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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4214
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine Frage zur Anmeldung eines

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich habe eine Frage zur Anmeldung eines Kleingewerbes. Ich bin Studentin und habe nebenbei einen Minijob - handel es sich dann um ein Nebengewerbe, das ich anmelden muss? Ist es richtig, dass die Einnahmen des Minijobs in der Freibetragsgrenze inbegriffen sind? Und kann ich als Sonderausgaben die Studiengebühren (private staatlich anerkannte Uni) bei meinem Erststudium von der Steuer absetzen? Danke!
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): NRW
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Steuerberater mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Nein, danke

Hallo!

Wäre es zeitlich für Sie in Ordnung, wenn ich Ihnen bis spätestens 14.30 Uhr eine Antwort zukommen lasse? Ich verstehe Sie richtig: Sie sind als Minijobberin bei einem Arbeitgeber angestellt?

Viele Grüße!

Knut Christiansen

Steuerberater

P.S.: das automatische Telefonangebot bitte ignorieren.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Hallo Herr Christiansen,da ich Sie ja mit einigen Fragen überhäufe, ist es auch völlig in Ordnung, wenn Sie mir auch nach 14:30 erst eine Antwort geben. Vielen Dank!
Genau, ich bin beim IB auf Minijobbasis, also bei einem Arbeitgeber, angestellt. Nebenbei würde ich mich nun gerne selbstständig machen, als Schmuckgestaltern/ Schmuckproduktion unter anderem für ein kleines Unternehmen, welches ihren Schmuck online vertreibt. Nun würde ich gerne im Rahmen der Kleinunternehmerregelung selbstständig nebenbei arbeiten. Ich habe gerade mit meiner Krankenversicherung gesprochen und da ich die 20 Stunden/ Woche an Arbeitszeit nicht überschreiten werde und auch nicht plane, selbst jemanden anzustellen, wird sich an meinem Studententarif der KV nichts ändern. Jedoch plane ich ca 400-600 Euro im Monat mit dem Kleingewerbe zu erwirtschaften, wodurch ich mit den 450 Euro/ Monat vom Minijob über die Freibetragsgrenze gelange. Ich bin vorher noch nie mit Steuern in Kontakt gekommen, deshalb habe ich kaum Ahnung und im Internet sind super viele Informationen, da weiß ich nicht wo ich anfangen soll. Es handelt sich dann ja um die Einkommensteuer, oder ? Oder kommen noch weitere Steuern hinzu ? Außerdem wüsste ich gerne, welcher Steuerklasse ich dann angehöre. Ich bin 25, ledig, Studentin und ohne Kinder. Außerdem habe ich mich gefragt, wie sich das mit der Übungsleiterpauschale verhält - man kann auf dieser Basis ja bis zu 3000 Euro steuerfrei jährlich verdienen - oder hat das einen Einfluss auf meine anderen Tätigkeiten und den Freibetrag?
Und ist es dann richtig, dass ich ab dem 31. Juli eines Jahres anfange, meine Rechnungen (für die Sonderausgaben etc.) zu sammeln, um sie für das nächste Jahr einreichen zu können ? Weil wenn ich durch betriebliche Ausgaben bzw. Sonderausgaben Steuern zurückbekomme, bin ich dann trotzdem über dem Freibetrag ? Tut mir leid, für diese Flut an fragen. Ich hoffe Sie können mir ein bisschen helfen, Klarheit in das Gewusel zu bringen.
Vielen Dank für Ihre Zeit!Liebe GrüßeElena Fernández

Hallo Frau Fernández,

hier gerne die Rückmeldung auf Ihre Fragen:

Der Minijob bleibt grundsätzlich steuerfrei, weil hier der Arbeitgeber eine pauschale Lohnsteuer entrichtet. Dieser Verdienst wird also nicht auf Ihren Grundfreibetrag von etwa 10.000 EUR p.a. angerechnet. Der Grundfreibetrag ist der Betrag, der jedem Steuerpflichtigen in Deutschland zusteht, so dass Einkommen bis zu diesem Betrag (zu versteuerndes Einkommen) steuerfrei bleibt. Wenn Sie also in einem Jahr nur den Minijob haben und zusätzlich etwa 5.000 - 7.000 EUR Einkommen aus einer selbständigen Tätigkeit, würde hier noch keine Einkommensteuer anfallen. Dennoch müssten Sie wegen der gewerblichen Einkünfte dann eine Steuererklärung abgeben. Die Kosten für das Erststudium sind allerdings nur im Rahmen der Sonderausgaben abzugsfähig. Da Ihre Steuer dann aber voraussichtlich schon 0 Euro sein wird, wirken sich diese Kosten dann in dem Sinne nicht mindernd aus (weniger als 0 Euro Steuern geht ja nicht). Verlustvorträge lassen sich bei Sonderausgaben nicht erzeugen (das geht nur beim Zweitstudium bzw. einer Zweitausbildung).

Die Steuerklasse spielt bei der selbständigen Tätigkeit keine Rolle. Diese wird nur beim Lohnsteuerabzug verwendet, wenn Sie ein Arbeitsverhältnis über 450 Euro hätten. Dann hätten Sie die Steuerklasse 1.

Sofern Sie insgesamt beim Umsatz unter 22.000 EUR im Jahr bleiben, können Sie die Kleinunternehmerregelung anwenden. Das heißt: Sie müssen dann keine Umsatzsteuer erheben und in Ihren Rechnungen ausweisen. Insofern wäre das zunächst die einfachere Variante.

Die Übungsleiterpauschale können Sie im Rahmen Ihrer Selbständigkeit nicht beanspruchen. Diese wird nur dann angewendet, wenn Sie nebenberuflich z.B. als Ausbilder tätig sind oder unterrichten (an einer Schule, Volkshochschule, Uni).

Die Belege müssen Sie immer für das gesamte Jahr sammeln, also vom 1.1. bis 31.12. Die Steuererklärung ist dann, wenn Sie nicht steuerlich beraten werden, bis zum 31.07. des Folgejahres einzureichen.

Ich hoffe Ihre Fragen damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justAnswer an mich als externer Experte vermittelt wurde, freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung, damit ich von justanswer (anteilig) vergütet werde. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne über dem Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

P.S.: in der Regel wird automatisch vom System ein Telefonat angeboten. Dieses erfolgt automatisch, so dass Sie es bitte nur annehmen, wenn Sie kostenpflichtig telefonieren möchten.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Danke für Ihre ausführliche Antwort!
Ein paar Fragen haben sich jedoch daraus noch ergeben. So habe ich im Internet gelesen, dass wenn der Minijob über die Steuer ID läuft, das Einkommen daraus ganz normal zum Grundfreibetrag dazu zählt. Nun musste ich diese angeben, als ich den Vertrag für den Minijob unterschrieben habe und auch auf der Verdienstabrechnung ist diese mit aufgeführt. Deshalb bin ich mir jetzt immer noch nicht sicher, ob das in meinem Fall nicht zum Grundfreibetrag dazuzählt?
Und noch eine Frage zur Übungsleiterpauschale: ich arbeite 2-3 Mal im Jahr als Teamerin bei Klassenfahrten und werde mit 500 Euro/ Woche vergütet - das ist ja somit eine pädagogische Arbeit und fällt damit in die Übungsleiterpauschale, oder ? Und diese wäre dann trotz des Grundfreibetrages und trotz des Minijobs steuerfrei? Wenn ich das richtig verstanden habe könnte ich also 5400 € (Minijob) + bis zu 3000 € (Übungsleiterpauschale) + Freibetrag von bis zu 10.000 € = 18.400 € steuerfrei und legal in einem Jahr verdienen können?Außerdem bedeutet das dann für mich, dass es sich nicht lohnt, Belege zu sammeln, die ich als Sonderausgaben von der Steuer absetzen könnte, weil ich ohnehin im steuerfreien Bereich bleibe. Jedoch die Rechnungen, die ich ausstelle, müsste ich zum neuen Steuerjahr einreichen, richtig?Lieben Dank und viele GrüßeElena Fernández

Seit diesem Jahr müssen bei Minijobs zwingend die Steuer-ID´s angegeben werden. Das hat nichts mit der Besteuerung an sich zu tun. Aber fragen Sie zur Sicherheit mal bei Ihrem Arbeitgeber nach, ob er die pauschale Steuer abführt oder ob er Ihre Lohnsteuerklasse (1) zugrunde legt.

Die nebenberufliche Tätigkeit bei der Schule würde grundsätzlich unter die Übungsleiterpauschale fallen. Bis zu 3.000 EUR wären somit steuerfrei (zzgl. Grundfreibetrag). Und wenn der Minijob von Ihrem Arbeitgeber pauschal versteuert wird, kämen noch einmal 12x450 Euro dazu.

Sonderausgaben würden sich in Ihrem Fall wirklich nicht lohnen. Ich würde dennoch erst einmal die Belege aufbewahren, wer weiß, was im Laufe des Jahres noch passiert. Wegwerfen können Sie diese ja später immer noch. Die von Ihnen geschriebenen Rechnungen und Belege bzgl. Ihres Unternehmens müssen Sie sogar 10 Jahre aufbewahren.

Viele Grüße!

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Super, vielen lieben Dank noch mal! :)

Sehr gerne :-)