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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuererklärung
Zufriedene Kunden: 711
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe 2018 eine Erbschaft

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,ich habe im Jahr 2018 eine Erbschaft von meinem verstorbenen Bruder erhalten. Darunter eine Direktversicherung, bei der uns die Versicherung darauf hingewiesen hat, das bei diesem Vertrag beim Bezugsrecht einige Besonderheiten zu beachten sind; für diese Direktversicherung gelten die Steuerregelungen des §3 Nr. 63 EStG. Auf den Auszahlungsbetrag habe ich Erbschaftssteuer gezahlt.Bei unserem (Ehemann und ich) Einkommenssteuerbescheid für 2018 wurde der Auszahlungsbetrag der obigen Versicherung als sonstige Einkünfte (Leistungen aus Altersversorgungsverträgen) angesetzt.Nun meine Frage hierzu: Ist es korrekt, dass ich auf diesen Auszahlungsbetrag Erbschaftssteuer und Einkommenssteuer zu zahlen habe?

Guten Abend,

ich prüfe Ihre Frage gerne und melde mich anschließend mit einer Antwort. Sie erhalten die Rückmeldung bis spätestens 21.00 Uhr. Ich hoffe das ist zeitlich in Ordnung für Sie.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen

Steuerberater

Hallo, hier die zugesagte Antwort.

Grundsätzlich ist die Besteuerung zunächst einmal korrekt. Denn die Erträge aus der Direktversicherung sind grundsätzlich voll steuerpflichtig, da die Beiträge gem. § 3 Nr. 63 EStG in der Ansparphase von der Einkommensteuer befreit waren (sie wurden aus unversteuertem Gehalt in die Versicherung eingezahlt). Angenommen, der Betrag wäre zunächst an Ihren Bruder ausgezahlt worden, so wäre es auch hier zu einer Besteuerung bei Ihrem Bruder gekommen. Wenn es daraufhin zum Erbe gekommen wäre, so unterläge auch dieser Betrag dann der Erbschaftsteuer, allerdings beim Erben.

Aus meiner Sicht sollte es aber möglich sein, dass Sie einen Antrag nach § 35b EStG stellen. Dieser regelt, dass bereits mit Erbschaftsteuer belastete Einkünfte, die im Jahr des Todes oder in den voran gegangenen vier Jahren angefallen ist, begünstigt besteuert wird. Sie sollten den Antrag jedoch innerhalb der Rechtsbehelfsfrist (1 Monat nach Bekanntgabe des Bescheides) stellen. Meines Erachtens sollten Sie daher Einspruch einlegen und darlegen, dass Sie bzgl. dieser EInkünfte die ANwendung des § 35b EStG beantragen.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen. Abschließend freue ich mich über eine positive Bewertung, damit justanswer meine Arbeit diesbezüglich anteilig vergütet.

Schöne Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Hier noch ein Beispiel von der Seite "Finanztip" zum Thema:

https://www.finanztip.de/doppelbelastung

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuererklärung sind bereit, Ihnen zu helfen.