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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuererklärung
Zufriedene Kunden: 761
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe im März meinen

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe im März meinen Lohnsteuerjahresausgleich beim zuständigen Finanzamt eingereicht, im Juli kam der Bescheid. Ich wohne in MV und arbeite in der Nähe von Hamburg, so dass ich u.a. Fahrtkosten geltend machen kann. Diese habe ich in den vergangenen 12 Jahren in gleicher Höhe (gleiche Kilometerangabe) eingereicht und sie wurden jeweils so anerkannt. In diesem Jahr berechnete das Finanzamt eine kürzere Strecke, die über Bundesstraßen und durch viele Ortschaften führt, und kürzte dementsprechend auch den anzurechnenden Betrag. Dagegen habe ich Einspruch eingelegt, und darum gebeten, die von mir angegebene Autobahn-Strecke zu akzeptieren, obwohl durch die höhere Kilometerzahl nur eine geringe Zeitersparnis zu verzeichnen ist. Da ich mit meiner Ehefrau zusammenveranlagt bin, hat meine Frau den Einspruch mit unterschrieben.Nun fordert das Finanzamt weitere Nachweise:
- den Nachweis über die Laufleistung des PKW (ist für mich nachvollziehbar, da es im Zusammenhang mit dem Einspruch steht), aber auch
- den Nachweis der Arbeitstage meine Frau (Lehrerin), da auch sie Fahrtkosten geltend macht
- den Nachweis für die von meiner Frau geltend gemachten Arbeitsmittel und Angaben zur beruflichen VerwendungJetzt meine Frage:
Ist das Finanzamt berechtigt, alle diese Nachweise einzufordern oder muss ich nur die Nachweise erbringen, die im Zusammenhang mit dem Einspruch stehen?Vielen Dank ***** *****
Mit freundlichen Grüßen
K.-H.Baier

Guten Morgen und vielen Dank für Ihre Anfrage bei justanswer!

Ich bin Steuerberater Knut Christiansen und werde Ihnen bei Ihrem Anliegen helfen. Bitte haben Sie etwas Geduld, während ich mich mit Ihrer Fragestellung beschäftige.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen | Steuerberater

Hier die zugesagte Antwort:

Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens hat das Finanzamt die rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen, die für die Besteuerung bedeutsam sind, von Amts wegen zu ermitteln. Es bestimmt dabei Art und Umfang der Ermittlungen (§ 88 AO). Hierzu hat der Steuerpflichtige alle für die Besteuerung erheblichen Tatsachen wahrheitsgemäß offen zu legen (§ 90 AO). Das heißt, dass das Finanzamt berechtigt ist, die angeforderten Unterlagen und Angaben einzufordern. Insofern muss der Steuerpflichtige darlegen, dass die Angaben in der Angaben schlüssig sind. Können die Auskünfte nicht gegeben werden, so würde im Zweifel zum Nachteil entschieden werden.

In § 90 Abs. 1 AO heißt es:

Die Beteiligten sind zur Mitwirkung bei der Ermittlung des Sachverhalts verpflichtet. Sie kommen der Mitwirkungspflicht insbesondere dadurch nach, dass sie die für die Besteuerung erheblichen Tatsachen vollständig und wahrheitsgemäß offenlegen und die ihnen bekannten Beweismittel angeben. Der Umfang dieser Pflichten richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls.

Aus meiner Erfahrung heraus entstehen diese konkreten Nachfragen ab dem Veranlagungszeitraum 2018 vermehrt. Das mag daran liegen, dass eine halbautmoatische Veranlagung erfolgt. Das heißt, durch die EDV wird die elektronisch übermittelte Erklärung auf Plausibilität geprüft. Sofern keine Anhaltspunkte vorliegen, erfolgt eine zeitnahe automatische Bescheiderstellung. Sofern das System Fragen aufwirft, ist der Sachbearbeter verpflichtet, diese Punkte zu klären. Es kann daher sein, dass diese Abfragen ggfs. im kommenden Jahr nicht mehr erfolgen, da die Plausibilität für das Jahr 2018 vorliegt.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,bitte ich abschließend um eine positive Bewertung, damit meine Arbeit auch anteilig vergütet wird. Dazu klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuererklärung sind bereit, Ihnen zu helfen.