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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1250
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Wir haben vor 4 Jahren eine Immobilie gekauft. dabei hat das

Diese Antwort wurde bewertet:

Wir haben vor 4 Jahren eine Immobilie gekauft.
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: dabei hat das Finanzamt den Bodenwert mit 150 €/qm angesetzt.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: Aus aktuellen Grund haben wir einen Makler mit der Schätzung der Immobilie beauftragt. zu unserem Erstaunen hat er nur 60 €/qm angesetzt. Die Nachfrage bei der Gemeinde ergab für 2016 einen Bodenwert von 60 €. nun unsere Frage: Können wir das Finanzamt auffordern, den Bodenrichtwert der Gemeinde bei der Aufteilung in Gebäude und Grundwert zugrundezulegen? War es ein Versäumnis unsererseits, nicht bei der Gemeinde nachzufragen oder können wir uns auf die Vertrauenswürdigkeit des Finanzamtes beziehen?

Guten Tag,

ich prüfe Ihre Frage gerne und melde mich im Laufe des Tages mit einer Antwort. Ich hoffe das ist zeitlich für Sie in Ordnung?

Vermieten Sie die Immobilie oder warum wollen Sie eine andere Kaufpreisaufteilung?

Schöne Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Beide Fragen : Ja
Viele Grüße
Jürgen Ehret

Hallo Herr Ehret,

grundsätzlich kommt bzgl. einer Änderung der Steuerbescheide darauf an, ob diese schon bestandskräftig sind. Diese tritt normalerweise einen Monat nach Erhalt des Steuerbescheides ein. Stehen die Bescheide noch unter dem Vorbehalt der Nachprüfung, so kann auch trotz Überschreitens der Monatsfrist noch eine Änderung beantragt werden.

 

Weiterhin würde ich, wenn kein Vorbehalt der Nachprüfung mehr besteht, versuchen, den Bescheid gem. § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO ändern zu lassen (neue Tatsachen). Dort heißt es:

Steuerbescheide sind aufzuheben oder zu ändern,

  1. 1.soweit Tatsachen oder Beweismittel nachträglich bekannt werden, die zu einer höheren Steuer führen,

  2. 2.soweit Tatsachen oder Beweismittel nachträglich bekannt werden, die zu einer niedrigeren Steuer führen und den Steuerpflichtigen kein grobes Verschulden daran trifft, dass die Tatsachen oder Beweismittel erst nachträglich bekannt werden. 2Das Verschulden ist unbeachtlich, wenn die Tatsachen oder Beweismittel in einem unmittelbaren oder mittelbaren Zusammenhang mit Tatsachen oder Beweismitteln im Sinne der Nummer 1 stehen

Aus meiner Sicht trifft Sie hier kein grobes Verschulden, weil Sie davon ausgehen durften, dass das Finanzamt die Bodenrichtwerte korrekt ermittelt. Da sich nun der niedrigere Bodenwert anscheinend als neue Tatsache herausstellt, sollte hier die Möglichkeit bestehen, den Bescheid nach angegebene Vorschrift ändern zu lassen. Sie müssten dieses dem Finanzamt entsprechend mitteilen und geänderte Bescheide verlangen, insbesondere auch eine neue Kaufpreisaufteilung und damit eine geänderte AfA-Bemessungsgrundlage.

 

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung. Diese Vergütung beträgt 50% des von Ihnen gezahlten Betrags und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Ich bin daher auf Ihre Mithilfe angewiesen. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an.Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Hallo Herr Christiansen,

Ich will Ihnen den Grund für die Nachfrage zur Immobilie nennen: Wir hatten einen uns bekannten Mieter, den wir überraschend verloren haben und wir überlegten, die Immobilie zu verkaufen. Bei dieser Gelegenheit sind wir auf die Diskrepanz gestossen.

Okay, alles klar. Nur der Hinweis: wenn Sie die Immobilie innerhalb von 10 jahren veräußern, müssen Sie ja den Veräußerungsgewinn besteuern. Dabei wären auch die in Anspruch genommenen Abschreibungsbeträge wieder hinzuzurechnen:

Veräußerungserlös abzüglich Nebenkosten

./. Anschaffungskosten inkl. Nebenkosten

+ ggf. beanspruchte Abschreibungen

./. Werbungskosten

= Veräußerungsgewinn/-verlust

 

Das heißt: wenn Sie veräußern lohnt sich der Aufwand ggfs. nicht die Abschreibungen neu zu ermitteln, weil diese ja dann wieder Ihren Veräußerungsgewinn erhöhen.

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Wir haben vom Verkauf Abstand genommen

Okay, alles klar.