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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 2562
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Hallo, Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): bzw. guten Morgen! In Baden-Württemberg
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Fragesteller(in): Es geht um das Thema Besteuerung beim Verkauf bestandsgeschützter Alt-Anteile eines Fonds (Kauf vor 2009)

Guten Morgen,

welche Frage haben Sie denn konkret? Dann prüfe ich gerne, ob ich Ihnen helfen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen

Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Morgen! Es geht darum, dass ich im Jahr 2000 Anteile von zwei im Ausland ansässigen Fonds erworben habe, die im Jahr 2020 verkauft wurden. Nun stellt sich die Frage der Besteuerung. Die Frage ist ob die Zwischengewinne durch die fiktive Veräußerung am 31.12.2017 nun beim Verkauf der Anteile im Jahr 2020 versteuert werden müssen. Ich dachte, dass dies aufgrund des Erwerbs vor 2009 unter den Bestandsschutz fällt, wenn ich die Daten im WISO-Sparbuch eingebe fallen jedoch Steuern für die angegeben Zwischengewinne an. Wie ist die Sachlage aus Ihrer Sicht?

Okay, alles klar. Wenn es für Sie in Ordnung ist, kümmere ich mich heute Vormittag um Ihre Frage und melde mich dann später.

Viele Grüße!

Knut Christiansen

Hallo!

Der Gewinn, der bei bestandsgeschützten Altanteilen anfällt, wird nach der Reform des Investmentsteuergesetzes durch die depotführenden Banken grundsätzlich erst einmal besteuert. Allerdings gibt es bzgl. dieser Gewinne einen Freibetrag von 100.000 EUR (§ 56 Abs. 6 InvStG). Dieser Freibetrag wird allerdings nur im Rahmen der Veranlagung (Einkommensteuererklärung) gewährt. Voraussetzung ist allerdings, dass dieser Gewinn durch die depotführende Bank entsprechend in der Steuerbescheinigung bescheinigt wird. Dann wird der Betrag in Zeile 10 der Anlage KAP eingetragen (siehe Screenshot). Wurde dieser nicht korrekt bescheinigt, so muss in der Zeile 10 in der 2. Spalte ein korrigierter Wert eingetragen werden. Dann können Sie gegenüber dem Finanzamt anhand der Kaufunterlagen nachweisen, dass die Anteile vor dem 01.01.2009 erworben wurden.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justAnswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung, damit ich von justanswer vergütet werde. Diese Vergütung beträgt etwa 18 Euro und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Ich bin daher auf Ihre Mithilfe angewiesen. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne über dem Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ok, das verstehe ich. Allerdings haben weder Threadneedle Investments noch Alliance Bernstein Steuerbeträge abgeführt, mir wurde jeweils das Gesamte Fonds-Guthaben ohne Abzug aufs Konto überwiesen, insofern haben die Erträge nicht dem deutschen Steuerabzug unterlegen und müssten eigentlich an anderer Stelle in der Steuererklärung deklariert werden?

Wurden diese Depots im Ausland geführt? Wie hoch waren die Gewinne seit 2018 und haben Sie ggfs. einen Sparerfreibetrag beansprucht?

Ansonsten wären diese Beträge in der Anlage KAP-INV in Zeile 14/15 bzw. 17/18 einzutragen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Die Depots wurden im Ausland geführt. Die Beträge waren eher gering, Gewinne ab 2018 weit unterhalb der 100 000,-€.
Mein Problem ist dass die Zwischengewinne aus der fiktiven Veräußerung vom 31.12.17 nun durch den Verkauf 2020 laut WISO besteuert werden, dies ist mir rätselhaft. Die Beträge sehen Sie in den nachfolgenden Screenshots.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Datei angehängt (2LSM711)

Haben Sie auch die Steuerberechnung für mich als Screenshot?

Können Sie sonst den noch vorhandenen Freibetrag von 100.000 EUR für bestandsgeschützte Altanteile in der Software (Anlage KAP) erfassen?

In unserer Kanzleisoftware kann dieser Freibetrag gesondert eingetragen werden und wird dann auch berücksichtigt. Hierfür gibt es aber kein offizielles Feld auf der Anlage KAP. Ansonsten wird der Freibetrag vom Finanzamt im Rahmen der Steuerveranlagung berücksichtigt. Wenn WISO diesen Freibetrag nicht berücksichtigt, weil man ihn nicht eintragen kann, dann wäre das ein Software-Problem.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Datei angehängt (VQ13Q7T)

Es sieht so aus, als wenn die Software den Freibetrag nicht berücksichtigt. Können Sie diesen in der Dialogbearbeitung irgendwo mit 100.000 EUR zum 31.12.2019 erfassen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Nein, ich denke das ist nicht das Problem. Die Software besteuert den zwischengewinn der durch die fiktive Veräußerung zum 31.12.17 zustande gekommen ist. Der Freibetrag von 100 000 gilt doch erst für Gewinne die ab dem 1.1.18 bis zum Verkauf anfallen und diese Gewinne werden von der Software ja auch nicht besteuert, sondern nur der o.g. zwischengewinn, der eigentlich meines Erachtens aber auch nicht besteuert werden dürfte, da die Fondsanteile vor 2009 angeschafft wurden. Ich denke ich sollte den WISO-Support kontaktieren ob es sich um ein Software Problem handeln könnte.

Die Zwischengewinne durch die fiktiven Veräußerungen zum 31.12.2017 dürften auch nicht besteuert werden, weil diese ja unter die Altregelung fallen (Anschaffung vor 2009). Leider kann ich Ihnen bei der Softwareeingabe nicht helfen, da ich die Software nicht kenne. Wir arbeiten wie gesagt mit einer Kanzleisoftware (Datev). Vielleicht kann Ihnen der Support von Wiso bei der Eingabe in der Software besser helfen. Das Finanzamt selbst müsste diese Beträge allerdings ohnehin steuerfrei veranlagen.

Das Problem könnte darin liegen, dass Sie den fiktiven Zwischengewinn angegeben haben. Das Programm kann hier ja nicht erkennen, dass es sich um Altanteile handelt. Ist es in der Software möglich, den mittleren Teil (fiktiver Verkauf zum 31.12.2017) frei zu lassen?

Bei Anteilen, die nach dem 31.12.2008 erworben wurden, wurde der Zwischengewinn ja freigestellt und muss erst bei tatsächlicher Veräußerung versteuert werden. Von daher wäre es logisch, dass das Programm die Steuer berechnet, weil die Software nicht weiß, dass es Altanteile sind. Hier muss es in der Software die Möglichkeit geben, dass Sie angeben können, dass es sich insgesamt um Altanteile handelte.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Die Software weiß dass es Alt-Anteile sind, da das Anschaffungsdatum angegeben werden muss. Es ist aber tatsächlich möglich die Zwischengewinne nicht anzugeben, ich werde die Steuererklärung ohne die Angabe abgeben und kann dann ja evtl. Nachfragen seitens des Finanzamtes beantworten. Danke für Ihre Mühe und einen schönen Tag!

Okay, alles klar! Für Sie auch einen schönen Tag!

Viele Grüße!

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.