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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuererklärung
Zufriedene Kunden: 2617
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Frage zur Gewinnausschüttung Fachassistent(in): In welchem

Diese Antwort wurde bewertet:

Frage zur Gewinnausschüttung
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Sachsen
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Fragesteller(in): nein

Guten Tag,

welche Frage haben Sie zur Gewinnausschüttung konkret? Dann prüfe ich gerne, ob ich Ihnen dazu behilflich sein kann.

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Guten Tag , es geht um eine Gewinnausschüttung einer GmbH. Es muss ja Kapitalertragsteuer gezahlt werden, welche die Firma direkt an das Finanzamt überweist . Alternativ gibt es doch auch das Teileinkünfteverfahren. Beim Gesellschafter liegen die Voraussetzungen dazu auch vor . Nun ist sein Steuerberater gar nicht auf diese Option eingegangen und hat ohne Begründung abgewimmelt. Der Gesellschafter könnte doch 60 % der Gewinnausschüttung in seiner Einkommensteuererklärung erklären und die Günstigerprüfung anwenden? Er würde damit definitiv weniger Steuern zahlen , als die knapp 27 %. Wo ist der Haken?

Die Gewinnausschüttung wird immer zunächst von der Bruttoausschüttung vorgenommen. Er zahlt dann also 25% Kapitalertragsteuer bzw. die aussschüttende Gesellschaft behält die Steuern zunächst ein.

Der Gesellschafter kann im Rahmen der Einkommensteuererklärung auf die Abgeltungssteuer verzichten und das Teileinkünfteverfahren beantragen. Das macht dann Sinn, wenn er bzgl. seiner Kapitalbeteiligung Werbungskosten geltend machen könnte (z.B. weil er hohe Zinsen für die Finanzierung des Anteils zahlt). In dem Fall muss er dann nur 60% der Ausschüttung versteuern, kann 60% der Werbungskosten geltend machen und zahlt dann aber seinen individuellen Steuersatz, der ggfs. auch 40% betragen kann. Hier muss man also prüfen, ob das Teileinkünfteverfahren überhaupt günstiger ist als die Abgeltungssteuer. Wie gesagt: eigentlich nur dann, wenn auch Werbungskosten geltend gemacht werden können (die ja im Rahmen der Abgeltungssteuer nicht zulässig sind).

Hilft Ihnen das so weiter oder benötigen Sie ergänzende Auskünfte?

Beispiel: Ausschüttung 10.000 EUR, Steuerabzug von 25% = 2.500 EUR. Netto verbleiben bei Abgeltungssteuer also (ohne Soli und Kirchensteuer) 7.500 EUR.

Hat der Gesellschafter z.B. 5.000 EUR Zinsen für die Finanzierung des Anteils gezahlt, könnte er folgendes erreichen:

Ansatz der Ausschüttung mit 60% = 6.000 EUR
Zinsen 60% = - 3.000 EUR
= zu versteuern mit indiv. Steuersatz (z.B. 40%) = 1.200 EUR
In diesem Beispiel halbiert sich die Steuer also grob gesagt.

Hätte er keine Werbungskosten, so würde sich eine Steuer von grob 6.000 EUR x 40% = 2.400 EUR ergeben (also annähernd auch 25% --> bezogen auf die 10.000 EUR).

Günstigerprüfung und Teileinkünfteverfahren sind aber zwei unterschiedliche paar Schuhe. Die GÜnstigerprüfung geht nur dann, wenn das Teileinkünfteverfahren nicht zur Anwendung kommt.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Ok also selbst wenn er keine Werbungskosten geltend macht kann er das Teileinkünfteverfahren anwenden . Muss mann dennoch noch eine zusätzliche Steuererklärung abgeben oder reicht das angeben in der der Anlage Kap der einkommensteuererklärung dann aus ?

Sie müssten im Rahmen der Steuererklärung dann in der Anlage KAP die Zeile 31+32 ausfüllen. Damit ist dann der Antrag gestellt. Sie können dann auch für die folgenden 4 Jahre nicht die Abgeltungssteuer wählen. Es gilt dann immer das Teileinkünfteverfahren.

Konnte ich Ihre Frage soweit beantworten?

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Ok das hätte aber auch unser Steuerberater wissen müssen? Wir haben 2018 schon mal das Teileinkünfteverfahren angewandt. Das heißt , die jetzige Gewinnausschüttung hätte gar nicht mit der Abgeltungssteuer gemacht werden dürfen

Doch bei der Ausschüttung selbst muss von der GmbH zunächst 25% einbehalten werden. Allerdings darf dann diese Ausschüttung in der Steuererklärung nicht unter der Abgeltungssteuer erklärt werden, sondern muss in Zeile 31/32 eingetragen werden. Das sollte der Berater schon wissen.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Sorry letzte Frage zum Verständnis : also entweder werden 25 % direkt von der GmbH an das Finanzamt gezahlt ( Abgeltungssteuer ) oder …wer und wie werden die Steuern beim Teileinkünfteverfahren bezahlt ?

Die 25% werden von der GmbH immer abgezogen und an das Finanzamt abgeführt. Darüber erhalten Sie von der GmbH eine Steuerbescheinigung. Wenn Sie nun in der Einkommensteuererklärung das Teileinkünfteverfahren beantragen und die letztendlich zu zahlende Einkommensteuer ist günstiger, dann erhalten Sie die Differenz von der einbehaltenen Steuer vom Finanzamt erstattet bzw. diese wird auf Ihre Einkommensteuerschuld angerechnet. Somit zahlen Sie dann unter dem Strich die "richtige" Steuer.

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuererklärung sind bereit, Ihnen zu helfen.

Beim Teileinkünfteverfahren wird ja die Einkommensteuer auf alle Ihre Einkünfte berechnet und dann wird die einbehaltene Steuer wie eine Steuervorauszahlung behandelt und entsprechend berücksichtigt.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Danke ***** *****ür die sehr schnelle ausführliche Antwort

Sehr gerne :-)

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