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Christian P
Christian P, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 708
Erfahrung:  Tax Manager bei Kelvion
103664560
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Christian P ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Einzelunternehmer,

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,ich bin Einzelunternehmer, mache EÜR und verbuche anhand des SKR03. Durch die jetzt folgende Umstellung der Umsatzsteuer von 19% auf 16% zum 01.07.2020 stehe ich bei einigen Punkten vor einem Rätsel bzw. weiß ich nicht wie diese zu handhaben sind.In meinem Fall geht es darum, das durch mein System aktuell alle Rechnungen, die jetzt noch im Juni erzeugt werden, mit 19% MwSt. ausgestellt werden, soweit so gut.Nun gibt es hier aber verschiedene Szenarien wo ich nicht mehr weiß, was richtig und was falsch ist:1. Für Bestandskunden werden Rechnungen immer 7 Tage vor Vertragsverlängerung erzeugt z. B. am 25.06.2020. Das Leistungsdatum für das Produkt befindet dann aber im Juli z. B. 04.07 - 04.08.2020. Nun meinte dazu heute ein Kunde zu mir, dass ich diese Rechnung mit 16% MwSt. ausstellen müsste und das die 19 % falsch wären. Ich kann mein System aber z. B. auch erst am 01.07.2020 auf die 16% umstellen. Was ist hier nun richtig? Und was wäre hier auch, wenn Rechnungsdatum im Juni ist mit 19 % MwSt. Die Zahlung aber erst im Juli erfolgt, dann kann ich es eigentlich ja nicht mehr für Juni mit 19% verbuchen, sondern nur noch für Juli mit 16 % ?2. Ein Neukunde bestellt z. B. heute 29.06.2020, damit beginnt das Leistungsdatum vom 29.06. - 28.07.2020, wenn der Kunde es noch direkt im Juni zahlt, ist es doch so oder so korrekt mit 19 % MwSt., oder nicht? Und was wäre, wenn der Kunde hier aber erst im Juli zahlt, wenn die 16 % gültig sind? Dann kann ich die 19 % doch eigentlich nicht mehr verbuchen, weil für mich der Tag der Zahlung am Ende zählt, sprich auch für die Abgabe der Umsatzsteuer zählt dieser Betrag dann ja für den Monat Juli und nicht mehr Juni und ich kann es dann ja auch nicht mehr für Juni verbuchen.3 . Was ist zu tun bei Kunden die Ihre Rechnung nicht pünktlich bezahlt haben z. B. wo die Rechnung von April, Mai oder Juni war mit 19% Ust. die der Kunde dann aber erst im Juli oder später bezahlt, wie ist dann auch damit umzugehen?Bin hier gerade wirklich überfordert, was das richtige vorgehen ist, ohne hier später Probleme mit dem Finanzamt zu bekommen.

Guten Abend, möchten Sie Ihre Fragen direkt morgen früh telefonisch klären? Mit freundlichen Grüßen

Christian Peter

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Hallo, Ich hätte die Antwort gerne schriftlich. Vielen Dank.

Ok natürlich g​ern, ich kümmere mich gleich morgen darum.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Vielen Dank :)

Hallo,

zu 1. es kommt immer auf das Leistungsdatum an. Ab einer Leistung vom 01.07.2020 müssen Sie daher mit 16% fakturieren auch wenn vorher gezahlt worden ist oder die Rechnung schon im Juni geschrieben wird.

zu 2. Ich kenne die Leistungen nicht, die Sie anbieten. Aber eine Bestellung ist noch keine Leistung. Es geht darum, wann Sie z.B. eine Lieferung ausführen. Auch auf die Zahlung kommt es nicht an. Wenn Sie die Leistung im Juli erbringen, ist mit 16% abzurechnen. Wenn Sie die Lieferungen in Teilen erbringen und es sich um teilbare Leistungen handelt, können und müssen Sie falls ein Teil im Juni erbracht worden ist, diesen mit 19% fakturieren.

3. Wenn Kunden nicht pünktlich für bereits erbrachte Leistungen bezahlt haben, spielt das für die Umsatzsteuer keine Rolle. Der Umsatzsteuerausweis bleibt so. Sie buchen die Rechnung dann im Juli oder später bei Bezahlung aus, aber an der Umsatzsteuer ändert sich nichts mehr.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde, freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung. Diese Vergütung beträgt 50% des von Ihnen gezahlten Betrags und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Peter

Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Hallo,vielen Dank für Ihre Antwort.Bei den von mir angebotenen Leistungen handelt es sich um Hosting Leistungen d. h. die Vermietung von Server, Webhosting, Domains usw.Hier gibt es dann Laufzeiten von 1 Monat oder 3 Monaten etc. Bei einigen der Kunden wird die Rechnung dann 7 Tage vor Verlängerung des Vertrages erzeugt, sodass dadurch das Leistungsdatum schon im nächsten Monat liegen kann. Für Neukunden wird die Leistung immer dann erbracht, sobald dieser seine Rechnung bezahlt hat. Das Leistungsdatum beginnt bei Neukunden aber immer ab dem Tag der Bestellung.Für mich heißt das dann nun, dass ich alle Rechnungen die bisher jetzt mit 19% Ausgestellt wurden, wo das Leistungsdatum aber im Juli liegt, ich alle auf 16% ändern müsste? Und alle zugeteilten Buchungen zu Errlöse 19% wieder entfernen müsste? Aktuell kann ich dem ganzen aber auch keine 16% zuteilen, da meine Buchhaltungssoftware (Wiso Mein Büro) ein Update hierfür erst zwischen 01 - 03.07.2020 zur Verfügung stellen wird.Ich weiß nur leider nicht wie das ganze Umsatz steuerlich dann erfasst wird, wenn ich Zahlungen aus Juni für Rechnungen mit Leistungsdatum im Juli dann im Juli auf die 16% buche. Meine Buchhaltungssoftware nimmt immer den Tag der Zahlung d.h. habe ich eine Zahlung im Juni zählt diese auch zu Juni, was dann in die Umsatzsteuer Voranmeldung übertragen wird, sprich habe ich Zahlungen im Juni, dann wandert dies durch die Software auch zum Monat Juni, weil die Software immer den Zahlungstag nimmt, daher Frage ich mich wie das ganze dann ablaufen soll, wenn ich Beträge von Juni auf 16% umstelle, dann würde dies meines Wissens nach durch die Software (Wiso Mein Büro) in die Voranmeldung für Juni 2020 aufgenommen und nicht für Juli 2020, weil die Software immer nach dem Buchungstag, also dem Tag des Zahlungseingang geht und das ganze verwirrt mich doch sehr wie es dann richtig wäre.Zu Punkt 3 sagen Sie ich müssste die Rechnung ausbuchen, wie genau ist das gmeint? Wenn der Kunde Seine Rechnung von angenommen März mit noch 19% im Juli zahlt, dann teile ich dieser Zahlung nicht Erlöse 19% Ust zu?Meine Hauptsorge des ganzen bleibt am Ende einfach das die ganzen Sachen auch richtig in der Umsatzsteier Voranmeldung und der Umsatzsteuererlärung laden und derzeit ist es meines wissens so, das die von mir genutze Software Zahlungen von z. B. Juni auch immer im Juni zuteilen, auch für die Voranmeldung, sodass wenn ich es im Juli verbuche, die Software das ganze für Juni erfassen würde, was dann aber meiner Meinung nach ja flasch wäre, wenn ich richtig liege?

Zu 1: genau das ist korrekt, Sie müssten dann die Aktualisierung der Software abwarten.

Zu 2: mir erscheint die Software dann aber nicht richtig eingestellt. Ansonsten können Sie die Voranmeldungen auch zumindest vorübergehend elektronisch mit Elster abgeben und dort die korrekten zeitlichen Einordnungen der Leistungserbringung treffen.

Zu 3: doch die Zuordnung ist dann korrekt. Ich meinte mit Ausbuchen die Forderung, sofern Sie eine Forderung eingebucht haben und eine Umsatzsteuerverbindlichkeit so buchen Sie diese mit Zahlung aus.

Mit freundlichen Grüßen

C. Peter

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Hallo,vielen Dank für Ihre Antworten, die Zeit und Geduld, welche Sie sich nehmen. Ich habe nur noch ein paar kleine Fragen.1. Steuern die mit 16% MwSt. nun im Juni erfasst wurden, müssen diese dann mit in die Voranmeldung die ich jetzt im Juli für Juni abgeben muss bzw. gebe ich Quartalsweise ab2. Darf ich bei den Rechnungen die jetzt mit 19% ausgestellt wurden den Steuersatz auf 16% ändern und es dem Kunden dann erneut zu senden oder bin ich gezwungen alle Rechnungen zu stornieren und neu zu schreiben? Der Endbetrag der Rechnung würde sich nicht ändern, da bei uns jeder Kunde egal aus welchem Land etc. immer den gleichen Bruttobetrag zahlt, sprich wenn ein Kunde aus Deutschland 10 € Brutto zahlt mit 19% so zahlt auch der Kunde aus Ungarn 10 € Brutto mit 27% steuern und ich habe dann einfach netto weniger, aber der Endbetrag bleibt immer der gleiche? Das selbe wäre auch bei Änderung von 19 auf 16% so der Endbetrag des Kunden bleibt der gleiche, darf ich hier also die RG anpassen oder muss ich jede einzelne Rechnung stornieren und neu schreiben?

Hallo,

zu 1. den Rhythmus zu dem Sie die Voranmeldungen abgeben müssen, kenne ich nicht. Normalerweise erfolgt dieser monatlich. Behalten Sie am besten den bisherigen Turnus bei.

zu 2. Sie müssen hier die alte Rechnung stornieren und die neue Rechnung mit dem niedrigen Steuersatz und Umsatzsteuerbetrag neu ausstellen auch wenn an Sie aus der beschriebenen Bruttobetrachtung immer derselbe Betrag überwiesen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Peter

Christian P und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.