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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuererklärung
Zufriedene Kunden: 711
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Eine Steuerberaterin stellte in der bereits am 22.11.2018

Diese Antwort wurde bewertet:

Eine Steuerberaterin stellte in der bereits am 22.11.2018 von ihrer Vorgängerin beschiedenen Steuererklärung für das Steuerjahr 2017 folgenden Sachverhalt fest und formuliert es so:Bei der Durchsicht der EÜR 2017 stellte ich fest das im Anlagevermögen Sammelposten in Höhe von 3.372,87€ sowie GWG in Höhe 382,78€gebildet worden sind.
Laut §6 Abs. 2a Satz 5 EstG sind GWG nur einheitlich für alle Wirtschaftsgüter im Wirtschaftsjahr von mehr als 150,00€ entweder sofort Abschreibbar oder in den Sammelposten einzustellen.
Da Herr A. Neugebauer in 2018 verstorben ist, ist es sinnvoll alle GWG von 150,00€ bis 450,00€ sofort oder als Anlagegut abzuschreiben (auch gerne Degressiv) um eine möglichst hohe Abschreibung zu erzielen, den Gewinn 2017 zu mindern und im Wirtschaftsjahr 2018 die Privatentnahmen so gering wie möglich zu halten.Die jetzige Steuerberaterin reicht diesen Sachverhalt beim Finanzamt ein und erhält folgende Antwort:
Ihrem Antrag auf Änderung des Einkommensbescheides 2017 kann nicht entsprochen werden. Bei der Angabe unzutreffender Abschreibungsbeträge handelt es sich nicht um eine offensichtliche Unrichtigkeit gem § 129 AO sondern um einen Rechtsfehler, der nur innerhalb der Rechtsbehelfsfrist von einem Monat berichtigt werden kann. Eine Änderung auf Grund der berichtigten Anlage EÜR ist daher nicht möglich.Dazu meine Fragen:
Was ist eine offensichtliche Unrichtigkeit im Steuerwesen und was ist in diesem Fall ein Rechtsfehler? Hätte die aktuelle Steuerberaterin diese Unterscheidung bezogen auf den geschilderten Fall bereits im Vorfeld erkennen müssen und könnte ich ggf. das Honorar in Höhe von 400€ zurückfordern?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Steuerberater Knut Christiansen und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Bitte haben Sie ein wenig Geduld, während ich mich mit Ihrer Fragestellung befasse. Ich melde mich bis gegen 10.00 Uhr mit einer Antwort.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Hallo, hier die zugesagte Antwort.

Eine offenbare Unrichtigkeit wäre z.B. ein Rechenfehler, der ungeprüft durch das Finanzamt übernommen wird. Dieses liegt hier nicht vor, weil der Fehler nicht offensichtlich war.

Ein materieller Fehler (Rechtsfehler) ist nach der Legaldefinition des § 177 Abs. 3 AO jeder Fehler, durch den eine andere Steuer festgesetzt wird, als nach den gesetzlichen Regelungen tatsächlich entstanden ist. Maßgebend ist damit nur, dass die im Bescheid festgesetzte Steuer von der tatsächlich entstandenen Steuer abweicht; worauf diese Abweichung beruht, ist demgegenüber nicht von Bedeutung. Allerdings können diese Fehler nicht ohne weiteres korrigiert werden, sondern immer nur im Zusammenhang mit gegenläufigen Fehlern (eine Änderung zugunsten des Steuerpflichtigen ist nur in der Höhe möglich, wie eine Änderung zuungunsten erfolgt).

Daher ist eine Änderung des Bescheides nicht möglich, es sei denn der Bescheid steht gem. § 164 AO unter dem Vorbehalt der Nachprüfung.

Die Steuerberaterin hätte den Fehler erkennen können, da das Gesetz ja so lautet. Daher wäre zumindest zu prüfen, ob ein steuerlicher Schaden eingetreten ist. Dieses nachzuweisen ist allerdings recht schwierig, da ja die Vollabschreibung erst nach dem Tod des Steuerpflichtigen begehrt wird, weil sich dadurch ein Vorteil ergibt.

Daher sollten Sie noch einmal mit der früheren Steuerberaterin sprechen, ob Sie den steuerlichen Schaden (= Mehrsteuer durch Bildung des Sammelpostens statt Vollabschreibung) so akzeptiert bzw. ob Sie einen Vergleich dazu schließen wollen.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,bitte ich abschließend um eine positive Bewertung, damit meine Arbeit auch anteilig vergütet wird. Dazu klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Leider verweigert die frühere Steuerberaterin jeden Kontakt. Vermutlich könnte man sie nur über den Klageweg kontaktieren und das steht angesichts der Kosten nicht zur Diskussion.
Hätte die aktuelle Steuerberaterin erkennen müssen, dass die die nachträglichen Einwändeerhebungen ins Leere gehen? Könnte man dafür ihren geforderten Rechnungsbetrag zurückfordern?

Vom Grundsatz her wäre es möglich gewesen zu erkennen, dass hier die Chancen gering sind. Daher ist es zumindest zu diskutieren, ob für unnötige Arbeit bezahlt werden muss.

Ich bin gleich bis in den frühen Nachmittag in einem Termin. Eventuelle weitere Rückfragen beantworte ich dann gerne später.

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuererklärung sind bereit, Ihnen zu helfen.