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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 3222
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Ich habe das Asbest-Dach meines selbstbewohnten Hauses

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe das Asbest-Dach meines selbstbewohnten Hauses saniert, um eine PV-Anlage zu installieren. Das Dach war nicht sanierungsbedürftig. Unter welchen Umständen kann ich die Kosten der Dachsanierung als Betriebsausgabe bei der PV-Anlage (Regelbesteuerung) geltendend machen und die Vorsteuer der Dachsanierung ziehen? Ich habe dazu Urteile von 2011 gefunden, die aber unterschiedlich ausfallen. Siehe https://www.sfv.de/artikel/asbest-dachsanierung_zur_installation_einer_pv-anlage
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): niedersachsen
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Fragesteller(in): nein

Guten Tag,

gerne prüfe ich Ihre Frage und melde mich bis spätestens heute nachmittag dazu. Ich hoffe das ist zeitlich für Sie in Ordnung?

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen

Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Klar, eilt nicht.

Super, bis später!

Die Urteile aus 2011 sind leider nicht mehr aktuell. Nach einem BFH-Urteil aus dem Jahr 2015 sind die Kosten einer Dachsanierung eines privat genutzten Hauses nicht im Rahmen der Einkünfte aus Gewerbebetrieb (PV-Anlage abzugsfähig). Etwas anderes würde nur gelten, wenn durch einen Gutachter nachgewiesen wird, dass die Dacherneuerung notwendig gewesen wäre (z.B. wegen der Statik). Aber auch dann hätte man den Anteil der abzugsfähigen Kosten nachweisen müssen, weil ja ein (größerer) Anteil auch immer noch der eigentlichen Nutzung (Dach für private Wohnzwecke) dient.

Was den Vorsteuerabzug betrifft: man müsste hier (da keine Dacherneuerung aus statischen Gründen erfolgt ist) nach BFH-Rechtsprechung ermitteln, welche (fiktiven) Umsätze mit dem Gebäude erzielt werden. Wenn z.B. die fiktive Miete für die Immobilie im Jahr 9.000 EUR betragen würde und die Stromerzeugung der PV-Anlage 1.000 EUR Umsatz generiert, dann könnte man 10% der Vorsteuerbeträge geltend machen. Diese Aufteilung muss aber objektiv nachvollziehbar sein.

Wie Sie sehen, wird es also relativ schwer die Kosten der Dachsanierung steuerlich geltend zu machen (bis auf den Lohnkostenanteil aus der Sanierung, denn diese können Sie ja als Handwerkerleistungen nach § 35a EStG absetzen)

Beantwortet das Ihre Fragen? Sonst melden Sie sich gerne noch einmal.

Viele Grüße!

Knut Christiansen

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für die schnelle und vollumfassende Antwort! Das hat meine Frage genau beantwortet!

Sehr gerne! Ganz vielen Dank für das Trinkgeld! :-)