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alva3172015
alva3172015, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1466
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht sowie Internationales Steuerrecht
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Thema Mehrwertsteuer/Vorsteuer Vermietung Standort: Bayern

Diese Antwort wurde bewertet:

Thema Mehrwertsteuer/Vorsteuer Vermietung
Standort: Bayern
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe ein Gewerbehaus gemietet. 90% dieser Fläche vermiete ich kleinteilig an Selbständige, aber auch an Privatpersonen als z.B. Hobbyraum oder Wohnraum gewinnbringend, ohne Umsatzsateuer weiter. Ich habe in den Räumen auch mein Büro. Ich bin Musiker und verdiene mein Geld zu mindestens 60% durch das Betreiben einer Musikschule (von der Umsatzsteuer befreit).
Frage: stimmt es, dass mein Vermieter nicht zur Umsatzsteuer optieren kann, weil mehr wie 5% meiner Einkünfte nicht mehrwersteuerpflichtig sind und er dementsprechend seien Ausgaben (Renovierungen/Instandhaltung/etc.) er nicht von der Umsatzsteuer absetzen kann?Die Räume die ich vermiete habe ich teilweise renoviert. Hauptsächlich fielen Materialkosten an.
Frage: Ist es richtig, dass ich bei diesen Ausgaben keine Mehrwertsteuer geltend machen kann, weil ich sie für eine Tätigkeit (das weitervermieten) die nicht der Mehrwertsteuer unterliegt ausgeben habe? Und wenn ja, würde sich das dann auch für die Ausgaben meiner Musikschule so verhalten?Grundsätzlich keine Mehrwertsteuerrückerstattung von Käufen die für einen nicht mehrwertsteuerpflichtigen Tätigkeit angeschafft wurden?Danke für Ihre HilfeRalf Müller

Mein Name ist Hermes und ich bin Spezialist für Steuerrecht aus Unterhaching. Hatten wir nicht bereits das Vergnügen (nähe Rosenheim)?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja, das kann gut sein

Ein Moment bitte noch.

Der Vermieter liegt richtig. Der Gesetzgeber bestimmt, dass die Fläche ausschließlich für umsatzsteuerpflichtige Tätigkeit genutzt wird, damit der Vermieter tatsächlich zur Umsatzsteuer optieren kann. Zum Teil haben einige Mieter aber auch geringe nicht umsatzsteuerpflichtige Umsätze. Hier lassen die Finanzämter derzeit einen Grenzwert von 5 % der Umsätze als unschädlich zu.

Falls Sie z.B. auch Wohnraum kurzfristig vermieten unterliegen diese Einnahmen der Umsatzsteuer mit 7 %, dann können Sie auch im Gegenzug die Vorsteuer aus den Rechnungen für Materialkosten ziehen. Nichts anderes gilt, wenn Sie z.B. die Räume als gewerblicher Zwischenvermieter (weiter) vermieten, auch untervermieten.

Bei Ausgaben für die Musikschule können Sie nicht die Vorsteuer aus den Rechnungen für Material geltend machen!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke, ***** ***** eher anders herum, der Vermieter wollte unbedingt zur Umsatzsteuer optieren, ich sagte, dass ich das nicht möchte und er es auch nicht kann

D***** *****egen Sie als Mieter richtig.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich habe nichts mit Mehrwertsteuer vermietet. Also bedeutet das in meinem Fall von allem was ich für Vermietung und Musikschule ausgegeben nicht die Mehrwertsteuer ziehen kann?

Ja..

Leider.

Ist bei Ihrem Vermieter genauso.

Er kann dann halt auch keine Vorsteuer aus Baukosten und Renovierung ziehen.

beantwortet dies Ihre Frage?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
eine Frage hätte ich noch: der Vermieter hat mehr oder weniger auf die Umsatzsteuer bestanden. Der Deal wäre fast nicht zustande gekommen. Nach langem hin und her zwischen unseren Steuerberatern hater nicht zur Umsatzsteuer optiert, wollte aber folgenden Satz im Vertrag
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Meien Gedanke ***** ***** dass er natürlich von allen Renovierungen etc. die Umsatzsteuer gezogen hat und bei evtl. Problemen einer Betriebsprüfung mich wiederum haftbar machen möchte. Könnte ich da in irgendeiner Form Probleme bekommen?

Nein, da er die Vermietung grundsätzlich umsatzsteuerfrei ist, es sei denn er optiert hierzu; es besteht aber keine Pflicht zur Ausübung der Option. Die Bestimmung ist zudem bereits zu ungenau und unbestimmt. Wann und für welchen Zeitraum müssten Sie dann nachzahlen.

Nein, in eine Haftung bei einer Betriebsprüfung des Vermieters geraten Sie nicht.

Der Vermieter darf einfach keine Vorsteuer ziehen, wenn er es trotzdem macht, ist es allein sein Problem.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ok, er hätte in meinem Fall eh nicht zur Mehrwertsteuer optieren können, weil die meisten meiner Umsätze von der Mehrwertsteuer befreit sind, richtig?

JA!

Zudem hätte er den Betrag für die Umsatzsteuer auch explizit in den Mietvertrag mit aufnehmen müssen, damit Sie diese auch schulden.

Für Sie wäre das wahrlich ein schlechtes Geschäft als Betreiber einer Musikschule in BA

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja, und wenn ein Vermieter an eine Musikschule eh nur Mehrwertsteuerfrei vermieten darf, hätte man sich die ganze Diskussion sparen können :-)

genau...

logisch.

alva3172015 und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Super, danke für die Hilfe,
Einen schönen Abend noch und bis bald

Gern geschehen. habediehre