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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1480
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Muss die Einnahme durch Veräußerung eines

Diese Antwort wurde bewertet:

Muss die Einnahme durch Veräußerung eines Gemeinschaftseigentums durch die Eigentümer der WEG besteuert werden, auch wenn der Käufer ein Mitglied des WEG‘s ist und die Zahlung für das Gemeinschaftseigentums direkt in die Rücklagen fließt?
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: bayern
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: Nein

Guten Abend,

verstehe ich es richtig?: Die WEG veräußert Gemeinschaftseigentum an einen Miteigentümer? Und der Kaufpreis wird auf das Konto der WEG eingezahlt?

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Ich bin jetzt bis morgen früh offline und melde mich dann gerne morgen wieder, falls Sie mir eine Rückmeldung geben.

Schönen Abend noch!

Gruß, Knut Christiansen

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Guten Abend,
ja, das ist richtig.
Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit 19 verschiedenen Eigentümern. Nun möchten wir auf dem Flachdach des Mehrfamilienhauses, wo wir auch wohnen und Miteigentümer sind, unsere Dachterrasse errichten. Da das Flachdach zum Gemeinschaftseigentum gehört, haben wir vereinbart, dass wir als Ablöse 24.000€ in die Rücklagen zahlen. Ein Eigentümer behauptet nun, dass die Eigentümer anteilsmäßig diesen Betrag versteuern müssen, auch wenn das Geld in die Rücklagen fließt.

Guten Morgen,

grundsätzlich wäre hier der § 23 EStG (Private Veräußerungsgeschäfte zu prüfen). Im § 23 EStG heißt es:

Private Veräußerungsgeschäfte (§ 22 Nummer 2) sind

Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken und Rechten, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen (z. B. Erbbaurecht, Mineralgewinnungsrecht), bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt. Gebäude und Außenanlagen sind einzubeziehen, soweit sie innerhalb dieses Zeitraums errichtet, ausgebaut oder erweitert werden; dies gilt entsprechend für Gebäudeteile, die selbständige unbewegliche Wirtschaftsgüter sind, sowie für Eigentumswohnungen und im Teileigentum stehende Räume. Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden;

Da das Dach zum Teileigentum gehört, wäre ein Verkauf für den jeweiligen Eigentümer steuerfrei, sofern er die Wohnung in dem Haus seit Anschaffung ausschließlich selbst genutzt hat oder vor dem Verkauf und in den voran gegangenen beiden Jahren selbst genutzt hat. Wird die Wohnung des jeweiligen Eigentümers vermietet und hat er die Wohnung und das dazugehörige Teileigentum (Flachdach) noch nicht länger als 10 Jahre, so wäre der Verkauf für ihn steuerpflichtig. Das gilt auch dann, wenn der Kaufpreis direkt in die Rücklage eingezahlt wird. Hierbei handelt es sich letztlich nur um einen abgekürzten Zahlungsweg.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justAnswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung. Diese Vergütung beträgt 50% des von Ihnen gezahlten Betrags und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Ich bin daher auf Ihre Mithilfe angewiesen. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an.Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
In unserem Mehrfamilienhaus gibt es Eigentümer, die Ihre Wohnungen vermieten. Also würde für die Eigentümer der Steuer anfallen. Jedoch muss ich ALLE Eigentümer davon überzeugen ohne zusätzliche Kosten für die Eigentümer das Flachdach kaufen zu können. Würde der Weg funktionieren, dass ich den Eigentümern anbiete, den Steuerbetrag direkt an Sie vorab zu zahlen. Wäre dieser Weg „steuerfrei“ und welchen Betrag müsste ich jedem zahlen (der Steuersatz richtet sich zwar nach Individuellsteuer, jedoch könnte man hier vielleicht einen fixen Steuersatz anwenden).

Hallo! Grundsätzlich können Sie diesen Eigentümern natürlich anbieten, dass Sie die Steuerbelastung auf den Veräußerungsgewinn bezahlen. Dieser dürfte ja auch eigentlich nicht wirklich hoch sein, wenn der Gesamtkaufpreis von 24.000 EUR sich auf 19 Eigentümer verteilt und diese ja auch noch anteilige Anschaffungskosten gegenrechnen können. Die Zahlung des Steuerbetrags müsste der jeweilige Eigentümer dann aber auch als Einnahme versteuern, so dass sich der anteilige Veräußerungsgewinn entsprechend erhöht. Ich würde dann eine Pauschale anbieten:

Z.B.: 24.000 EUR : 19 = 1.263,16 EUR pro Wohnung = ca. 1.260 EUR
geschätzte Anschaffungskosten pro Anteil: 50% = ca. 630 EUR
= Veräußerungsgewinn = 630 EUR
Steuerpauschale 30% = 189 EUR (oder rund 200 EUR).

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Wir würden gerne die Dachterrasse auf dem Flachdach als Sondereigentum im Grundbuch eintragen und nicht als Sondernutzungsrecht. Hat diese Eintragung steuerliche Auswirkungen oder könnte man unabhängig wie die Eintragung erfolgt den Weg, was Sie oben beschrieben haben, verfolgen?

Aus meiner Sicht werden Sie durch die Eintragung als Sondereigentum ja Eigentümer. Der beschriebene Weg sollte sich daher nicht ändern.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Eine vorerst letzte Frage: Die Heizungsanlage des Mehrfamilienhaus wird ausgetauscht. Die Kosten von ca. 60.000€ werden von den Rücklagen bezahlt. Um die Versteuerung der Eigentümer zu umgehen, wäre es möglich, dass ich den Anteil von 24.000€ der Kosten/der Rechnung zahle und der Rest von den Rücklagen beglichen wird. Somit würde ich als Ausgleich keine Ablöse für das Flachdach zahlen. Die Eigentümer hätten dadurch auch keine Einnahmen erzielt, oder?

Grundsätzlich muss die Umschreibung ja notariell erfolgen. In der Urkunde muss dann ja der Kaufpreis bzw. die Gegenleistung bestimmt sein. Diese könnten Sie natürlich in der Urkunde geringer ansetzen. Allerdings würde ich davon abraten, weil es im Grunde genommen Steuerhinterziehung wäre.

Konnte ich Ihre Frage klären?

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Ja, vielen Dank. Sie haben sehr weitergeholfen.

Super, das freut mich. Würden Sie dann abschließend noch eine Bewertung meiner Antworten durchführen? Dazu einfach 3-5 Sterne zur Bewertung anklicken. Nur dann erhalte ich meinen Vergütungsanteil von justanswer. Vielen Dank!

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.