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Christian P
Christian P, Steuerberater
Kategorie: Steuererklärung
Zufriedene Kunden: 353
Erfahrung:  Tax Manager bei Kelvion
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Christian P ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Frage zum Thema Unterhalt.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe eine Frage zum Thema Unterhalt.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
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Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
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Guten Abend, wie lautet denn Ihre Frage?

Vg

C. Peter

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Konkret geht es darum, dass wir nicht verheiratet sind und ein gemeinsames Kind (< 3 Jahre) haben. Meine Freundin ist in Elternzeit und hat keine eigenen Einkünfte, ich arbeite Vollzeit. In so einem Fall kann man für das Kalenderjahr 2018 ja Unterhaltszahlungen bis 9000 € ansetzen sofern meine Freundin"bedürftig" ist - was wohl irgendwo als Vermöge kleiner 15500 € definiert wurde.Sie hat ein Sparbuch mit ca. 8000 € und wir haben ein gemeinsames Aktiendepot in der Größenordnung von 20k, das aber fast ausschließlich von mir befüllt wurde. Zwei Fragen: a) fallen wir über die Schwelle von 15,5 k oder kann man verargumentieren, dass das unser gemeinsames Vermögen ist (plus es wurde von mir im Jahr 2018 befüllt) b) wie würden Sie sich in der Situation verhalten?Viele Grüße,
Christ***** *****nnemann
Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Vielleicht noch als Info: Am 1.1.2018 betrug der Wert des Aktiendepots: 17000 €, am 31.12.2018 29000 €.

Guten Tag,

Sie stellen hier auf einen Abzug von Unterhaltszahlungen gemäß §33a EStG ab. In dieser Vorschrift ist aber definiert, dass Unterhaltszahlungen nur dann absetzbar sind, wenn diese Person gegenüber Ihnen gesetzlich unterhaltsberechtigt ist. Dies ist bei Ihrer Freundin aber nicht der Fall.

Daher sind etwaige Unterhaltszahlungen für Ihre Freundin auch nicht absetzbar.

Für eine positive Bewertung der Antwort mit 3 bis 5 Sternen bin ich Ihnen dankbar, damit ich honoriert werden kann.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Viele Grüße

C. Peter

Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Das stimmt aber nicht... Zumindest so mein Verständnis von: https://blog.felix1.de/steuertipps/mit-unterhalt-an-partner-oder-erwachsene-kinder-steuern-sparen/Viele Grüße
C. Linnemann

Hallo Herr Linnemann,

ok, aber in der Vorschrift wird dies von folgender Voraussetzung abhängig gemacht: "Der gesetzlich unterhaltsberechtigten Person gleichgestellt ist eine Person, wenn bei ihr zum Unterhalt bestimmte inländische öffentliche Mittel mit Rücksicht auf die Unterhaltsleistungen des Steuerpflichtigen gekürzt werden. Voraussetzung ist, dass weder der Steuerpflichtige noch eine andere Person Anspruch auf einen Freibetrag nach § 32 Absatz 6 oder auf Kindergeld für die unterhaltene Person hat und die unterhaltene Person kein oder nur ein geringes Vermögen besitzt"

Bei Ihrer Freundin werden aber keine inländischen öffentlichen Mittel mit Rücksicht auf die Unterhaltsleistungen gekürzt zumal Sie als Steuerpflichtiger Anspruch auf Kindergeld haben. Falls Ihre Freundin Elterngeld bezieht wird dies meines Wissens ebenfalls nicht gekürzt, wenn Sie Unterhaltszahlungen an Ihre Freundin leisten.

Von daher sind die Voraussetzungen für einen Abzug nicht gegeben.

Viele Grüße

C. Peter

mit derartigen öffentlichen Mitteln, die im Hinblick auf Unterhaltszahlungen von Ihnen gekürzt werden können, sind Wohngeld, Arbeitslosen- oder Sozialhilfe (Hartz IV) gemeint. Aber dieser Fall - so die Schilderung von Ihnen - liegt ja hier nicht vor.

Beste Grüße

C. Peter

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Hallo Herr Peter,ihre response-Zeit ist wirklich grandios! Ich glaube auch, dass wir den Kern meiner Frage langsam erreichen.Ausschlaggebend war für mich der folgende SZ-Artikel (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finanzen-unverheiratete-paare-koennen-unterhaltskosten-geltend-machen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-140***-**-****1) und die folgende Aussage: "Sind Vater und Mutter nicht verheiratet, können unter Umständen Unterhaltszahlungen zum Beispiel vom Vater an die Mutter als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abgesetzt werden. Das ist auch möglich, wenn beide Partner in einem Haushalt zusammenleben. Ist die Mutter nicht erwerbstätig und erhält sie keine Bezüge wie zum Beispiel das Elterngeld, kann in den ersten drei Lebensjahren des Kindes in der Regel auch ohne Nachweis der abzugsfähige Unterhaltshöchstbetrag angesetzt werden. Dieser liegt derzeit bei 8354 Euro."In dem angefügten Link und einem weiteren (https://www.steuernetz.de/lexikon/unterstuetzung-beduerftiger-personen) ging es für mich um etwas ähnliches - dort dann aber verbunden mit der Einschränkung, dass die Bedürftigkeit der Person vorliegen muss was wohl als Vermögen kleiner 15500 € definiert wurde. Daher meine Frage dazu. Oder ist der dort beschriebene Sachverhalt anders gelagert als im SZ-Artikel?Wissen Sie, was ich meine?Viele Grüße,
C. Linnemann

Hallo Herr Linnemann,

ich nehme an, dass das Aktiendepot auf Ihrer beiden Namen läuft. Dann wäre die Vermögensgrenze von 15.500 EUR bei Ihrer Freundin (anteiliges Depot und Sparbuch) überschritten, so dass zunächst das eigene anteilige Vermögen Ihrer Freundin für Unterhaltszwecke verbraucht werden müsste.

Allerdings sind Verbindlichkeiten bei der Berechnung der Vermögenswerte abzuziehen. Sie könnten für das laufende Jahr 2019 den Fall so steuern, dass Ihre Freundin Verbindlichkeiten bis zum Jahresende aufnimmt, um den Schwellenwert des Vermögens zu unterschreiten. Dann sind im laufenden Jahr Unterhaltszahlungen an sie als außergewöhnliche Belastung absetzbar.

Viele Grüße

C. Peter

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Hallo Herr Peter,danke für die Antwort. Tatsächlich war das meine Frage.... Es nervt ultra, dass quasi belohnt wird, die Frauen klein zu halten. Das ganze Thema hätte ich ja nicht, wenn ich das Geld auf mein eigenes Aktiendepot gelegt hätte...Für 2018 ist der Zug abgefahren, oder gibt es noch eine outside-the-box Idee?Viele Grüße,
C. Linnemann

Hallo Herr Linnemann,

das Thema hätten Sie aber auch in umgekehrten Fällen, Ihre Freundin ginge arbeiten und sie blieben zu Hause. Dem Gesetzgeber ging es vermutlich dabei um die Umsetzung des Subsidiaritätsprinzips erstmal alle Reserven aufzubrauchen, bevor Unterhalt steuermindernd geltend gemacht werden kann.

Für 2018 sehe ich in Ihrem Fall leider keinen Spielraum mehr.

Viele Grüße

C. Peter

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Danke für die Antwort.

gern, über eine positive Bewertung mit 3 bis 5 Sternen wäre ich Ihnen verbunden, da erst dann die Honorierung freigeschaltet wird.

Beste Grüße

C. Peter

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Ich würde ihnen vier Sterne geben, weil ihre erste Empfehlung ja war, dass ein Abzug von Unterhaltsleistungen *generell* in diesem Fall nicht möglich ist. Oder war meine Frage zu unklar formuliert?

nein alles gut, das reicht mir. Besten Dank.

Christian P und weitere Experten für Steuererklärung sind bereit, Ihnen zu helfen.