So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Knut Christiansen.
Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 2536
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
Knut Christiansen ist jetzt online.

Private Gegenstände in Betriebsvermögen einbringen?

Diese Antwort wurde bewertet:

private Gegenstände in Betriebsvermögen einbringen?
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Hessen
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Fragesteller(in): Nein

Guten Tag,

welche Frage haben Sie konkret bzw. welchen Sachverhalt?

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Also, ich lebe in Kassel (Hessen) und bin seit 01.04.2021 selbstständig. Leider hatte ich einen Kunden gehabt der es sehr eilig hatte. Aus diesem Grund war ich gezwungen Waren privat einzukaufen über Amazon etc. bevor ich selbständig wurde und meine USt-IdNr. bekam. Jetzt möchte ich eine Rechnung schreiben und diese Waren neben den Dienstleistungen in Rechnung stellen. Das Problem ist, dass ich ja bereits privat die 19% Steuer bezahlt habe. Wenn ich die Waren nochmal in Rechnung Stelle fallen wieder die 19% an. Somit würde das Finanzamt ja doppelte Steuer kassieren. Wie könnte ich dieses Problem wider gerade ziehen?

Mit dem Einkauf sind Sie bereits unternehmerisch in Erscheinung getreten (Vorbereitungshandlungen). Daher können Sie die Vorsteuer aus dem Einkauf der Ware als Vorsteuer geltend machen. Die bereits gezahlte Umsatzsteuer erhalten Sie dann vom Finanzamt erstattet.

Im Umsatzsteueranwendungserlass heißt es u.a.:

Die Unternehmereigenschaft beginnt mit dem ersten nach außen erkennbaren, auf eine Unternehmertätigkeit gerichteten Tätigwerden, wenn die spätere Ausführung entgeltlicher Leistungen beabsichtigt ist (Verwendungsabsicht) und die Ernsthaftigkeit dieser Absicht durch objektive Merkmale nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird. 2In diesem Fall entfällt die Unternehmereigenschaft – außer in den Fällen von Betrug und Missbrauch – nicht rückwirkend, wenn es später nicht oder nicht nachhaltig zur Ausführung entgeltlicher Leistungen kommt. 3Vorsteuerbeträge, die den beabsichtigten Umsätzen, bei denen der Vorsteuerabzug – auch auf Grund von Option – nicht ausgeschlossen wäre, zuzurechnen sind, können dann auch auf Grund von Gesetzesänderungen nicht zurückgefordert werden.

Damit sind Sie wie gesagt auch vor offizieller Anmeldung schon Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes und können die Vorsteuer geltend machen.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justAnswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung, damit ich von justanswer vergütet werde. Diese Vergütung beträgt etwa 18 Euro und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Ich bin daher auf Ihre Mithilfe angewiesen. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne über dem Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Hier als Ergänzung noch der Auszug aus Absatz 2:

Als Nachweis für die Ernsthaftigkeit sind Vorbereitungshandlungen anzusehen, wenn bezogene Gegenstände oder in Anspruch genommene sonstige Leistungen (Eingangsleistungen) ihrer Art nach nur zur unternehmerischen Verwendung oder Nutzung bestimmt sind oder in einem objektiven und zweifelsfrei erkennbaren Zusammenhang mit der beabsichtigten unternehmerischen Tätigkeit stehen (unternehmensbezogene Vorbereitungshandlungen). 2Solche Vorbereitungshandlungen können insbesondere sein:

  • der Erwerb umfangreichen Inventars, z.B. Maschinen oder Fuhrpark,

  • der Wareneinkauf vor Betriebseröffnung,

  • die Anmietung oder die Errichtung von Büro- oder Lagerräumen,

  • der Erwerb eines Grundstücks,

  • die Anforderung einer Rentabilitätsstudie,

  • die Beauftragung eines Architekten,

  • die Durchführung einer größeren Anzeigenaktion,

  • die Abgabe eines Angebots für eine Lieferung oder eine sonstige Leistung gegen Entgelt.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Alles klar ich verstehe. Das heißt ich kann meine Rechnung ganz normal schreiben mit den Bruttobeträgen worauf dann die Umsatzsteuer anfällt die ich dann an das Finanzamt weiterleite. Im Nachhinein kann ich dann die Vorsteuer die ich erbracht habe wieder zurück holen stimmts?

Genau: die Umsatzsteuer, die Sie von Ihren Kunden erhalten müssten Sie an das Finanzamt abführen/weiterleiten. Die Umsatzsteuer, die Sie zahlen, können Sie sich als Vorsteuer abziehen bzw. erstatten lassen.

Verkaufen Sie z.B. für netto 100 EUR zzgl. 19% USt müssten Sie 19 Euro an das Finanzamt zahlen. Wenn Sie aber z.B. Waren für 50 Eur zzgl. 19% = 9,50 EUR USt eingekauft haben, ziehen Sie die 9,50 EUR von den 19 Euro an, so dass Sie nur 9,50 EUR zahlen müssten.

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Vielen Dank

Sehr gerne!