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Christian P
Christian P, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 708
Erfahrung:  Tax Manager bei Kelvion
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Christian P ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Frage zur Absetzbarkeit von

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe eine Frage zur Absetzbarkeit von Erhaltungsaufwendungen bei Immobilienbesitz.Sachverhalt:
Eine Immobilie mit 3 Wohnungen befindet sich nach Schenkung seit kurzem in meinem Besitz. Eine Wohnung steht leer, die beiden anderen sind von Personen bewohnt, die ein lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch eingetragen haben.
Die Bewohner kommen für die Nebenkosten auf.
Wenn ich richtig informiert bin, muss ich laut Gesetz innerhalb von 2 Jahren nach dem Eigentumsübergang die energetische Sanierung durchführen.
Da ich quasi keine Mieteinnahmen habe und somit auch die Gewinnerzielungsabsicht nicht gegeben ist, stellt sich die Frage, welche Ausgaben ich als Eigentümer überhaupt steuerlich geltend machen kann?
Müssen dabei die bewohnten und die nicht bewohnte Wohnung getrennt betrachtet werden?danke für eine Erläuterung
Udo

Hallo Udo ich werde Ihre Anfrage gern im Laufe des morgigen Tages beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

C. Peter

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
ok, danke
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Hallo, der Lauf de Tages ist soweit vorbei. Aber es ist ok wenn Sie etwas mehr Zeit benötigen - ich möchte ja auch eine fundierte Antwort haben.

sorry, anbei erhalten Sie die Antwort:

Für energetische Maßnahmen an einem in der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum belegenen zu eigenen Wohnzwecken genutzten eigenen Gebäude (begünstigtes Objekt) ermäßigt sich auf Antrag die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um die sonstigen Steuerermäßigungen, im Kalenderjahr des Abschlusses der energetischen Maßnahme und im nächsten Kalenderjahr um je 7 Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um je 14 000 Euro und im übernächsten Kalenderjahr um 6 Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um 12 000 Euro für das begünstigte Objekt. Voraussetzung ist, dass das begünstigte Objekt bei der Durchführung der energetischen Maßnahme älter als zehn Jahre ist; maßgebend hierfür ist der Beginn der Herstellung.

Energetische Maßnahmen im Sinne des Satzes 1, die gefördert werden, sind:

1.

Wärmedämmung von Wänden,

2.

Wärmedämmung von Dachflächen,

3.

Wärmedämmung von Geschossdecken,

4.

Erneuerung der Fenster oder Außentüren,

5.

Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage,

6.

Erneuerung der Heizungsanlage,

7.

Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und

8.

Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind.

Zu den Aufwendungen für energetische Maßnahmen gehören auch die Kosten für die Erteilung der Bescheinigung nach Satz 7 sowie die Kosten für Energieberater, die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als fachlich qualifiziert zum Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ zugelassen sind, wenn der Energieberater durch den Steuerpflichtigen mit der planerischen Begleitung oder Beaufsichtigung der energetischen Maßnahmen nach Satz 3 beauftragt worden ist; die tarifliche Einkommensteuer vermindert sich abweichend von Satz 1 um 50 Prozent der Aufwendungen für den Energieberater. Die Förderung kann für mehrere Einzelmaßnahmen an einem begünstigten Objekt in Anspruch genommen werden; je begünstigtes Objekt beträgt der Höchstbetrag der Steuerermäßigung 40 000 Euro. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die jeweilige energetische Maßnahme von einem Fachunternehmen ausgeführt wurde und die Anforderungen aus der Rechtsverordnung nach Absatz 7 erfüllt sind. Die Steuerermäßigungen können nur in Anspruch genommen werden, wenn durch eine nach amtlich vorgeschriebenem Muster erstellte Bescheinigung des ausführenden Fachunternehmens nachgewiesen wird, dass die Voraussetzungen der Sätze 1 bis 3 und die Anforderungen aus der Rechtsverordnung nach Absatz 7 dem Grunde und der Höhe nach erfüllt sind.

Nach Absatz 2 kann die Steuerermäßigung nach Absatz 1 nur in Anspruch genommen werden, wenn der Steuerpflichtige das Gebäude im jeweiligen Kalenderjahr ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken nutzt. Eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken liegt auch vor, wenn Teile einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung anderen Personen unentgeltlich zu Wohnzwecken überlassen werden. Insoweit sehe ich die Förderfähigkeit nur für die leer stehende Wohnung, aber nicht für die 2 Wohnungen mit dem lebenslangen Wohnrecht hinsichtlich der Steuerermäßigung nach § 35c EStG.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

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Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Peter

Christian P und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.