So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Knut Christiansen.
Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuererklärung
Zufriedene Kunden: 1106
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuererklärung hier ein
Knut Christiansen ist jetzt online.

Eine GmbH in Gründung hat 4 Gesellschafter. Es handelt sich

Diese Antwort wurde bewertet:

Eine GmbH in Gründung hat 4 Gesellschafter. Es handelt sich um eine Immobilien GmbH, die in Renditeobjekte investiert.
Die Gesellschafter haben jeweils ein Renditeobjekt.
Zur Gründung sollen diese evtl. als Sachanlage (Stammkapital) ggf. mit in die Firma eingebracht werden. Ebenso ist eine Überlegung, dass einer der Gesellscahfter der Firma ein Darlehen gewährt.Nun zur Frage:
1) Wie sieht es steuerlich aus, wenn eine Firma Sachanlagen als Stammkapital hat?
2) Ist es möglich und wie ist dies steuerlich zu bewerten wenn die Firma zunächst nzr mit 25.000,00EUR Stammkapitial gebildet wird und die Gesellschafter zu einem späteren Zeitpunkt eine Stammkapitalerhöhung wollen?
3) Macht es steuerlich gesehen mehr Sinn, dass eine Gesellschafterin mit höherem Stammkapital gegründet wird? Eine spätere Erhöhung erfolgt, da dies bei Großprojekten und Darlehnsaufnahmen, aus Blick von Kreditinstituten ggf. mehr Sicherheit gibt? Eine Einzahlung durch die Gesellschafter erfolgt? Ein Darlehen durch einen Gesellscahfter gewährt wird? -> mit welchen Steuern und Vor-und Nachteilen sind hier jeweils zu rechnen?
4) Kann eine Immobilie, die auf eine Privatpersonen läuft, der Gesellschafter ist, mit in eine GmbH übergehen? - Was fallen da evtl. für "Kosten" und Steuern an?Danke ***** ***** schon mal für Ihre Mühe.MfG
M.S.

Guten Morgen,

 

ich kümmere mich gerne um Ihre Fragen und lasse Ihnen im Laufe des Vormittags die Antworten zukommen. Wäre das zeitlich für Sie in Ordnung?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Knut Christiansen

Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Das ist zeitlich für mich in Ordnung.
Danke.

Hallo, hier die zugesagte Antwort.

 

1) Grundsätzlich ist es möglich, dass das Stammkapital einer GmbH nur aus Sachanlagen besteht. Sie dürften z.B. auch eine GmbH zunächst mit Bareinzahlungen (Überweisung) gründen und mit Kapital darf dann "gearbeitet werden". Investitionen in Maschinen, Warenbestand oder Zahlung von Personalkosten sind z.B. ohne Probleme also zulässig.

 

2) Sofern mit einer Dacheinlage gegründet wird, muss die Sache (hier: Immobilie) mit dem Verkehrswert bewertet werden. Ansonsten käme es zu einer verdeckten Einlage in die GmbH. Diese würde dann zu Anschaffungskosten des einlegenden Gesellschafters auf seinen GmbH-Anteil führen. Erfolgt, wie meist üblich, eine Bargründung, so ist es vollkommen unproblematisch, wenn das Stammkapital zu einem späteren Zeitpunkt durch Satzungsbeschluss (notariell) erhöht wird.

 

3) Ob das Stammkapital zunächt bei 25.000 EUR liegt und später erhöht wird oder ob gleich zu Beginn ein höheres Kapital beschlossen wird, hängt vom Einzelfall ab. Grundsätzlich wird es bei der Finanzierung eines Projektes durch eine Bank immer auch auf den Beleihungswert der Immobilie ankommen und wie hoch die einzutragende Grundschuld ist. Hinzu kommt natürlich die Bonität des Darlehensnehmers, die bei einer GmbH mit hohem Eigeenkapital natürlich besser ist, als mit niedrigem. Wenn aber die Finanzierung durch Gesellschafterdarlehen begleitet wird, ist es aus meiner Sicht her meist nicht problematisch, wenn das Stammkapital nur 25.000 EUR ist. Denn aus Bankensicht geben Sie dann als Gesellschafter zwar Fremdkapital in die Gesellschaft, dieses würde aber nur nachrangig bedient werden. Das heißt, die Bank wird immer darauf bestehen, eine erstrangige Grundschuld einzutragen. Man sollte hier vor dem Projektrealisierung die individuellen Anforderungen der Finanzierung mit der Bank besprechen. Daher wäre meine Empfehlung, das Stammkapital zunächst auf 25.000 EUR festzulegen und dann ggfs. später einer Kapitalerhöhung zu beschließen, wenn dieses gefordert wird. Der Vorteil einer Darlehensgewährung wäre, dass dieses Kapital später wieder aus der GmbH entnommen werden kann. Eine Entnahme aus dem Stammkapital wäre nicht möglich bzw. würde dann wieder eine Kapitalherabsetzung erfordern. Das ist dann recht aufwändig.

 

Zum Thema Steuern: hier würden nur durch eine Zinszahlung an den darlehensgewährenden Gesellschafter Steuern auf privater Ebene entstehen, während die GmbH die Zinsen als Betriebsausgabe absetzen kann. Die Stammkapitalerhöhung selbst ist steuerneutral.

 

4) Wenn eine Immobilie einer Privatperson auf die GmbH übergehen soll, muss dieses notariell erfolgen. Dieses erfolgt dann entweder durch Sachgründung/Kapitalerhöhung durch Sacheinlage oder alternativ durch Verkauf. Bei der GmbH fällt dann Grunderwerbsteuer an, die je nach Bundesland bis zu 6,5% betragen kann. Ebenso fallen Notar- und Grundbuchkosten an (ca. 2% bezogen auf den Verkehrswert/Kaufpreis). Auf privater Ebene muss geprüft werden, ob ein privates Veräußerungsgeschäft vorliegt. Dieses wäre grundsätzlich der Fall, wenn die Immobilie noch nicht länger als 10 Jahre im Eigentum des einlegenden Gesellschafters ist. Sollte dieses vorliegen, so würde hier auf den Veräußerungsgewinn Einkommensteuer anfallen, die sich nach den persönlichen Verhältnissen bemisst (persönlicher Steuersatz).

 

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung. Diese Vergütung beträgt 50% des von Ihnen gezahlten Betrags und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

2 Nachfrage hätte ich noch:

1) Wenn die Sacheinlage mit Berwertung des Verkehrswertes erfolgt, ist es unproblematisch?
Und durch Satzungsänderung (selbstverständlich notariell) kann es später bei Bedarf eine Stammkapitalerhöhung geben, indem einer der Gesellscahfter Freshmoney hinzugibt?
Hat das denn tatsächlich keine steuerliche Relevanz?
Wenn dieser Gesellschafter NUR eine Einzahlung tätigt, dachte ich, dass es in irgendeiner Hinsicht versteuert werden muss?

2)Beim Übergang einer Immobilie von einer Privatperson auf eine GmbH:
Beim Verkauf fällt Grunderwerbsteuer an. In diesem Fall sind es auch unter 10Jahre, sodass Veräußerungsgewinn anfallen würde.
Wie bemisst sich dieser Veräußerungsgewinn -> Kaufpreis - Verkaufspreis oder hat der Verkehrswert hierbei eine Rolle?
Wenn es eine Kapitalerhöhung durch eine Sachanlage (zu einem späterem Zeitpunkt, als Gründung) ist, fallen für beide Parteien (Privatperson & Firma) keine Steuern an?

Die Sacheinlage zum Verkehrswert ist grundsätzlich unproblematisch. Der Verkehrswert müsste nur nachgewiesen werden, am besten durch einen amtlich bestellten Gutachter. Später kann auch ohne Probleme eine Kapitalerhöhung durch Bargeld erfolgen. Die Kapitalerhöhung erfolgt ja aus versteuertem (Privat-)Geld, das ist unproblematisch. Allerdings erhöht sich dann natürlich sein Anteil am Stammkapital prozentual, wenn die anderen Gesellschafter die Kapitalerhöhung nicht 1:1 mitmachen. Die Einzahlung selbst führt dann zu höheren Anschaffungskosten an der GmbH-Beteiligung. Das heißt bei einem späteren Verkauf könnten diese Kosten in Abzug gebracht werden.

 

Der Veräußerungsgewinn bemisst sich aus Verkaufspreis/Einlagewert abzgl. Anschaffungskosten und geltend gemachte Abschreibungen (wenn vermietet wurde). Der Kaufpreis/Einlagewert sollte sich normalerweise in der Größenordnung des Verkehrswertes bewegen.

 

Wenn die Sacheinlage später erfolgt, fällt dennoch Grunderwerbsteuer an. Einkommensteuer fällt nur an, wenn die Sacheinlage innerhalb von 10 Jahren nach Anschaffung erfolgt. Erfolgt die Einlage erst nach 10 Jahren, wäre dieses kein Fall des § 23 EStG (priv. Veräußerungsgeschäft).

 


Haben Sie noch weitere Rückfragen oder ist Ihre Eingangsfrage beantwortet? Falls ja, dann bitte ich noch um Bewertung meiner Antworten, da nur dadurch mein Vergütungsanteil von justanswer freigegeben wird. Vielen Dank im Voraus!

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuererklärung sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre Erklärungen.

Gern geschehen!