So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Christian P.
Christian P
Christian P, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 511
Erfahrung:  Tax Manager bei Kelvion
103664560
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
Christian P ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine etwas komplexe Frage. Beide meiner

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich habe eine etwas komplexe Frage. Beide meiner Tanten sind mittlerweile gestorben. Diese hatten sich gegenseitig als Erbe eingesetzt laut deren offiziellen Testamenten (als 'Vorerben'). Die erste meiner Tanten verstarb im Jahr 2017, die zweite im Februar diesen Jahres. - Laut Testament beider Tanten sind meine Mutter und ich Nacherben. (allerdings wurde das Testament meiner vor Kurzem verstorbenen Tante noch nicht eröffnet; was auch sicher noch lange dauern kann bzgl. der aktuellen 'Corona Situation') - Also mit dem Todesfall meiner im Februar verstorbenen Tante tritt ja im Grunde der Erbfall für mich und meine Mutter ein bzgl. der bereits im Jahr 2017 verstorbenen Tante. - Meine Mutter hätte gerne auf ihren Erbanteil verzichtet (steuerliche Gründe) - allerdings ist jetzt die 6-wöchige Frist abgelaufen, vor 2 Tagen ist diese scheinbar abgelaufen, wodurch dies wohl nicht mehr möglich sein wird, der Verzicht auf den Erbanteil ...(wir hatten einige Male versucht mit den Nachlassgerichten zu sprechen, aber dies war leider nicht möglich, da scheinbar überlastet. - Wir wollten erst die Testamentseröffnung meiner im Februar verstorbenen Tante abwarten, um dann sozusagen alles auf einmal zu klären; hatten aber nicht erwartet, dass dies so fürchterlich lange dauern würde bei den Nachlassgerichten)
Wir haben jetzt den Rat erhalten, die Testamentseröffnung der in diesem Jahr verstorbenen Tante abzuwarten, so dass meine Mutter und ich dann eine Erbengemeinschaft bilden werden. Dann sollte es zu einer 'Erbauseinandersetzung' kommen. Hier könnte dann meine Mutter auf ihren Erbanteil verzichten und auch evtl. eine 'Gegenleistung' verlangen; sie würde dann z.B. ein lebenslanges Wohnrecht (mit Nießbrauch) des geerbten Hauses einfordern, das ursprünglich in Besitz der 2017 verstorbenen Tante war. - Hier nun die Frage, welche steuerlichen Implikationen hätte dies? Würde z.B. dann trotzdem noch die Erbschaftssteuer anfallen für meine Mutter? Auch wenn meine Mutter im Zuge der Erbauseinandersetzung mir ihren Anteil offiziell 'übergibt'?
Und würde dies für mich bedeuten, dass ich dann für diesen überschriebenen Erbanteil (von meiner Mutter auf mich) Schenkungssteuer zahlen müsste? (der Freibetrag wäre nämlich dann schon für mich überschritten, da meine Mutter mir bereits letztes Jahr die Hälfte ihres Hauses überschrieben hat)
Eine weitere Frage: ich nehme an, dass bzgl. Erbschaftssteuer als Stichtag der Todestag meiner jetzt verstorbenen Tante gilt? (vor allem auch bzgl. des Hauses/ Wert des Hauses) - meine Mutter plant ja für dieses Haus ein Wohnrecht (wie oben geschildert), was normalerweise ja den Wert eines Hauses mindert; aber das dürfte dann wahrscheinlich bzgl. Erbschaftssteuer keinen Einfluss haben? Also hier kann man dann keine Steuern sparen bzgl. Erbschaftssteuer durch dieses geplante lebenslange Wohnrecht?
Vielen Dank ***** *****

Guten Tag,

ich bereite Ihnen eine Antwort bis morgen vor.

 

Mit freundlichen Grüßen

C. Peter

Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Besten Dank. Bis morgen wäre prima.

Hallo,

bei der Erbauseinandersetzung geht es darum, den Nachlass der verstorbenen Tante auf mehrere Erben also auf Sie und Ihre Mutter zu verteilen. Erst dann kann die Erbengemeinschaft aufgelöst werden. Im Rahmen der Erbauseinandersetzung geht es also um die Verteilung des Vermögens. Aber für den bereits eingetretenen Erbfall Ihrer Mutter wird diese Erbschaftsteuer entrichten müssen.

 

Wenn Ihre Mutter aus dem erhaltenen Vermögen weitere Schenkungen an Sie zu Lebzeiten machen wird, unterliegen diese der Schenkungsteuer. Es ist korrekt der Stichtag für die Erbschaftsteuer ist der Todestag Ihrer verstorbenen Tante. Die Einrichtung eines Wohnrechts mindert nicht den Wert des Hauses und die Höhe der zu entrichtenden Erbschaftsteuer.

 

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Wenn ich Ihre Fragen beantworten konnte, bitte ich um eine positive Bewertung, da ich erst im Anschluss vergütet werde.

 

Mit freundlichen Grüßen

C. Peter

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Vielen Dank. Wissen Sie zufällig, ob es vielleicht im Moment eine 'Ausnahmeregelung' gibt bzgl. der 6-Wochen Frist, die wir ja nun leider knapp verpasst haben, obwohl wir selbst frühzeitig Initiative gezeigt haben, und versucht haben, schon frühzeitig eine Antwort von den Gerichten zu bekommen? Telefonisch konnten wir auch niemanden erreichen, also eine hoffnungslose Situation für uns. - Über einen Tipp hierzu würden wir uns freuen. - Auch müssten wir uns dann rein theoretisch jetzt schon um die Erbschaftssteuer kümmern, obwohl wir noch keinerlei offizielle Nachricht vom Nachlassgericht etc. erhalten haben? (worauf wir bis dato immer noch warten)

Und bzgl. Optionen, um evtl. Steuern zu sparen: meine Mutter fragt sich, ob es auch möglich ist, um offiziell auf die Mieteinnahmen zu verzichten, die für das geerbte Haus anfallen/reinkommen? Also, dass alle Mieteinnahmen dann auf mich laufen, und nicht auf meine Mutter? Sie ist Rentnerin und von der Steuer befreit, und möchte daher auch weiterhin von der Steuer befreit bleiben. - Ich hoffe, Sie können mir hierzu auch nochmal eine kurze Antwort geben. Vielen Dank im Voraus.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Wäre nett, wenn Sie mir noch kurz Antwort geben könnten zu meiner letzten Frage. Dann können wir auch den Vorgang schneller abschließen. Danke im Voraus! ;-)

Hallo,

natürlich wegen der Fristenregelung bitte ich Sie einen Anwalt zu fragen. Wenn Ihre Mutter nicht als Vermieterin auftritt, sondern Sie allein die Mieteinnahmen generieren, muss sie weiterhin nur ihre Renteneinkünfte versteuern.

 

Mit freundlichen Grüßen

Christian Peter

Christian P und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.