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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5060
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Hallo liebes Team, Fachassistent(in): In welchem Bundesland

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo liebes Team,
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Ich lebe in Bayern
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Steuerberater mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Entschuldigen, das war eine Fehlinformation. Ich lebe in Hessen!Dabei habe ich eine Frage.
Ich mache mich gerade selbstständig als freiberufliche Journalistin und möchte meine erste Rechnung stellen. Kurz zum Hintergrund: Ich habe bis August in einer Festanstellung gearbeitet.
Ich bin mir nun unsicher, ob ich eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent berechne oder nicht. Ich denke dabei an die Kleinunternehmerregelung, bin aber unsicher, ob die für mich gilt.
Zudem stelle ich eine zweite Rechnung, auf der ich eine Fahrtkostenpauschale berechne, Parkkosten und Einkauf. Berechne ich auch hier eine Mehrwertsteuer?Ganz herzlichen Dank für Ihre nette Hilfe!Viele Grüße, Lisa

Hallo!

Wie hoch wird denn in etwa Ihr Gesamtumsatz in diesem Jahr sein? Sie haben sich im September selbständig gemacht?

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

P.S.: in der Regel wird automatisch vom System ein Telefonat angeboten. Dieses erfolgt automatisch, so dass Sie es bitte nur annehmen, wenn Sie kostenpflichtig telefonieren möchten.

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Hallo lieber Herr Christiansen,ist der Gesamtumsatz mein Gesamtbrutto, das ich in meiner Festanstellung eingenommen habe? Das liegt bei etwa 22.750 Euro.Genau, seit September nehme ich freiberufliche Projekte an.Viele Grüßen und lieben Dank!

Nein, der Umsatz ist nur der Betrag, den Sie aus Ihrer selbständigen Tätigkeit einnehmen werden (Planwert).

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Das heißt, der liegt bei 0. Da das auch meine erste Rechnung ist, richtig?

Sie dürften auf das volle Kalenderjahr hochgerechnet nicht mehr als 22.000 EUR Umsatz machen. Wenn Sie im September angefangen sind also nicht mehr als 22.000 EUR x 4/12 = 7.333 EUR bis zum 31.12.2022. Sollten Sie darunter bleiben, dann stellen Sie insgesamt keine Umsatzsteuer in Rechnung und verweisen auf der Rechnung auf die Kleinunternehmerregelung "Umsatzsteuer wird gem. § 19 UStG nicht erhoben".

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Darf ich fragen, wie sich die Summe von 22.000 Euro berechnet? Ich habe immer wieder etwas von 17.500 Euro gelesen.

Die 22.000 EUR ist die erhöhte Kleinunternehmergrenze, die seit 2019 gilt. Diese wurde mal von 17.500 EUR auf 22.000 EUR erhöht.

Auszug aus § 19 UStG:

(1) Die für Umsätze im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 geschuldete Umsatzsteuer wird von Unternehmern, die im Inland oder in den in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebieten ansässig sind, nicht erhoben, wenn der in Satz 2 bezeichnete Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 22 000 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50 000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Vielen Dank, ***** *****Was passiert, wenn ich theoretisch im November oder Dezember doch auf mehr als 22.000 Euro komme?

Wenn es ungeplant ist, wovon ich ausgehe, wären Sie in 2022 trotzdem noch Kleinunternehmerin. Ab 2023 wären Sie dann aber verpflichtet, Umsatzsteuer zu berechnen.

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Verstehe. Das bedeutet, ich kann jetzt im Jahr 2022 erstmal alle Rechnungen ohne Umsatzsteuer ausstellen.Ab 2023 werde ich über 22.000 kommen. Stelle ich dann bereits ab der ersten Rechnung im Januar meine Rechnungen mit Umsatzsteuer aus?

Genau: in 2022 könnten Sie es dann ohne USt berechnen, wenn Sie voraussichtlich die (hochgerechnet) 22.000 EUR nicht überschreiten.

Wenn Sie in 2022 also darunter bleiben und in 2023 voraussichtlich nicht über 50.000 EUR kommen, könnten Sie auch in 2023 noch Kleinunternehmerin bleiben. Erst ab 2024 wären Sie dann umsatzsteuerpflichtig, wenn in 2023 der Umsatz über 22.000 EUR lag.

Liegen Sie allerdings in 2022 (hochgerechnet) über 22.000 EUR, dann müssten Sie bereits ab 2023 Umsatzsteuer ausweisen und abführen.

Konnte ich Ihre Fragen denn soweit beantworten?

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Entschuldigen Sie, ich musste kurz telefonieren! Ich muss noch einmal nachfragen, ob ich es verstanden habe, da ich sehr fern von der Materie bin.Also, ich darf meine Rechnungen ohne Umsatzsteuer ausstellen. Auch wenn ich über 22.000 Euro dieses Jahr noch komme, bleiben sie ohne Umsatzsteuer.Ab 2023 würde ich in meinem Fall pauschal eine Umsatzsteuer berechnen, da ich wahrscheinlich auf über 50.000 Euro komme.habe ich das so richtig verstanden? Oder alles durcheinander gebracht? :)

Nein, das wäre dann korrekt. Aber in 2022 dürften Sie nur dann keine Umsatzsteuer erheben, wenn Sie aus heutiger Sicht bzw. zum Gründungszeitpunkt nicht vorsehen konnten, ob Sie die (hochgerechneten) 22.000 EUR überschreiten.

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Wie kann ich das verargumentieren, dass ich es nicht vorhersehen konnte? Muss man das zugegebener Zeit verargumentieren?

Wenn Sie z.B. bei Gründung schon wussten, dass Sie diverse Aufträge mit einem gewissen Volumen bekommen, dann könnte es mit der Argumentation schwierig sein. Wenn sich diese Aufträge aber erst nach Gründung gegeben hat, dann ist das eben die "zufällige" Entwicklung. Wer sind denn Ihre Kunden? Vielleicht stört es diese ja gar nicht, wenn Sie USt berechnen, weil dieses sich die Umsatzsteuer als Vorsteuer wieder abziehen können.

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Ah ich verstehe! Meine Kunden sind Fernsehproduktionsfirmen, mit denen ich gemeinsam Filme mache.
Ist es ratsam, die Umsatzsteuer generell zu berechnen? Da die Firmen, wie Sie beschrieben haben, das Geld ohnehin als Vorsteuer wieder abziehen können?

Dann würde ich die Umsatzsteuer gleich mit berechnen. Denn wenn Sie ab 2023 ohnehin umsatzsteuerpflichtig werden, können Sie jetzt auch schon damit anfangen, zumal den Kunden die Umsatzsteuer wegen des Vorsteuerabzugs nicht stören wird.

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Okay! Ein kurzer Hinweis: Ich habe noch nicht offiziell gegründet. Ich bin bei der Arbeitsagentur gemeldet und nehme freie Projekte an, bei denen ich mich immer wieder offiziell von der Agentur abmelde bis ich gründe. Ändert das die Situation?

Nein, das ändert in dem Sinne nichts an der Situation. Wenn die Kunden zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, sollten Sie Umsatzsteuer ausweisen. Aber bedenken Sie bitte auch, dass Sie sich dann steuerlich auch kurzfristig anmelden. Hierzu ist der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auf Elster.de auszufüllen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie abschließend eine Bewertung mit 3-5 Sternen hinterlassen (Sterne bitte oben rechts anklicken), da ich nur dann anteilig vom Portal vergütet werde. Vielen Dank ***** ***** :-)

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Super, vielen Dank für die nette Hilfe! Einen schönen Abend :)

Sehr gerne, für Sie auch :-)