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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1503
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Ich bin selbst Steuerberater. Ein Mandant von mir wurde

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin selbst Steuerberater. Ein Mandant von mir wurde insolvent und vom Gericht wurde ein Insolvenzverwalter bestellt. Dieser verlangst von mir nun die Herausgabe der Daten wogegen ich nichts einwenden kann. Allerdings verlangt er diese per USB Stick. Ich bin lediglich bereit ihm die Daten per E-Mail zu schicken. Er droht mit Klage. Frage: Bin ich verpflichtet ihm die Daten auf einem USB Stick zu schicken? Oder genüge ich meiner Pflicht wenn ich ihm anbiete die Daten per E-Mail zu schicken? Freundl. Gruß, Burger
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Hessen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: Vermutlich nicht.

Guten Tag,

ich prüfe das gerne einmal für Sie und melde mich im Laufe des Tages dazu, wenn das zeitlich für Sie in Ordnung ist.

Schöne Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Ja, gerne.

Hier einmal ein Merkblatt der Bundessteuerberaterkammer: https://www.stbk-hessen.de/fileadmin//customer/5._Aktuelles_und_Berufsrecht/Umgang_mit_Datenbest%C3%A4nden_bei_Mandatsbeendigung_und_-wechsel.pdf

U.a. steht dort:
Der Steuerberater muss daher den reibungslosen und vollständigen Übertrag auf den neuen Berater ermöglichen. Es ist dabei ohne Bedeutung, ob die Daten aus dem elektronischen System des Steuerberaters vor Ort oder aus einem von einem Auftragsverarbeiter betriebenen Rechenzentrum stammen. Die Verantwortung für die Vollständigkeit der zu übertragenden Daten hat der abgebene Berater.

Aus meiner Sicht lässt sich hier nicht ableiten, auf welchem Speichermedium die Daten bereit gestellt werden müssen. Ob nun DVD, USB-Stick oder Email sollte eigentlich egal sein, solange Sie sicher stellen, dass die übertragenen Daten vollständig sind.

Finanzbehörden können wiederum verlangen, dass die Daten nach ihren Vorgaben maschinell ausgewertet oder ihr die gespeicherten Unterlagen und Aufzeichnungen auf einem maschinell verwertbaren Datenträger zur Verfügung gestellt werden (FG Schleswig-Holstein 12.10.2015 2V 95/15).

Hilft Ihnen das so weiter?

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Der Meinung bin ich auch. Allerdings meinte die Steuerberaterkammer hier der Ansicht ich müsste den USB Stick zur Verfügung stellen. Die Empfehlung der Bundessteuerberaterkammer lässt die Frage offen. Wenn Sie sonst keine näheren Fundstellen haben müssen wir es dabei belassen.

Weitere Fundstellen habe ich leider nicht. Hat denn der Insolvenzverwalter die Annahme der Daten per Email abgelehnt?

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Ja, hat er. Er besteht auf einem USB Stick.

Ist für mich ebenso unverständlich wie für Sie. Ich würde zumindest auf die Übersendung eines USB-Sticks bestehen oder die Kosten dafür erstatten lassen (aus Prinzip).

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.

Hier noch eine Ergänzung von folgender Seite: https://www.stbk-hessen.de/aktuelles-berufsrecht/mandatsbeendigung/

Kann der Mandant die Herausgabe der Daten an sich selbst verlangen (z. B. per E-Mail, auf DVD oder USB-Stick) oder kann der Vorberater darauf bestehen, dass die Daten auf den neuen Steuerberater übertragen werden, weil er wissen möchte, wer der neue Steuerberater ist?

Diese Frage wird sehr oft in den Fällen gestellt, in denen der Vorberater wissen möchte, welchen neuen Steuerberater der Mandant beauftragt hat. Daran kann der Vorberater durchaus ein Interesse haben, z. B. wenn er den begründeten Verdacht hat, dass ein ausgeschiedener Partner seiner Kanzlei entgegen einem vertraglich vereinbarten Wettbewerbsverbot Mandate „mitgenommen“ hat und jetzt weiterbetreuen will. Gleichwohl hat der frühere Steuerberater keinen Anspruch darauf zu erfahren, wer der neue Steuerberater des Mandanten ist. Die Entscheidung, dies zu offenbaren, obliegt allein dem Mandanten. Das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Steuerberater und Mandant wird durch eine strafbewehrte und berufsrechtliche Verschwiegenheitspflicht geschützt und genießt Verfassungsrang durch das Grundrecht der Berufsfreiheit und das Rechtsstaatsprinzip. Wenn der Mandant nicht bereit ist, den Namen seines neuen Steuerberaters zu offenbaren, ist der Vorberater deshalb gleichwohl verpflichtet, dem Mandanten die Daten per E-Mail, auf einer DVD bzw. einem USBStick auszuhändigen oder den Datenübertragungsbeleg „blanko“ zu unterschreiben.

Danach scheint zumindest eine Übertragung per Email gleichwertig zu sein, wie per DVD pder USB-Stick.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Das kann noch nützlich sein. Insbesondere da es von hier kommt. Danke.

Gern geschehen! Alles Gute für Sie!