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Christian P
Christian P, Steuerberater
Kategorie: Steuererklärung
Zufriedene Kunden: 172
Erfahrung:  Tax Manager bei Kelvion
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Christian P ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, zwei Fragen zur steuerlichen

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,zwei Fragen zur steuerlichen Erfassung von nebenberufl. Einnahmen:1. Ich bin Lehrer (Niedersachsen) und arbeite nebenberuflich als Lehrbeauftragter an einer Universität und habe regelmäßige Autoreneinnahmen aus Buchverkäufen, sowie Einnahmen aus Ausschüttungen der VGWort. Sind dies Betriebseinnahmen ohne Umsatzsteuer aus selbstständiger Tätigkeit/nebenberuflich als Übungsleiter? Ab welchen Einnahmen müssen diese angegeben werden?2. Wie verhält es sich mit Investitionen in Aktien, Crowdinesting (Auxmoney), Wohnungsgenossenschaftsanteilen und Bausparverträgen? Müssen diese Anlagen ebenfalls angegeben werden?Vielen Dank!Mit freundlichen Grüßen
F. Hartnack

Guten Tag,

Ich beantworte Ihnen gern die Anfrage bis morgen früh.

Viele Grüße

C. Peter

Hallo,

Ihre Fragen beantworte ich folgendermaßen:

1. Umsatzsteuer

Sofern Sie die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG in Anspruch nehmen, sind die Autoreneinnahmen aus Buchverkäufen und als selbständiger Lehrbeauftragter der Universität ohne Umsatzsteuer, wenn die Umsatzgrenzen des § 19 UStG eingehalten werden.

Die Ausschüttungen der VG Wort erhalten Sie nicht für Leistungen, die Sie als Unternehmer erbracht haben sondern als Urheber gem. Urheberrechtsgesetz zum Schutz vor unbefugter Nutzung Ihres geistigen Eigentums durch Fremde. Die Ausschüttungen bzw. empfangenen Zahlungen unterliegen bei Ihnen nicht der Umsatzsteuer.

2. Einkommensteuer

Die Einnahmen als Lehrbeauftragter und aus Autoreneinnahmen aus Buchverkäufen unterliegen der Einkommensteuer.

Die Einnahmen aus Ausschüttungen der VG Wort sind einkommensteuerpflichtig als sonstige Einkünfte gem. § 22 Nr. 3 EStG, sofern diese im Jahr mehr als 256 EUR betragen haben.

3. Investitionen in Aktien Crowdinvesting, Wohnungsgenossenschaftsanteilen und Bausparverträgen

Diese Investitionen sind in Ihrer Einkommensteuererklärung nicht anzugeben. Eine Wohnungsbaugenossenschaft hat das Ziel die Mitglieder bzw. Genossen mit preiswerten Wohnraum zu versorgen.

Wohnen bzw. die dafür aufgewendeten Kosten für privaten Wohnraum sind private Aufwendungen und einkommensteuerlich nicht zu berücksichtigen.

Den Bausparvertrag befüllen Sie zunächst in der Ansparphase mit Kapital bzw. erhalten staatliche Zuschüsse. Auch diese sind einkommensteuerlich nicht zu berücksichtigen.

Investitionen in Aktien bzw. Crowdinvesting sind einkommensteuerlich nicht zu erfassen, aber die bezogenen Früchte in Form von jährlichen Dividenden der Aktien bzw. Zinseinnahmen aus Crowdinvesting stellen einkommensteuerpflichtige Einkünfte aus Kapitalvermögen dar (§ 20 EStG) und sind als solche in der Steuererklärung anzugeben.

Ich hoffe, das beantwortet Ihre Frage.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Für eine positive Bewertung (im Kommentarfeld sind dafür mind. 3 bis 5 Sterne anzuklicken) oder einen Dank als Feedback wäre ich Ihnen verbunden, damit justanswer mir das anteilige Honorar für die Vergütung auf mein Konto gutschreiben kann.

Viele Grüße

C. Peter

Nachtrag: der sogenannte Übungsleiterfreibetrag gem. § 3 Nr. 26 EStG kommt für die von Ihnen beschriebenen Tätigkeiten leider nicht zur Anwendung.

Beste Grüße

C. Peter

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Tag, vielen Dank für Ihre Antwort.
Wenn der Übungsleiterfreibetrag nicht zur Geltung kommt: Wie sind die nebenberufl. Einnahmen als Lehrbeauftragter und aus Autoreneinnahmen aus Buchverkäufen korrekt anzugeben? Ist dies selbstständige Arbeit? Oder ebenfalls als "Sonstige Einkünfte", wie die VGWort?
Müssen die Buchverkäufe erst eine gewisse Summe überschreiten um anzeigepflichtig zu werden?
Vielen Dank!

Hallo,

Ich bin noch unterwegs, aber ich werde bis heute Mittag die Fragen beantworten.

Viele Grüße

C. Peter

Hallo,

mit den Einnahmen als Lehrbeauftragter und aus schriftstellerischer Tätigkeit erzielen Sie Einnahmen nach § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG aus freiberuflicher selbständiger Tätigkeit.

Für die Versteuerung müssen Sie eine Einnahmen- und Überschussrechnung ausfüllen und alle damit zusammenhängenden Einnahmen und Ausgaben (Betriebsausgaben) erfassen.

Der Gewinn oder Verlust ist dann als Residuum in der Anlage S Zeile 4 Gewinn oder Verlust aus freiberuflicher Tätigkeit zu erklären.

Sofern notwendig, kann ich Sie gern für ein geringes Honorar bei der Erstellung der EÜR unterstützen.

Die Buchverkäufe sind ab dem ersten Euro erklärungspflichtig. Ein Freibetrag kommt hier leider nicht zum Tragen. Ansonsten steht Ihnen bei der Steuerveranlagung der Grundfreibetrag zur Verfügung, der das Existenzminimum eines jeden steuerpflichtigen Bürgers steuerfrei stellen soll. Gewerbesteuer zahlen Sie als Freiberufler nicht.

Bei weiteren Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
Abschließend bedanke ***** ***** für eine positive Bewertung, damit justanswer meine Arbeit vergütet. Dazu klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!
Viele Grüße

Christian Peter

Steuerberater

Guten Tag,

ich bitte noch um Bewertung meiner Antworten, da diese erst mit Bewertung anteilig für mich honoriert werden.

Viele Grüße

C. Peter

Christian P und weitere Experten für Steuererklärung sind bereit, Ihnen zu helfen.