher natürlich auch die Umsatzsteuer, die Sie darauf an das Finanzamt zurückzahlen müssten. Aber es ist davon auszugehen, dass Sie durch den Vorsteuerabzug zu Beginn und anschließender 5-jähriger Steuerpflicht nicht mehr Umsatzsteuer zahlen müssen, als was Sie erstattet bekommen.

Die Kleinunternehmerregelung ist grundsätzlich nur dann möglich, wenn Ihr Gesamtumsatz als Unternehmer nicht mehr als 22.000 EUR p.a. beträgt. Wenn Sie am Anfang freiwillig auf die Kleinunternehmerregelung verzichten, sind Sie fünf Jahr an den Verzicht gebunden (siehe oben). Danach könnten Sie dann wie gesagt durch eine Mitteilung an das Finanzamt zur Kleinunternehmerregelung wechseln. Hierbei muss beachtet werden, dass dann auch der Netzbetreiber informiert wird, damit er die Einspeisevergütung dann auch ohne Umsatzsteuer an Sie auszahlt (diese ist ja ohnehin nur ein durchlaufender Posten für Sie, weil Sie diese ja auch an das Finanzamt weiterleiten müssen —> insofern ist das ja kein Nachteil für Sie).

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Vielen lieben Dank erstmal für ausführliche und tolle Erklärung. Ich muss die Abarbeitung leider auf später verschieben, melde mich im Anschluss aber in jedem Fall nochmal.Vielen Dank ***** ***** bis dahin

Gerne, kein Problem. Sollte ich nachher nicht mehr online sein, melde ich mich bei Rückfragen dann auf jeden Fall morgen.

Viele Grüße!

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Guten Morgen Herr Christiansen,vielen lieben Dank für die tolle und ausführliche Beschreibung.
So wie ich es verstanden habe macht es somit am meisten Sinn die ersten 5 Jahre in die Umsatzsteuerpflicht (vorher rechtzeitig beim Finanzamt anmelden) zu wechseln und nach Ablauf der 5 Jahre Frist (auch wieder nach Rückmeldung an das Finanzamt) in die Kleinunternehmer Schiene zu wechseln?!
Zu welchem Zeitpunkt muss denn dann die Meldung ans Finanzamt erfolgt sein?Vielen Dank ***** ***** Grüße.

Sehr gerne :-)

Die Meldung muss theoretisch immer bis zum 31.05. des Folgejahres erfolgen. Ansonsten melden Sie die Anlage am besten jetzt schon steuerlich beim Finanzamt an (Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen) und kreuzen hier an, dass Sie auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung verzichten. Die spätere Abmeldung können Sie dann ja im Dezember vornehmen für das Folgejahr.

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuererklärung sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Klasse, danke für die ausführliche und verständliche Erklärung meiner Anfrage :)

Sehr gerne!