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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuererklärung
Zufriedene Kunden: 1517
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Hallo, mir sind beim Durchsehen alter Steuerunterlagen ein

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
mir sind beim Durchsehen alter Steuerunterlagen ein paar „Patzer“ aufgefallen, die mir leider aus Unwissenheit/Versehen passiert sind.
Ich bin Freiberuflerin und seit 2016 umsatzsteuerpflichtig (7%).
Ich liste die „Patzer“ im Folgenden einfach mal auf:2017 - Jahreseinkünfte aus selbstständiger Arbeit lt. Steuerbescheid 59.056 €
Dort habe ich die fällige Vorsteuer (598,31 €) aus dem 4. Quartal am 10.01.2018 spät abends überwiesen und den Betrag entspr. der 10 Tage-Regel in die EÜR der 2017 eingetragen und so entsprechend die in die Jahressteuererklärung 2017 übernommen.
Nun fiel mir auf, dass die Buchung des Betrages auf dem Kontoauszug erst am 11.01.2018 erfolgt ist, d.h. der Betrag müsste ja dann in die EÜR von 2018 eingeflossen sein.2018 - Jahreseinkünfte aus selbstständiger Arbeit lt. Steuerbescheid 59.920 €
1.) Dort fehlt zu einen ja nun der o.g. Betrag als Einnahme.
2.) habe ich dort auch noch vergessen, eine Umsatzsteuernachzahlung von 176,13 € aus 2017 als Ausgabe zu erfassen.
3.) fehlen dort wiederum zwei wiederkehrende Ausgaben (Telefon (50,77 € brutto) und DSL-Rechnung 16,99 € brutto), die am 02.01.2019 bezahlt wurden, jedoch wirtschaftlich zum Jahr 2018 gehören (Leistung und Rechnungsstellung) und somit ja auch wieder unter die 10 Tage-Regel fallen würden.2019 - Jahreseinkünfte aus selbstständiger Arbeit lt. Steuerbescheid 9.886 € (Mutterschutz/Elternzeit)
Dort müssten ja die oben bei 2018 genannten Beträge unter 3.) wegfallen, oder?Könnte ich durch irgendwas davon Probleme bekommen oder sind das lediglich Lapalien? Sollten all diese kleinen Fehler nachträglich beim Finanzamt korrigiert werden (möchte mir nichts zu Schulden kommen lassen)?Und noch eine allgemeine Frage: Einkommensteuer-Rück- oder Nachzahlungen müssen gar nicht als Einnahmen/Ausgaben erfasst werden, oder?Herzlichen Dank und beste Grüße

Guten Morgen,

könnten Sie mal bitte auf Ihrem Einkommensteuerbescheid nachschauen, ob der Bescheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung gem. § 164 AO ergangen ist?

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Danke für die schnelle Reaktion. Das schaue ich später nach, bin jetzt unterwegs.
Brauchen Sie das von allen aufgelisteten Jahren?

Auf jeden Fall bräuchte ich einmal die Angaben für 2017 und 2018.

Schon mal vorab folgende Informationen:

Grundsätzlich können Sie das Finanzamt darauf hinweisen, dass Sie die Umsatzsteuer IV/2017 im Jahr 2017 als Betriebsausgabe berücksichtigt haben, obwohl die Buchung erst am 11.01.2018 erfolgt ist. Daher müsste der Betrag in 2017 als Betriebsausgabe heraus genommen werden und in 2018 als Betriebsausgabe berücksichtigt werden.

Beantragen Sie dann weiterhin, die Umsatzsteuernachzahlung aus 2017 ebenfalls als Betriebsausgabe zu behandeln.

Sofern der Steuerbescheid 2018 noch änderbar ist (Vorbehalt der Nachprüfung) teilen Sie dem Finanzamt bitte mit, dass die Beträge (Telefon/DSL) als Ausgabe im Jahr 2018 zu erfassen sind. Dementsprechend wäre Sie dann im Jahr 2019 nicht mehr zu berücksichtigen.

Probleme werden Sie hier nicht bekommen, weil es wirklich nur Kleinigkeiten sind. Grundsätzlich wäre es auch nicht wirklich schlimm, wenn Sie diese "Verschiebungen" nicht melden. Sie würden dann allerdings die Umsatzsteuernachzahlung für 2017 im Jahr 2018 "verlieren", wenn Sie nicht tätig werden.

Einkommensteuerzahlungen, egal ob Zahlung oder Erstattung, sind weder Betriebseinnahme noch Betriebsausgabe.

Viele Grüße!

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Sie schrieben ja: "könnten Sie mal bitte auf Ihrem Einkommensteuerbescheid nachschauen, ob der Bescheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung gem. § 164 AO ergangen ist?"Wo finde ich diese Info und was bedeutet das?

Die Information bzw. dieser Hinweis steht auf der ersten Seite des Bescheides, über dem Abrechnungsteil. Wenn dieser Hinweis dort steht, kann der jeweilige Bescheid immer noch geändert werden (von beiden Seiten), auch wenn die Einspruchsfrist bereits abgelaufen ist.

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Bei 2017 steht dort
"Der Bescheid ist nach § 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO geändert. Er ist nach § 165 Abs. 1 Satz 2 AO teilweise vorläufig."Bei 2018+2019 steht dort
"Der Bescheid ist nach § 165 Abs. 1 Satz 2 AO teilweise vorläufig."

Okay, dann wären Änderungen zu Ihren Gunsten insoweit nicht änderbar, weil die Bescheide bestandskräftig sind. Das betrifft insbesondere die Umsatzsteuernachzahlung 2017 im Jahr 2018.

Ich würde es an Ihrer Stelle so wie es ist belassen und im Zweifel im Rahmen einer Betriebsprüfung die Änderungen vornehmen lassen. Eine Strafe oder ähnliches werden Sie hier nicht zu erwarten haben, weil die Vorgänge an sich überschaubar sind.

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuererklärung sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Super. Vielen Dank ***** *****!

Gern geschehen!

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Ich habe noch eine Rückfrage hierzu: In 2019 gab es auch so einen Fall, dass ich dort 5,51 € Umsatzsteuer-Erstattung aus 2018 nicht erfasst hatte. Das zählt ja höchstwahrscheinlich auch zu den o.g. Kleinigkeiten, die ich nicht korrigieren muss, oder?Was ich mich jetzt allerdings frage:
Ich musste die EÜR von jedem Lebensmonat meines Kindes bei der Elterngeldstelle einreichen, um das tatsächlich erzielte Einkommen während des Elterngeldbezugs darzulegen. Durch diesen Fauxpas erhöht sich lt. EÜR mein Gewinn in einem Lebensmonat um die 5,51 €. Im Schnitt bedeutet das ein monatlich anzurechnendes Einkommen von ca. 1 € mehr als angegeben. Ob das wirklich eine Auswirkung hätte, versuche ich gerade herauszufinden. Wissen Sie da evtl. mehr?
Und wenn ich das bei der Elterngeldstelle korrigiere, muss ich es auch beim Finanzamt tun und somit auch all die anderen "Kleinigkeiten", oder?
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
P.S.: Lt. Elterngeldrechner hätten mir dann insgesamt über 4 Monate ca. 1 € pro Monat weniger Basiselterngeld zugestanden, also eine Nachzahlung, mit der ich durchaus leben könnte. Jetzt ist nur die Frage der Korrektheit. Ich bin ja verpflichtet der Elterngeldstelle jede Änderung mitzuteilen, will jedoch nicht auch noch den ganzen Wust beim Finanzamt ändern müssen, wenn es nicht zwingend notwendig ist. Wir schätzen Sie die Lage ein?
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
P.P.S.: Und ist das Ganze trotz des zusätzlichen Fehler immer noch "überschaubar" (siehe Ihre Aussage von heute mittag).Entschuldigen Sie die ganzen Rückfragen, aber ich mache mir bei sowas immer viele Gedanken, da ich keinen Ärger wegen einer Unachtsamkeit/Unwissen riskieren möchte.

Guten Morgen,

diesen 1 Euro pro Monat halte ich ebenfalls für überschaubar. Auch hier würde ich keine Korrekturen vornehmen. Wie gesagt: sollten Sie mal eine Betriebsprüfung haben, kann das Finanzamt diese "kleinen" Umbuchungen vornehmen. Das reicht dann aus.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Und die Verpflichtung gegenüber der Elterngeldstelle jede Änderung unverzüglich mitzuteilen, ist bei so einem Mini-Betrag auch zu vernachlässigen?

Ja, da sehe ich auch kein Problem.