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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1731
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Hallo, meiner Einkommenssteuererklärung stolpere ich gerade

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, im Rahmen meiner Einkommenssteuererklärung stolpere ich gerade über die Versteuerung des Dienstwagens. Da ich aufgrund von Homeoffice und eines vorhandenen ÖPNV-Tickets deutlich weniger als 15 Fahrten pro Monat mit dem Dienstwagen zur 1. Tätigkeitsstätte fahre, möchte ich im Rahmen der Einkommenssteuererklärung auf die Möglichkeit der Versteuerung der Einzelfahrten mit 0,002 % zurückgreifen. Mein Arbeitgeber behält im Rahmen der Gehaltsabrechnung die Pauschalversteuerung von 0,03 % ein. Nun meine Fragen: 1.) Ist es korrekt, dass ich nur die Fahrten angeben und versteuern muss, die ich mit dem Dienstwagen zur 1. Tätigkeitsstätte gefahren bin? Fahrten, die mittels ÖPNV erfolgen sind hierbei dann nicht zu berücksichtigen? 2.) Wie belege ich die Fahrten gegenüber dem Finanzamt? Ich habe eine Tabelle geführt, wann ich mit ÖPNV und wann mit dem Dienstwagen zur Arbeitsstätte gefahren bin und wann ich im Homeoffice gearbeitet habe. Genügt das?
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Ich lebe in NRW.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: Nein.

Guten Tag,

gerne prüfe ich Ihre Frage und melde mich im Anschluss mit einer Antwort. Bitte geben Sie mir einen Moment Zeit, die Antwort schriftlich zu verfassen.

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Es ist korrekt, dass im Rahmen der Besteuerung des geldwerten Vorteils 0,03% des Bruttolistenpreis herangezogen werden. Fahren Sie tatsächlich weniger als 15 x (0,002%) im Monat, so können Sie im Rahmen der Steuererklärung die Differenz geltend machen und Ihr zu versteuerndes Einkommen entsprechend mindern. Fahrten mit dem ÖPNV sind nicht zu berücksichtigen. Sie müssen die Fahrten entsprechend nachweisen. Am besten wäre es, wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber die Anwesentheitstage im Büro bescheinigt bzw. angibt, dass Sie entsprechend viele Tage im Homeoffice waren und daher die Tätigkeitsstätte nicht aufgesucht haben. Weiterhin müssten Sie dann noch die Tage angeben und durch Tickets belegen, die Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit gefahren sind.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justAnswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung. Diese Vergütung beträgt 50% des von Ihnen gezahlten Betrags und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Ich bin daher auf Ihre Mithilfe angewiesen. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an.Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Guten Tag Herr Christiansen,vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.Ich habe eine Abo-Ticket, dass immer für ein Semester gültig ist, welches ich natürlich belegen kann. Eine Anwesenheitsbestätigung meines Arbeitgebers werde ich nicht erhalten, da es grundsätzlich keinen Anwesenheitsnachweis (ortsbezogen) bei uns gibt. darüber hinaus kann ich Anzahl und Wochentage frei bestimmen, an denen ich im Homeoffice arbeite. Ich arbeite in einem Konzern, Sonderregelungen oder individuelle Lösungen wird es hier leider nicht geben. Weder rückwirkend noch zukünftig werde ich eine solche Bestätigung erhalten können. Handelt es sich hierbei denn um eine zwingende Unterlagen, die das Finanzamt benötigt oder hängt es letztlich von der Willkür des Finanzbeamten ab, ob meine Aufstellung ohne Beleg durch den Arbeitgeber akzeptiert wird oder nicht? Die Art der Anreise, sprich, ob ich mit dem Dienstwagen oder mit ÖPNV angereist bin, kann mein Arbeitgeber sowieso nicht überprüfen.Eine ergänzende Frage hätte ich noch: kann ich die Entfernungspauschale von 0,30 €/einfachem Entfernungskilometer für alle Fahrten zur 1. Tätigkeitsstätte ansetzen unabhängig davon, ob ich mit Dienstwagen oder ÖPNV angereist bin?Mit freundlichen Grüßen
Katja Heese

Hallo Frau Heese,

grundsätzlich könnten Sie natürlich auch durch das Abo-Ticket glaubhaft machen, dass Sie das Fahrzeug nur unregelmäßig für die Fahrten zur 1. Tätigkeitsstätte nutzen. In der Verwaltungsanweisung heißt es:

Hierzu muss der Arbeitnehmer fahrzeugbezogen darlegen, an welchen Tagen (mit Datumsangabe) er das betriebliche Kraftfahrzeug tatsächlich für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte genutzt hat. Zudem hat er durch geeignete Belege glaubhaft zu machen, dass und in welcher Höhe der Arbeitgeber den Zuschlag mit 0,03 Prozent des Listenpreises für jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte ermittelt und versteuert hat (z. B. Gehaltsabrechnung, die die Besteuerung des Zuschlags erkennen lässt; Bescheinigung des Arbeitgebers).

Das heißt, es ist nicht zwingend eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorgeschrieben. Allerdings müssen die Angaben glaubhaft sein, was insbesondere durch das ÖPNV-Ticket aus meiner Sicht gewährleistet ist.

Grundsätzlich können Sie aber auch 0,30 EUR/KM Entfernungspauschale geltend machen. Das ist unabhängig vom Dienstwagen oder ÖPNV.

Viele Grüße!

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Abschließend noch eine letzte Frage: spielt es bei meiner persönlichen Versteuerung eine Rolle, ob und wie oft ich meinem Lebensgefährten den Dienstwagen für Privatfahrten oder Fahrten zur seiner Arbeitsstätte zur Verfügung stelle?

Das ist grundsätzlich unerheblich, weil Sie ja sicherlich zusätzlich noch 1% geldwerten Vorteil versteuern. Ich würde das allerdings nicht "an die große Glocke" hängen.

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Auskunft und viele Grüße!

Sehr gerne! Alles Gute für Sie.