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Christian P
Christian P, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1944
Erfahrung:  Tax Manager bei Kelvion
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Christian P ist jetzt online.

Schönen guten Tag, ich habe einige Fragen bzgl. der

Diese Antwort wurde bewertet:

Schönen guten Tag,ich habe einige Fragen bzgl. der Möglichkeit eines Nebenverdienstes. Ein Freund hat mir angeboten nebenberuflich regelmäßig für ihn Software zu entwickeln (ca. 1500€ für 30 Std/Monat). Hauptberuflich bin ich ebenfalls Softwareentwickler. Nun wäre eine Frage: wie soll ich mich am besten beschäftigen lassen? Als Freelancer oder als Angestellter? Darf man überhaupt im Nebenverdienst so viel verdienen oder fällt man dann mit einem der Jobs in Steuerklasse 6?
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Hessen
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Fragesteller(in): Ich bin aktuell in Steuerklasse 1 und habe einen jährlichen Bruttoverdienst von rund 63.000€

Guten Morgen ich bereite eine Antwort für Sie vor

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Morgen,
vielen Dank, ***** ***** gespannt...es ist auch die Frage, welches Beschäftigungsverhältnis sich steuerlich mehr lohnt.

Für mich macht an Ihrer Stelle eine Freelancerbeschäftigung Sinn um nicht 2xmal Sozialversicherungsbeiträge zahlen zu müssen

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
d.h. ich stelle dann Rechnungen aus. Muss ich hierbei etwas beachten? Und wie sieht es mit der Haftung aus, sollte ich mal einen Fehler programmiert haben, der das Unternehmen Geld kostet
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
und wie viele Steuern müsste ich als Freelancer zahlen?

Genau Sie müssen Rechnungen schreiben, welche Umsätze haben Sie geplant? Zur Haftung fragen Sie bitte einen Rechtsanwalt.

Die gesamte Steuerbelastung hängt von der Höhe Ihres gesamten Einkommens ab

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Aktuell sind monatlich rund 2000 - 2500 Euro geplant. Der Bruttolohn meines Hauptarbeitgebers beträgt ca. 5.200 Euro monatlich

Sind Sie verheiratet und in der Kirche?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
nicht verheiratet aber in der kirche

Dann rechnen Sie grob mit einer Steuerbelastung von ca 30% auf die Freelancereinnahmen

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Okay...und wie genau sind jetzt die nächsten Schritte? Ich muss mich wahrscheinlich beim Finanzamt melden. Bin ich dann Freiberufler oder Freelancer? Und welchen Teil der Steuererklärung muss ich dann nächstes Jahr ausfüllen? Handelt es sich um das EÜR-Formular?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Achso, und ab welchen Beträgen muss im Umsatzsteuer oder Gewerbesteuer zahlen?

Genau Sie müssten sich noch beim Finanzamt anmelden und dann für die Nebentätigkeit eine EÜR erstellen. Gewerbesteuer wird bei den prognostizierten Einnahmen nicht anfallen, aber Umsatzsteuer müssen Sie in Rechnung stellen und vom ersten Euro an abführen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ab welchem Betrag fällt denn Umsatzsteuer an? Denn sonst würde ich meine Stunden ggf. so reduzieren, dass ich unter diesen Betrag falle...

Hier ein Auszug aus dem Gesetz zur Kleinunternehemrregelung:

Die für Umsätze im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 geschuldete Umsatzsteuer wird von Unternehmern, die im Inland oder in den in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebieten ansässig sind, nicht erhoben, wenn der in Satz 2 bezeichnete Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 22.000 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.

Für 1 Jahr können Sie die Regelung in Anspruch nehmen oder Sie versuchen dauerhaft unter den 22.000 EUR als Umsatz zu bleiben.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
okay...wie hoch ist denn diese Umsatzsteuer, wenn ich sie draufschlagen würde?

19% auf den Nettorechnungsbetrag

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
okay alles klar...das bedeutet, im laufenden Jahr werde ich wohl nicht über 22.000€ Umsatz liegen und im darauffolgenden Jahr (2022) nicht über 50.000€. Ich müsste dann praktisch erst 2023 Umsatzsteuer abführen oder auf welches Jahr bezieht sich das "Vorjahr"?

ja genau so ist das zu verstehen.

Haben Sie weitere Rückfragen? Ansonsten bin ich Ihnen verbunden, wenn Sie meine Antwort durch Anklicken auf 3 bis 5 Sternen bewerten würden, da diese erst im Anschluss vergütet wird.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja eine Frage hätte ich dann nochmal kurz: d.h. im ersten Schritt muss ich mir die Erlaubnis meines Arbeitgebers zur Nebentätigkeit einholen. Dann melde ich mich beim Finanzamt als Freiberufler/selbständiger an oder muss ich ein Gewerbe gründen?
Und erst im Anschluss darf ich Rechnungen in meinem Namen ausstellen und muss diese in der eür im nächsten Jahr versteuern.

Zur Reihenfolge, Sie können zuerst im Arbeitsvertrag nachschauen, ob eine Nebentätigkeit erlaubt ist oder ansonsten beim Arbeitgeber um Erlaubnis bitten. Sie gründen dann ein Gewerbe und melden sich mit einem steuerlichen Erfassungsbogen beim Finanzamt an und zeigen dort an, dass Sie eine Nebentätigkeit aufnehmen werden.

Rechnungen müssen Sie - sofern Sie diese mit Umsatzsteuer stellen - monatsweise anmelden (also Voranmeldungen zur Umsatzsteuer einreichen) und die Umsatzsteuerzahllast an das Finanzamt abführen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja im Arbeitsvertrag ist geregelt, dass ich bei jeder Nebentätigkeit eine schriftliche Erlaubnis brauche.
Zählt denn der Beruf des Softwareentwicklers nicht zu den freiberuflichen Tätigkeiten? Und benötige ich zwingend ein Gewerbe oder kann ich mich auch als Selbstständiger beim Finanzamt melden?
Umsatzsteuer würde ja vermutlich in den ersten Jahren nicht anfallen, da ich im ersten Jahr unter 22.000€ und im darauffolgenden Jahr unter 50.000€ Gewinn plane...

Der Softwareentwickler ist ein Gewerbetreibender und kein Freiberufler, da dieser nicht im § 18 EStG als Berufsgruppe genannt worden ist. Daher sollten Sie ein Gewerbe anmelden.

Als Kleinunternehmer können Sie dann nach § 19 UStG Rechnungen an Ihre Kunden ohne Umsatzsteuer stellen, sollten aber in den Rechnungen einen Hinweis auf Ihre Kleinunternehmereigenschaft geben.

Falls weitere Rückfragen bestehen sprechen Sie mich gern an.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Okay letzte Frage: wo muss ich das Gewerbe denn anmelden und entstehen mir dadurch weitere Kosten?

Beim Gewerbeamt sollte das geschehen, zu den Kosten kann ich Ihnen leider nichts sagen (ich denke, diese variieren auch von Gemeinde zu Gemeinde), aber ich schätze eine Gebühr sollte hier nicht allzu hoch ausfallen (ein Bearbeitungsentgelt vom Amt).

Bestehen noch weitere Rückfragen die ich klären kann?

Ich würde mich freuen wenn Sie Ihre Anfrage durch Anklicken von 3 bis fünf Sternen abschließen würden. Erst dann werden meine Antworten anteilig vergütet.

Christian P und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.