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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1129
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Ich habe eine Frage zur Umsatzsteuer. Wenn ich als

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe eine Frage zur Umsatzsteuer. Wenn ich als Freiberufler EÜR Nutzungsrechte für Bücher und digitale Produkte für 10 Jahre an eine Kapitalgesellschaft für 500.000 netto verkaufe und eine entsprechende Rechnung stelle, gleichzeitig per Vertrag vereinbare, eine jährliche Rate von 50.000 zu erhalten. Stimmt es, dass ich dann jährlich nur 50.000 als Einnahme buchen muss und nur Umsatzsteuer von 9500? Erhält die Kapitalgesellschaft tatsächlich eine sofortige Umsatzsteuererstatgung von 95.000?
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Saarland
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: Das Nutzungsrecht und Urheberrecht der Produkte liegt zu 100% bei mir. Ich halte es privat und verdiene an den Produkten derzeit als freiberuflicher Autor.

Guten Tag,

ich prüfe Ihre Frage gerne und melde mich im Anschluss mit einer Antwort. Bitte geben Sie mir einen Moment, während ich mich mit der Antwort befasse.

Schönen Gruß!

Knut Christiansen
Steuerberater

Hier die Antwort:

Grundsätzlich kommt es darauf an, ob bei Ihnen die Soll- oder Ist-Besteuerung angewendet wird. Grundsätzlich wäre die Anwendung der Istbesteuerung bei Ihnen möglich, wenn Ihr Jahresumsatz nicht mehr als 600.000 EUR beträgt oder Sie aber nicht verpflichtet sind Bücher zu führen (was als Freiberufler ja der Fall wäre). Sie könnten daher beim Finanzamt einen formlosen Antrag auf ISt-Besteuerung stellen. In dem Fall ist die Umsatzsteuer nur nach vereinnahmten Entgelten zu entrichten (§ 20 UStG).

Für den Rechnungsempfänger ist für den Vorsteuerabzug maßgebend, dass ihm eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt und die Leistung ausgeführt wurde oder komplett bezahlt). Hier wäre juristisch genau auszuarbeiten, wie die Bereitstellung der Nutzungsrechte erfolgt, da diese ja zeitlich begrenzt sind (10 Jahre), oder habe ich das falsch verstanden? Somit könnte das Finanzamt hier der Meinung sein, dass die Leistung nur von Jahr zu Jahr ratierlich erbracht wird und daher der Vorsteuerabzug auch nur jeweils zu 1/10 pro Jahr zugesprochen wird.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung. Diese Vergütung beträgt 50% des von Ihnen gezahlten Betrags und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Verstehe. Ist Besteuerung ist bei mir bereits seit Jahren der Fall. Ich könnte die Rechte auch vollständig verkaufen. Ohne Befristung. Dann kann die Gesellschaft ohne Beschränkung sofort darüber verfügen und die Produkte verwenden. Steuerfachmann Udo Heimann behauptet, bei Ratenzahlung müsste ich als FB sofort die Einnahmen geltend machen. Ratierlich würde das nur bei Mietkaufverträgen gehen. Mietkauf bei Nutzungsrechten geht natürlich nicht.

Das prüfe ich gerne noch mal explizit nach. Ich melde mich dazu später noch einmal.

Aus meiner Sicht spricht nichts gegen die Istbesteuerung bei Ratenzahlung. Dazu gab es auch bereits ein Urteil des FG Schleswig-Holstein (https://www.iww.de/astw/archiv/--20-ustg--ist-versteuerung-gilt-auch-bei-hilfsgeschaeften-eines-freiberuflers-f50518), das zwar bereits etwas älter ist. Ich habe aber keine andere Rechtsprechung gefunden und auch im Umsatzsteueranwendungserlass keine andere Regelung entdeckt.


Fragen Sie bitte Herrn Heimann einmal nach der genauen Begründung seiner Ansicht.

 

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Vielen Dank. Das hilft mir weiter. Ich bespreche das noch einmal mit meiner Steuerberaterin. Ich freue mich, wenn es so funktioniert. Viele Grüße, Ingo Simon

Gern geschehen!

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.