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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5922
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Die Firma D. wurde 2017 von mir Herr R. gegründet. Frau W.

Diese Antwort wurde bewertet:

Die Firma D. wurde im Oktober 2017 von mir Herr R. gegründet.
Frau W. (meine Mutter) hat bis Januar 2019 noch bei einem anderen Arbeitgeber gearbeitet und ist seit April 2019 im Bezug von ALG I. Die Firma D. hat zwei fest angestellte Mitarbeiter, Ich arbeitet noch Vollzeit in einem anderen Betrieb Frau W. arbeitet vollumfänglich aber unentgeltlich für das Unternehmen. Da wir uns noch im Aufbau befinden sparen wir durch den ALG I Bezug von Frau W. zunächst ihr Gehalt. Um aber die Arbeit von Frau W. etwas zu entlohnen wollen wir sie auf geringfügiger Basis mit einem Gehalt von 470,00 € im Monat offiziell bei uns beschäftigen. Der Nettoverdienst wird dem Arbeitsamt gemeldet und auf das Arbeitslosengeld angerechnet.
Des Weiteren erhält Frau W. einen Firmenwagen von uns, der im Rahmen der 1 % Regelung zur privaten Nutzung und der Regelung 0,03 % Weg von der Wohnung zur Arbeitsstätte zusätzlich steuerlich und sozialversicherungspflichtig behandelt wird. Es handelt sich um einen Betrag von ca. 800 €. Das heißt das Bruttoeinkommen läge hier bei 1300,00 € aus dem sich dann, nach Abzug des zuvor aufgeschlagenen geldwerten Vorteils ein Nettobetrag von ca. 210,00 € ergibt.
Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass Frau W. die Mutter von Herrn R. ist. Herr R. ist Inhaber der Firma. Der Firmenwagen soll nicht Herrn R. zugeordnet werden, da dieser dann auf sein Gehalt von ca. 4000 € brutto hinzukommen würde bei Berücksichtigung der 1 % Regelung.
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Bremen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: ich denke nicht

Sehr geehrter Fragesteller,

leider fehlt nach der Sachverhaltsdarstellung Ihre Frage, die Sie beantwortet wünschen?

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Hallo, mein frage ist ob dies steuerliche so umsetzbar ist.
Kann ich Frau W. zu dem geringen Gehalt erstmal beschäftigen? Ist das ok, dass das Gehalt niedriger als der Geldwertevorteil ist?

Unser Überlegung ist, dass durch das geringe Gehalt von zusammen 1300€ die Steuern erheblich niedriger bzw. Gar nicht anfallen.

Ist unsere Rechnung so richtig? Oder haben wir was vergessen bzw. macht ein Finanzamt sowas mit?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die ergänzenden Angaben, die mir ermöglichen, mich mit Ihrer Frage zu befassen. Ich gebe Ihnen morgen im Laufe des Vormittags Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage hat im vergangenen Jahr das oberste Finanzgericht, der Bundesfinanzhof, in seinem diesbezüglichen Klagefall bei einem Minijobverhältnis ein Urteil gefällt, das nachstehenden Leitsatz trägt:










































"1. Die Überlassung eines Dienstwagens zur unbeschränkten und selbstbeteiligungsfreien Privatnutzung des Arbeitnehmers ist im Rahmen eines geringfügigen --zwischen Ehegatten geschlossenen-- Beschäftigungsverhältnisses (§ 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV) fremdunüblich.

2. Ein Arbeitgeber wird bei lebensnaher und die unternehmerische Gewinnerwartung einzubeziehender Betrachtungsweise typischerweise nur dann bereit sein, einem Arbeitnehmer ein Firmenfahrzeug zur Privatnutzung zur Verfügung zu stellen, wenn nach einer überschlägigen, allerdings vorsichtigen Kalkulation der sich für ihn hieraus ergebende tatsächliche Kostenaufwand zuzüglich des vertraglich vereinbarten Barlohns als wertangemessene Gegenleistung für die Zurverfügungstellung der Arbeitskraft anzusehen ist.

3. Je geringer der Gesamtvergütungsanspruch des Arbeitnehmers ist, desto eher erreicht der Arbeitgeber die Risikoschwelle, nach der sich wegen einer nicht abschätzbaren intensiven Privatnutzung die Fahrzeugüberlassung als nicht mehr wirtschaftlich erweist."

Im übrigen wäre der geldwerte Vorteil für das Arbeitslosengeld ohnehin auch schädlich.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine günstigere Nachricht übermitteln. Wenn ich damit Ihre Frage beantwortet habe, bitte ich um Ihre Bewertung mit 3 - 5 Sternen, damit mir als externer Experte der hälftige Anteil an Ihrem Honorareinsatz gutgebracht werden kann.

Vielen Dank und die besten Grüße

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage hat im vergangenen Jahr das oberste Finanzgericht, der Bundesfinanzhof, in seinem diesbezüglichen Klagefall bei einem Minijobverhältnis ein Urteil gefällt, das nachstehenden Leitsatz trägt:

BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.10.2018, X R 44-45/17; X R 44/17; X R 45/17
ECLI:DE:BFH:2018:U.101018.XR44.17.0

Leitsätze

"1. Die Überlassung eines Dienstwagens zur unbeschränkten und selbstbeteiligungsfreien Privatnutzung des Arbeitnehmers ist im Rahmen eines geringfügigen --zwischen Ehegatten geschlossenen-- Beschäftigungsverhältnisses (§ 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV) fremdunüblich.

 

2. Ein Arbeitgeber wird bei lebensnaher und die unternehmerische Gewinnerwartung einzubeziehender Betrachtungsweise typischerweise nur dann bereit sein, einem Arbeitnehmer ein Firmenfahrzeug zur Privatnutzung zur Verfügung zu stellen, wenn nach einer überschlägigen, allerdings vorsichtigen Kalkulation der sich für ihn hieraus ergebende tatsächliche Kostenaufwand zuzüglich des vertraglich vereinbarten Barlohns als wertangemessene Gegenleistung für die Zurverfügungstellung der Arbeitskraft anzusehen ist.

 

3. Je geringer der Gesamtvergütungsanspruch des Arbeitnehmers ist, desto eher erreicht der Arbeitgeber die Risikoschwelle, nach der sich wegen einer nicht abschätzbaren intensiven Privatnutzung die Fahrzeugüberlassung als nicht mehr wirtschaftlich erweist."

Leider kann ich Ihnen zu Ihre Frage keine günstigere Nachricht übermitteln. Wenn ich damit Ihre Frage beantwortet habe, bitte ich um Ihre mit 3 - 5 Sternen, damit mir als externer Experte meine hälftige Vergütung an Ihrem Honorareinsatz freigegeben werden kann.

Vielen Dank und beste Grüße

Prof. Nettelmann

 

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Ab was für einen Betrag wäre es ok?

Bei z.B. 850€?
Ab wann ist es eine „normale“ Beschäftigung und ein teueres Auto ist gerechtfertigt?

Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich nochmals bemerken, dass die Anerkennung eines Vertrages mit Dienstwagen an hohe Vorausetzung geknüpft ist, wie sich aus dem Leitsatz 2 des BfH-Urteils

ergibt. Dies gilt verstärkt bei Verträgen mit Angehörigen. Sie müßten dem Finanzamt deutlich und nchweisbar darlegen, wofür und in welchem Umfang der Firmenwagen geschäftlich genutzt wird. Wegen der erforderlichen Höhe verweise ich auf Leitsatz 3. Insofern müssen Sie zwischen einer "hohen" Vergütung gem. Leitsatz 2 und einer sehr niedrigen Vergütung abwägen, was - vorausgesetzt das Fahrzeug wird in erheblichem Umfang für geschäftliche Faahrten genutzt - wirtslchaftlich und unternehmerisch vertretbar ist.

Ich hoffe, dass Ihnen diese ergänzenden, erläuternden Ausführungen helfen und würde mich über Ihre positive Bewertung durch Anklicken von 3 - 5 Sternen freuen, damit meine Bemühungen in Ihrer Angelegeheit durch den Vergütungsanteil von 50 % Ihres Einsatzes honoriert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.