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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 2531
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, am 13.09.2019 hatte ich eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,am 13.09.2019 hatte ich eine Frage gestellt, inwieweit Gewerbesteuer bei der Veräußerung eines Grundstückes anfällt im Rahmen einer erweiterten Gewerbesteuerkürzung. Steuerberater Herr Peter hatte geantwortet, dass in der von mir dargestellten Konstellation Gewerbesteuer anfiele. Dies hatte ich seinerzeit so interpretiert, dass immer Gewerbesteuer bei der Veräußerung von Grundstücken auch im Rahmen einer erweiterten Gewerbesteuerkürzung anfällt. Möglicherweise hatte Herr Peter jedoch den Grund für das Anfallen von Gewerbesteuer im Bestehen eines Rumpfjahres gesehen.Stutzig geworden bin ich nun, da ich in einem Buch von Dorn: „Fallstricke der erweiterten Grundstückskürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 ff. GewStG unter besonderer Berücksichtigung der Beteiligung an anderen Unternehmen“ folgendes las: „Damit gehört zu den begünstigten Tätigkeiten im Wesentlichen die Vermietung und Verpachtung eines Grundstückes, aber auch die Veräußerung des Grundbesitzes, wenn diese sich als letzter Akt der Fruchtziehung aus einer zu erhaltenden Substanz darstellt, also insbesondere die Grenze der Gewerblichkeit nicht überschreitet.“Sehen Sie das auch so wie Dorn? Besteht also grundsätzlich die Möglichkeit, die Veräußerung im Rahmen der erweiterten Grundstückskürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 ff. GewStG so zu gestalten, dass im Ergebnis keine Gewerbesteuer auf den Veräußerungsgewinn entsteht?Viele Grüße
JanCustomer

Guten Tag,

gerne prüfe ich Ihre Frage und melde mich im Laufe des Nachmittags zurück.

Viele Grüße!

Knut Christiansen

Steuerberater

Wenn ich mir die Rechtsprechung anschaue, dann kann es bei einer Veräußerung mit Ablauf zum 31.12. (nicht hingegen mit Wirkung zum 01.01. des neues Jahres!) eine Begünstigung geben, weil die ausschließliche Verwaltung eigenen Grundbesitzes vorgelegen hat:

Einem Grundstücksunternehmen ist die erweiterte Kürzung zu gewähren, wenn es sein einziges Grundstück zum 31.12., 23.59 Uhr, des Erhebungszeitraums veräußert, die fehlenden Minute gilt dann als rechtstechnisches Element, ähnlich der sog. juristischen Sekunde (ebenda, Rz. 59, BFH vom 11. 8. 2004 – BStBl II S. 1080, H 9.2 Abs. 1 EStH).

Eine unterjährige Veräußerung mit Fortführung der Gesellschaft (GmbH, UG, KG, etc.) würde den Tatbestand der ausschließlichen Verwaltung nicht erfüllen (https://www.roedl.de/themen/fonds-brief/2014-07-23/erweiterte-kuerzung-des-gewerbeertrags-bei-grundstuecksunternehmen).

Sofern die Gesellschaft die Tätigkeit unmittelbar mit Veräußerung einstellt, dürfte auch hier eine Chance vorhanden sein, die erweiterte Gewerbesteuerkürzung zu erhalten. Allerdings muss dann sicher die Liquidation angemeldet sein, so dass nach außen erkennbar wird, dass die werbende Tätigkeit eingestellt wurde.

Wird hingegen nicht der einzige Grundbesitz veräußert, sondern z.B. eine von zwei Immobilien und erfüllt die Gesellschaft weiterhin die anderen Voraussetzungen der erweiterten Kürzung, wäre auch der Veräußerungsgewinn begünstigt, sofern kein gewerblicher Grundstückshandel vorliegt.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

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Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

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