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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1123
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine folgende Frage: Eine Mitarbeiterin

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich habe eine folgende Frage: Eine Mitarbeiterin von uns hat eine Direktversicherung vom alten Arbeitgeber zu uns mit übernommen. Wir haben die Versicherung weitergeführt. Nach nun knapp vier Monaten möchte die MA die Direktversicherung kündigen und bekommt einen Rückkaufwert in Höhe von 5.478,88 EUR.
Die Versicherung weist darauf hin, dass die Direktversicherung ein Versorgungsbezug gem. § 229 Abs. 1 SGB V darstellt und eine steuerpflichtige Leistung ist. Meine Frage: Wie muss ich den Rückkaufwert in der Lohnabrechnung berücksichtigen?
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Berlin
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: Nein

Guten Tag,


ich prüfe Ihre Frage gerne und melde mich anschließend mit einer Antwort.

Viele Grüße!


Knut Christiansen
Steuerberater

Hier einmal grundsätzliche Informationen zu Ihrer Frage:

Grundsätzlich muss der Betrag von der Arbeitnehmerin als Sonstiger Bezug gem. § 22 Nr. 5 EStG versteuert werden. Dieses erfolgt über ihre private Einkommensteuererklärung. Die Versicherung wird dem Finanzamt elektronisch die Werte mitteilen und der Mitarbeiterin auch eine Bescheinigung über die gemeldeten Beträge zusenden.

Da es sich um einen Versorgungsbezug handelt muss die Arbeitnehmerin hier 10 Jahre lang Beiträge an die Krankenkasse zahlen (jeden Monat 1/120). Diese sollte sich also zeitnah mit ihrer Krankenversicherung in Verbindung setzen um die Zahlungsmodalitäten zu klären.

Wird der Betrag von der Versicherung direkt an die Mitarbeiterin ausgezahlt oder erst an Sie als Arbeitgeber?

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Direkt an die Arbeitnehmerin nicht an uns.

Okay. Dann müssen Sie in der Abrechnung nichts berücksichtigen. Die Arbeitnehmerin muss die KV/PV-Beiträge 10 Jahre an die Krankenkasse selbst entrichten und die Einkommensteuer ebenfalls.

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Arbeitgeberanteile fallen demnach nicht an und es für unsere Lohnabrechnung egal? Die Versicherung meldet die Beiträge ja der KK und dem FA selbstständig.

Ja, so läuft es meiner Erfahrung nach.

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Vielen Dank. hat mir sehr geholfen....

Gern geschehen!

Würden Sie bitte abschließend noch eine Bewertung meiner Antwort vornehmen, da ich nur dadurch meinen Honoraranteil von justanswer erhalte? Dazu müssten Sie bitte 3-5 Sterne anklicken, dann ist die Bewertung durchgeführt. Vielen Dank! :-)

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.

Hier im Nachgang noch ein Link für Sie zum Thema: https://www.paychex.de/wissenswertes/lohnabrechnung-updates/kundigung-von-altersvorsorge/

 

Dort heißt es u.a.:

Rückkaufswerte aus einer Direktversicherungszusage müssen als sonstige Einkünfte gemäß § 22 Nr. 5 EstG versteuert werden. Der Arbeitgeber darf keine Steuern einbehalten.

 

Außerdem:

Lange Zeit beharrten die Sozialversicherungsträger darauf, dass die Abfindung einer betrieblichen Altersversorgung ein einmalig gezahltes Arbeitsentgelt im Sinne des § 14 Abs. 1 SGB 4 darstelle. Das hatte zur Folge, dass die Abfindung beitragspflichtig war. Eine Ausnahme galt lediglich für zulässige Abfindungen im Rahmen der Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses.

Dagegen stellten die Richter des Landessozialgerichts Baden-Württemberg mit Urteil vom 24.03.2015, 11 R 1130/14, fest, dass es sich bei der Abfindung einer betrieblichen Altersversorgung nicht um beitragspflichtiges Arbeitsentgelt handelt, so dass weder Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung noch zur Arbeitslosenversicherung geleistet werden müssen.

Vielmehr stuften sie die Abfindung als Versorgungsbezug gemäß § 229 Abs. 1 S. 3 SGB V ein. Für den Arbeitnehmer bedeutet dies, dass er Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung abführen muss.