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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5012
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Ich bin Einzelunternehmer (Privatperson) und möchte gern

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin Einzelunternehmer (Privatperson) und möchte gern meinen Kindern Zinseinkünfte zukommen lassen, ohne jedoch auf meine Liquidität zu verzichten. Sprich: Ich möchte Ihnen gern Geld schenken, was sie mir dann als Darlehen (unbesichert und endfällig) zurückgeben. Somit bleibt die Liquidität erhalten, meine Kinder haben steuerfrei Zinseinkünfte und ich kann die Zinsen steuerlich geltend machen. Problem ist nur der Missbrauch? Ich kann nach meinem Verständnis nicht einfach Geld verschenken, und dieses dann als Darlehen wiederhaben wollen. Gibt es hier eine Idee?
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Sachsen Anhalt
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Steuerberater mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Nein.

Guten Tag,

grundsätzlich ist das schon möglich, sofern die Vereinbarungen fremdüblich sind und Sie sich das Geld dann mittels Darlehensvertrag von Ihren Kindern leihen und die Zinsen auch zahlen (wie bei einem Vertrag mit fremden Dritten). Daher können Sie das also grundsätzlich so umsetzen, sollten aber für die Vereinbarungen die Schriftform einhalten. Wichtig in dem Zusammenhang ist, dass das Geld wirtschaftlich dann Ihren Kindern gehören muss und diese dann einen Herausgabeanspruch haben.

Weiterhin ist zu beachten, dass die Schenkungen dem Finanzamt gemeldet werden müssen (§ 30 ErbStG). Das gilt auch dann, wenn die Freibetrag von 400.000 EUR je Kind nicht überschritten werden und daher keine Schenkungssteuer entsteht.

Beantwortet das Ihre Frage?

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

P.S.: in der Regel wird automatisch vom System ein Telefonat angeboten. Dieses erfolgt automatisch, so dass Sie es bitte nur annehmen, wenn Sie kostenpflichtig telefonieren möchten.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Besten Dank! Die Fremdüblichkeit ist völlig klar. Hierzu habe ich bereits Vergleichsangebote eingeholt. Auch, dass das Geld dann meinen Kinder zusteht. Ich habe halt nur Angst, wegen dieser missbräuchlichen Gestaltung , weil ich schon Fälle gelesen habe, wo diese Schenkung mit Rückdarlehen nicht anerkannt wurden.

Wie gesagt: wichtig sind die schriftlichen Vereinbarungen.

Und dann noch eine Besonderheit bei der Besteuerung von Zinsen. Normalerweise gilt ja die Abgeltungssteuer nach § 32d EStG. Allerdings gibt es noch folgende Regelung:

Absatz 1 (= 25% Abgeltungssteuer) gilt nicht

1. für Kapitalerträge im Sinne des § 20 Absatz 1 Nummer 4 und 7 sowie Absatz 2 Satz 1 Nummer 4 und 7,

a)wenn Gläubiger und Schuldner einander nahe stehende Personen sind, soweit die den Kapitalerträgen entsprechenden Aufwendungen beim Schuldner Betriebsausgaben oder Werbungskosten im Zusammenhang mit Einkünften sind, die der inländischen Besteuerung unterliegen und § 20 Absatz 9 Satz 1 zweiter Halbsatz keine Anwendung findet,

Es kommt also zwingend der normaler Steuersatz zur Anwendung, was aber erst dann nachteilig wäre, wenn der Steuersatz Ihrer Kinder über 25% liegt bzw. der Sparerpauschbetrag überschritten ist.

Ich würde mich freuen, wenn Sie abschließend eine Bewertung mit 3-5 Sternen hinterlassen (Sterne bitte oben rechts anklicken), da ich nur dann anteilig vom Portal vergütet werde. Vielen Dank ***** ***** :-)

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Vielen Dank. Die Bewertung gebe ich gern ab. Also nur zum Verständnis, da es nahe Angehörige sind entfällt das Steuergefälle (45% bei meiner Einzelunternehmung und 25% Kapitalertragssteuer bei den Darlehensgebern). Sprich die Darlehensgeber (Kinder) versteuern mit ihrem persönlichen Steuersatz.. Da meine Kinder 4 und 10 Jahre alt sind, haben sie hier aber noch einen Freibetrag von über 8.000€ - sodass hier der persönliche Steuersatz bei 0% liegt. Ist meine Denke so korrekt?

Ja, genau. Das wäre dann korrekt. Wenn die Zinserträge dann nicht gerade riesig sind, sondern sich unter den Grundfreibeträgen bewegen, fällt keine Einkommensteuer an.

Das ist im Grunde genommen das gleiche Konstrukt, wenn man Kindern vermietete Immobilien überträgt. Dann müssten die Kinder die Mieteinkünfte versteuern. Wenn diese aber unter dem Grundfreibetrag liegen, fällt keine Einkommensteuer an.