So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Christian P.
Christian P
Christian P, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 2342
Erfahrung:  Tax Manager bei Kelvion
103664560
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
Christian P ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, folgender Fall bzgl.

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren, folgender Fall bzgl. steuerlicher Berücksichtigung: Aktionäre einer insolventen Firma stellen einen finanziellen Anspruch im Insolvenzverfahren, da sie der Auffassung sind, dass ihnen ein bestimmter Teil des Unternehmens (unbeschränkte Tochtergesellschaft) zusteht. Der Teil der Aktionäre, der mit diesem Anspruch prozessiert wird von einem Gericht als Gläubiger anerkannt und wird entsprechend der Berücksichtigung aller anderen Gläubiger aus der Insolvenzmasse bedient. Mit welcher Steuer hat so ein Aktionär nach deutschem Steuerrecht zu rechnen, wie ist es mit dem Verlustvortrag, da die Forderung nur teilweise bedient wird?
Alternativ: An wen kann man sich mit dieser Frage wenden?
Vielen Dank
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Rheinland Pfalz
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Fragesteller(in): Nein, ich will nur wissen, wo ich mit diesem Anliegen weiterkomme.
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Nachtrag: Der Aktionär macht mit der teilweisen Bedienung der Forderung Gewinne, behält seine Aktien, die irgendwann wertlos werden.

Guten Morgen, darf ich zum Sachverhalt fragen was damit gemeint ist, der Aktionär mache mit der Bedienung Gewinn, wenn seine Aktien wertlos werden.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Der Aktionär hat die Aktien für die Summe x gekauft und bekommt aus der Bedienung der Forderung den Betrag y, der größer ist als x.
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Nachtrag: Die Aktien des Aktionärs sind nur das Kriterium, nach dem ihm, weil er Teil des prozessierenden Aktionäre ist, die Forderung vom Insolvenzrichter zugestanden wird.

Ich habe den Sachverhalt noch nicht verstanden, die Forderung erhält der Aktionär oder die Aktionäre wegen des laufenden Insolvenzverfahrens. Ich habe verstanden, dass der Teil der Tochtergesellschaft offenbar mehr wert ist als die inzwischen wertlos gewordenen Aktien der Muttergesellschaft. Offenbar handelt es sich dann bei den Anteilen an der Tochtergesellschaft noch um den letzten werthaltigen Teil, der verteilt werden kann.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Ausführlicher: Eine Firma geht in Insolvenz und hat eine unbeschränkte Tochtergesellschaft, die nicht zur Befriedigung von Gläubigeransprüchen herangezogen werden kann. Die Gläubiger entfachen darum einen Rechtsstreit und wollen sich die Tochtergesellschaft aneignen. Ein Teil der Aktionäre zieht vor Gericht und stellt zu diesem Zweck eine Geldforderung gegen die Firma auf (sage 1 Mrd.). Diese Geldforderung wird anerkannt und in das Forderungsregister aufgenommen, durch viele Instanzen hindurch aber als nachchrangig eingestuft. Irgendwann entscheidet ein Gericht, dass die Forderung nicht nachrangig sei, das (inzwischen schon Jahre dauernde) Insolvenzverfahren soll aber nicht neu aufgerollt werden (gilt als unverhältnismäßig), weshalb nicht alle Aktionäre berücksichtigt werden sollen, sondern nur die, die (jahrelang) geklagt haben. Ihre Forderung wird vom Gericht zu diesem Zweck zu einem gewissen Grad anerkannt und sie bekommen aus der Insolvenzmasse eine Zahlung (die Gläubiger haben sich nicht getraut den Betrag, den sie auss dem Verkauf der unbeschränkten Tochtergesellschaft erhalten haben bereits zu verteilen, wollen jetzt aber an das Geld heran und das geht nur, wenn sie das Verfahren beenden - ein Zweck, dem die prozessierenden Aktionäre im Weg stehen). Auch das Gericht hat den Zweck das Verfahren zu beenden und stift zu diesem Zweck die Forderung der Aktionäre hoch. Die Ausschüttung findet dann als Streichung von Schulden (der Forderung der Aktionäre) statt und jeder Aktionär kann seine indicviduelle Bilanz aufstellen (wieviel habe ich für die Aktien bezahlt und was bekomme ich heraus), was aber nicht dem rechtlichen Status entspricht. Rechtlich ist er Gläubiger (das Gericht hat es beschlossen) und bekommt einen Teil seiner Forderung aus der Insolvenzmasse bedient. Die Aktien sind Aktien der Muttergesellschaft und längst wertlos, werden nur nicht gestrichen, weil dieses Gerichtsverfahren läuft und eben strittig ist (eigentlich ist es unstrittig), ob die Aktien der Muttergesellschaft bezgl der Tochtergesellschaft ein gegen die Gläubiger vorrangiger Anspruch sind. Die Entscheidung wird (sehr wahrscheinlich) sein, nein, das sind sie nicht, aber diejenigen, die prozessiert haben erhalten mit ihrer Forderung des Status von Gläubigern. Inzwischen ist das Gled aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft der einzige noch zu verteilende Teil, den Rest haben die Gläubiger längst unter sich aufgeteilt.

m.E. handelt es sich hier um eine Vermögensverteilung aus der Insolvzenmasse zwecks Gläubigerbefriedigung. Ich sehe da keine steuerpflichtigen Einkünfte.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Christian P und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.