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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 2193
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Guten Abend, folgendes Szenario: Sohn erhält von Vater Summe

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend,
folgendes Szenario:Sohn erhält von Vater Summe X zu Anlagezwecken in Kryptowährungen.
Dies wurde auch inklusive der überwiesenen Beträge schriftlich festgehalten und von beiden unterschrieben.
Angenommen, die Kryptowährungen werden innerhalb von einem Jahr wieder gewinnbringend veräußert, so sind diese Gewinne steuerpflichtig.
Der Sohn soll an den erwirtschafteten Gewinnen teilig partizipieren. Die Partizipationsrate wurde ebenfalls in oben genanntem "Vertrag" festgehalten.
Wer hat hier den Gewinn zu versteuern und fällt in diesem gesamten Szenario irgendwo Schenkungsteuer an?Dankeschön!

Guten Abend,

gerne prüfe ich Ihre Frage und melde mich morgen dazu.

Viele Grüße!

Knut Christiansen

Steuerberater

Guten Morgen,

aus meiner Sicht werden Sie hier gewerblich tätig, weil Sie für Ihren Vater (= einen Dritten) die Anlagen tätigen. In dem Fall müsste Ihr Vater die Gewinne aus den Kryptowährungen versteuern, könnte aber Ihnen Anteil wie eine Art Provision von den Gewinnen abziehen. Sie wiederum müssten den Anteil (Provision) als Einkünfte aus Gewerbebetrieb versteuern.

Schenkungssteuer fällt nicht an, weil hier ja keine Schenkung gewollt ist. Sie sind ja vertraglich verpflichtet die Gewinne abzgl. Provision auszuzahlen. Da auch bei Anlage auf nicht feststeht, dass überhaupt ein Gewinn anfällt, kann keine Schenkung vorliegen.

Beantwortet das Ihre Frage? Dann freue ich mich über eine positive Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen oder einem „Danke“ als Kommentar. Bitte beachten Sie, dass hier nur eine Ersteinschätzung möglich ist und eine persönliche Beratung nicht ersetzt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Hallo Herr Christiansen,ich danke ***** *****ür die Antwort! Alles soweit verständlich. Und auch ganz richtig: ich bin der Sohn.
Aus Ihrer Antwort ergeben sich für mich allerdings ein paar Folgefragen. Ich hoffe, dass Sie diese auch in diesem Rahmen beantworten können und ich nicht nochmal eine neue Frage einreichen muss.1. Muss ich diese gewerbliche Tätigkeit melden? Ab welchen Beträgen ist das meldepflichtig?2. Meiner Recherche zufolge, hat mein Vater einen Schenkungsteuer Freibetrag an mich von 400.000 Euro innerhalb von 10 Jahren. Ist es legitim, wenn mein Vater 100% der Gewinne versteuert und mir meinen Anteil dann in Form einer Schenkung zukommen lässt? Dann spart man sich ja schließlich die Provisionsversteuerung. Setz natürlich voraus, dass die Partizipationsrate am Gewinn gestrichen wird.3. Welche Formalien müssen zum Nachweis des Sachverhalts beim Finanzamt eingehalten werden? Reicht ein selbsterstellter Vertrag, der obige Absichten beinhaltet oder müssen für diesen Vorgang irgendwelche normierten Verträge herangezogen werden?Ich bin auf jeden Fall bereit, Ihnen eine 5-Sterne Bewertung und eine Empfehlung zu hinterlassen.
Ich danke vielmals!

Hallo!

Insgesamt wäre es natürlich einfacher, wenn Sie die Transaktionen so gestalten, dass Ihr Vater der Inhaber der Währungen ist ist und es nicht „auf Ihre Rechnung“ läuft.

Wenn Sie es jedoch so wie geplant gestalten, müssten Sie es in dem Momant gewerblich anmelden, ab dem Sie tätig werden. Das ist unabhängig davon, ob Sie zu diesem Zeitpunkt schon einen Umsatz machen oder nicht. Es zählt der Zeitpunkt, ab dem Sie tätig werden.

Ihr Vater kann Ihnen natürlich auch den/einen Betrag schenken. Es ist richtig, dass hier ein Freibtrag von 400.000 EUR in 10 Jahren gilt.

In dem Fall müssten Sie die Schenkung schriftilch dem FInanzamt mitteilen (innerhalb von drei Monaten nach Schenkung). Hier reichen Angaben zum Schenker und zum Beschenkten, das Verwandschaftsverhältnis und die Höhe der Schenkung. Sollten bereits früher Zuwendungen erfolgt sein, so müssten diese vom Wert und Datum her angegeben werden. Besondere Verträge sind hier nicht vorzulegen. Da die Schenkung ja erst vollzogen werden kann, wenn ein Gewinn entstanden ist, müsste diese Schenkung im Nachhinein gemeldet werden.

Viele Grüße!

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Und für meinen Vater gelten die Gewinne dann als Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften (§23 EStG); zählen also zu den sonstigen Einkünften (§22 EStG)?
Denn dann fiele die Versteuerung der Gewinne auf Seite meines Vaters nach einjähriger Haltedauer der Kryptos weg; ergo Brutto = Netto.Gruß!

Ja, wenn es innerhalb eines Jahres zu Gewinnen kommt, sind diese nach Paragraph 23 EStG in Verbindung mit Paragraph 22 EStG steuerpflichtig. Werden die Kryptowährungen länger als 1 Jahr gehalten, ist der Gewinn steuerfrei.

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Gewerbesteuer fällt dann gar keine an, da ich schließlich kein Gewinn gemacht habe?

Nein, Gewerbesteuer fällt erst ab einem Gewinn von mehr als 24.500€ an.

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ok, alles verstanden!
Dann werden wohl die einzigen Gebühren die Eröffnung des Gewerbes sowie die "Strafe" für rückwirkende Eröffnung umfassen... :).Herr Christiansen, ich bedanke ***** ***** bei Ihnen. Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Sonntag und alles Gute!
Lars

Gern geschehen!

Bitte denken Sie auch daran, das Gewerbe steuerlich beim Finanzamt anzumelden und nicht nur beim Gewerbeamt.