So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Knut Christiansen.
Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5509
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
Knut Christiansen ist jetzt online.

Guten Tag. Ich bin seit November bei einem neuen Arbeitgeber

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag.Ich bin seit November bei einem neuen Arbeitgeber angestellt tätig und werde im Februar einen Firmenwagen erhalten.Ich wohne in München wo ich auch zwei Tage Home Office pro Woche mache, mein Dienstsitz und Arbeitsplatz ist Offenbach am Main bei Frankfurt, wo ich drei Tage pro Woche verbringe. Nach Offenbach fahre ich mit dem Zug oder nehme den Flieger, dort wohne ich im Hotel. Perspektivisch möchte ich auf Grund der langen Strecke maximal einmal im Monat mit dem Firmenwagen nach Offenbach und zurück fahren, ansonsten weiterhin komfortabel mit Zug oder Flugzeug reisen.„Auf dem Papier“ habe ich für das Finanzamt einen täglichen, einfachen Weg zur Arbeit von 394km, wofür ich mehrere Tausend Euro im Monat zusätzlich versteuern müsste, was den Dienstwagen natürlich sehr unattraktiv machen würde.Andere dienstliche Fahrten als das gelegentliche Pendeln nach Offenbach sind nicht vorgesehen; die private Nutzung wird von der Anzahl der Fahrten her deutlich überwiegen, im Schnitt aber nur ca. 200km im Monat betragen.Welche Möglichkeiten gibt es, hier eine gerechte und realistische Besteuerung zu erreichen? Notfalls würde ich von Fahren mit dem Firmenwagen zur Arbeitsstätte auch völlig absehen.Von der Anmeldung eines Zweitwohnsitzes in Offenbach möchte ich absehen, da ich dann die Zug-, Flug- und Hotelkosten nicht mehr als Werbungskosten geltend machen kann.Ich freue mich auf Ihren Antwort. Beste Grüße,Philipp Sczeponik

Guten Tag,

gerne bereite ich Ihnen eine Antwort bis spätestens 17.30 Uhr vor. Ich hoffe das ist zeitlich für Sie in Ordnung?

Viele Grüße!

Knut Christiansen

Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Hallo Herr Christiansen. Das ist kein Problem, lassen Sie sich Zeit. Beste Grüße, Philipp Sczeponik

Super, bis später!

Hallo, hier nun die Rückmeldung.

Sie haben auch die Möglichkeit, statt der pauschalen 0,03%-Methode für die Fahrten Wohnung-1. Tätigkeitsstätte eine Abrechnung nach tatsächlich genutzten Tagen vorzunehmen. Dabei müssten Sie dem Arbeitgeber monatlich eine Aufstellung der tatsächlich mit dem Dienstwagen durchgeführten Fahrten von Ihrer Wohnung zur Arbeit vorlegen, die dieser dann zu den Lohnunterlagen nehmen muss. Danach muss er dann abrechnen. In dem Fall würde jede Fahrt nur mit 0,002% bewertet werden. Das ist dann deutlich günstiger als die 0,03% (diese entspricht 15 Fahrten pro Monat x 0,002%).

Die Methode wäre mit dem Arbeitgeber abzustimmen. Sollte er sich nicht bereit erklären, die Einzelbewertung der Fahrten durchzuführen, so könnten Sie dann im Rahmen der Einkommensteuererklärung die EInzelbewertung vornehmen und sich so zuviel gezahlte Steuern zurückholen. Allerdings ist das nur für steuerliche Zwecke möglich. Die Sozialversicherungsbeiträge erhalten Sie nicht zurück. Daher wäre die monatliche Einzelbewertung im Rahmen der Gehaltsabrechnung deutlich günstiger für Sie.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst melden Sie sich gerne noch einmal. Ansonsten bitte ich um positive Bewertung mit 3-5 Sternen (bitte oben anklicken), da ich nur dann anteilig vom Portalbetreiber vergütet werde.

Viele Grüße!

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Hallo Herr Christiansen. Besten Dank für die Auskunft, ich werde das mit meinem Arbeitgeber klären.Eine erneute fünf-Sterne-Bewertung haben Sie schon sicher, ich würde aber gerne noch die Anschlussfrage stellen, ob Sie bei meiner ungewöhnlichen Konstellation (1x Pendeln pro Monat mit 800km Fahrtstrecke, dazu ca. 200km an Privatfahrten) die 1%-Regelung oder ein Fahrtenbuch für vorteilhafter halten.Besten Dank erneut und freundliche Grüße,
Philipp Sczeponik

Können Sie sagen, wie hoch ungefähr der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs ist und wie hoch die Gesamtkosten des Fahrzeugs im Jahr für den Arbeitgeber?

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Bruttolistenpreis sind €56.000. Die jährlichen Kosten würde ich ohne Sprit auf €2.000 schätzen (Versicherung, Steuer, Wartung). Mein Arbeitgeber ist Automobilhersteller, ich bin mir nicht sicher ob dies hier einen (kostensenkenden) Einfluss hat...

Okay, zu den Kosten gehört dann ja auch die Abschreibung auf das Fahrzeug, die ich mal mit etwa 7.000 EUR p.a. schätzen würde. Gesamtkosten also etwa 9.000 EUR.

Wieviel Km fahren Sie pro Jahr rein betrieblich (zu Kunden etc.)?

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Betrieblich gar nicht, ich bin im Innendienst, das Fahrzeug ist eigentlich ein "Geschenk" des Arbeitgebers und eine Marketingmaßnahme um Visibilität auf der Straße zu schaffen. Die einzigen geschäftlichen Fahrten sind die Fahrt nach Offenbach und zurück einmal im Monat (bzw. wie oft ich eben lustig bin).

Bei der 1%-Regelung wären Sie für die Privatfahrten bei 560 EUR/Monat, für die Fahrten Wohnung-Arbeit 1 x Monate dann bei 56.000 EUR x 0,002% x 394km = 441 EUR. Zusammen also 1.001 Euro /Monat oder grob 12.000 EUR p.a.

Beim Fahrtenbuch liegen Sie dann bei 100% Privatnutzung, da die Fahrten Wohnung-Arbeit zu den Privatfahrten gezählt werden. Das heißt, Sie müssten hier dann grob 9.000 EUR p.a. versteuern. Im Verhältnis ist das natürlich auch noch recht hoch für die doch verhältnismäßig geringe Nutzung. Sie zahlen dann ja etwa 2.500 EUR Steuern darauf und auch noch mal etwa 1.800 EUR Sozialabgaben.

Steuerlich könnten Sie natürlich dann 12 Fahrten im Jahr x 394km x 0,35 EUR/Km (die ersten 20 x 0,30 Euro vernachlässige ich mal) geltend machen = 1.654 Euro Werbungskosten.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Okay, also würde sich schon die Nutzung eines Fahrtenbuches empfehlen? Dieses zu führen würde mir nichts ausmachen.

Ja, das wäre auf jeden Fall günstiger als die 1%-Regelung.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Alles klar, besten Dank. Dann wünsche ich einen guten Abend und eine guten Wochenstart.

Sehr gerne! Für Sie auch einen schönen Abend und eine gute Woche!

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.