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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Sonstiges
Kategorie: Steuererklärung
Zufriedene Kunden: 5807
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Überführung von Betriebsvermögen ins Privatvermögen:Nach

Diese Antwort wurde bewertet:

220;berführung von Betriebsvermögen ins Privatvermögen:Nach einem Unfall kann ich nicht mehr als Zahnarzt arbeiten.Ich habe durch einen Fehler meines damaligen Steuerberaters auch eine öffentliche Sauna in meinem Betreibsvermögen,die aber nur Verluste erwirtschaftet und mir nun das FA schon mehrmals fehlende Gewinnerzielungsabsicht unterstellt hat.Einmal konnte ich mich erfolgreich wehren und es wurde abgewendet.Nun wird der Verlustabzug einfach nicht mehr in der Steuererklärung anerkannt.Da mir auch noch die BU-Rente nicht anerkannt wird,muß ich warten,bis ich 55 bin.In diesem Jahr wird das passieren.Dann möchte ich das gesamte Betriebsvermögen ins Private überführen.Dafür muß ich eine Bilanzierung machen,was ich noch nie getan habe.Was wied alles gegengerechnet?Die noch vorhanden restlichen Abschreibungen,der Wert des Inventars auf der einen Seite und der"Verkaufserlös" bzw. der Schätzwert der Immobilie auf der anderen Seite.Dann kommt ein Wert heruas,der kleiner gleich 153.000 Euro ist und ich muß keine Steuern zahlen.Wenn er größer ist,dann wird noch die Differenz zu 185.000 Euro gebildet und der Freibetrag verringert.Der Bodenwert bleibt außen vor,evtl. auch noch die Anbauten wie Hofpflasterung und ein im Privatvermögen befindliches NG mit Einliegerwohnung (vermietet).Wenn der Freibetrag überschritten wird,kann ich die Fünftel-Regelung anwenden,zusätzlich zum Freibetrag und so die einmalige Steuer noch mal verringern bzw. auf mehr Jahre verlagern.Dann muß ich aber auch die Sauna als gewerblich abmelden?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank, ***** ***** für Ihr Anliegen justanswer gewählt haben. Ich bin Steuerberater Prof. Nettelmann und will Sie gern beraten. Ich werde mich der Frage annehmen und eine Antwort vorbereiten. Haben Sie bis dahin etwas Geduld. Ich melde mich dann.

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

bei Veräußerung oder Aufgabe Ihrer freiberuflichen Zahnarztpraxis unterliegt der Veräußerungsgewinn einer ermäßigten Besteuerung, und zwar

1. entweder der sog. Fünftelungsregelung gem. § 34 Abs. 1 EStG. Dabei wird der Veräußerungsgewinn fiktiv auf 5 Jahre zur Senkung der Steuerprogression verteilt

2. oder dem ermäßigten Steuersatz gem. § 34 Abs. 3 EStG mit 56 % des auf Ihr zu versteuerndes Einkommen in Betracht kommenden Durchschnittsteuersatzes

Bespiel: Durchschnittsteuersatz auf das zu versteuerndes Einkommen 35 %, Steuersatz für den Veräußerungsgewinn 56 % von 35 % = 19,60 %.

Darüberhinaus steht Ihnen ein Freibetrag von 45 000 € auf den Veräußerungsgewinn zu. Dieser vermindert sich allerdings, wenn der Veräußerungsgewinn 136 000 € überschreitet. Die Verminderung errechnet sich als Differenz zwischen Veräußerungsgewinn und 136 000 €.

BeispieL: Veräußerungsgewinn 150 000 € bedeutet, dass sich der Freibetrag von 45 000 um 14 000 € vermindert und also nur 31 000 € beträgt.

Sowohl der ermäßigte Steuersatz (oben 2.) als auch der Freibetrag kommen nur in Betracht, wenn Sie im Zeitpunkt der Veräußerung bzw. Aufgabe das 55. Lebensjahr vollendet haben oder Sie in sozialversicherungsrechtlichen Sinne dauernd berufsunfähig sind.

Der Veräußerungsgewinn wird wie folgt ermittelt:

Veräußerungspreis für die freiberufliche Praxis

+ gemeiner Wert (=Einzelveräußerungspreis) der ins Privatvermögen überführten Wirtschaftsgüter z.B. PKW, Grundstück

S u m m e

./. Buchwert der veräußerten bzw. entnommenen Wirtschaftsgüter im Zeitpunkt der Veräußerung/Aufgabe

./. Veräußerungskosten

= Veräußerungsgewinn

./. gegebenenfalls: Freibetrag

= steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn.

Wirtschaftsgüter der Zahnarztpraxis, die nicht von einem Käufer übernommen werden, bleiben Betriebsvermögen, da sie privat nicht verwendbar sind.

Ergänzend bemerke ich, dass die Vergünstigungen nur in Betracht kommen, wenn alle Wirtschftsgüter verkauft oder ins Privatvermögen überführt werden. Dies ist für die zum Betriebsvermögen gehörende Sauna zu beachten.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre Frage beantworten konnte, und bitte um Ihre Bewertung, damit meine Beratung als externer Berater von justanswer mit dem häftigen Honorareinsatz vergütet werden kann.

Ich möchte Sie abschließend darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist,eine steuerliche Einschätzung zu ermöglichen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

konnte ich Ihnen mit meiner Beantwortung helfen oder haben Sie noch Rückfragen? Ansonsten bitte ich um Ihre Bewertung, damit meine Bearbeitung vergütet werden kann.

Vielen Dank ***** ***** schönen Tag

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Wenn also niemand die Praxisgeräte der Zahnarztpraxis kaufen möchte oder diese ganz übernehmen möchte,dann zahle ich noch Entsorgungskosten und kann diese vom Gewinn abziehen?Freibetrag,Fünftelregelung und ermäßigten Steuersatz kann ich nebeneinander verwenden oder immer nur eine Möglichkeit?Die Sauna muß ich aufgeben und alles ins Privatvermögen überführen,d.h. ich kann sie nicht mehr betreiben?Oder geht es dann nur noch um die nicht mehr mögliche Absetzung der Verluste?Dann brauche ich aber auch keine Steuern auf die Saunaeinnhmen bezahlen?

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie die Praxisgeräte entsorgen, stellen die damit zusammenhängenden Ausgaben Betriebsausgaben dar. Das übrige Betriebsvermögen müssen Sie dann im Rahmen der Aufgabe der freiberuflichen Tätigkeit unter Anwendungen der beiden Möglichkeiten der Steuerermäßigung gem. § 34 EStG und der Freibetragsregelung ins Privatvermögen überführen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

ich warte noch auf Ihre Rückmeldung bezüglich der Bewertung! Ohne Ihre freundliche Mitwirkung durch das Anklicken von 3 - 5 Sternen kann meine Vergütung vom System nicht freigeschaltet werden.

Holen Sie dies bitte nach!

Vielen Dank

Prof. Nettelmann

Ergänzend zu Ihrer Frage betreffend Sauna teile ich mit, dass Sie diese - da nach Ihren Angaben verlustbringend - weiter betreiben können. Die negativen Einkünfte (Einnahmen abzüglich Ausgaben einschließlich Absetzung für Abnutzung) daraus werden allerdings mangels Einkunftserzielungsabsicht steuerlich weiterhin nicht berücksichtigt.

Für Ihre abschließende Bewertung bedanke ***** ***** im voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuererklärung sind bereit, Ihnen zu helfen.