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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1028
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Christiansen, zu meiner gestrigen Frage

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Herr Christiansen, zu meiner gestrigen Frage zur 3-Objektgrenze i. S. des gewerblichen Grundstückhandels, habe ich eine Ergänzungsfrage und zwar: Wenn ich die GbR in eine OHG umwandle, um diese darauffolgend in eine GmbH umzuwandeln zu können und wenn ich, um die Abschreibung (AFA) der GmbH zu erhöhen, diese Umwandlung dann als Sachgründung i. S. d. § 20 UmwStG. (mit marktangepassten Buchwerten) gestalte, zählt dann jede Wohnung, die als Sacheinlage in die GmbH gelangt, als Einzelobjekt i. S. der 3-Objektgrenze, oder gilt diese Sacheinlage (da die GmbH ein einzelner Erwerber ist) als Übertragung eines einzelnen ehemaligen Anteilpacketes und somit als nur ein Objekt im Sinne der 3-Objektgrenze? Wie immer, wäre ich für die Angabe Ihrer Quelle dankbar. VG

Guten Tag,

gerne prüfe ich Ihren Sachverhalt. Sofern es mir heute zeitlich noch möglich ist, lasse ich Ihnen heute noch eine Antwort zukommen. Anderenfalls erhalten Sie spätestens morgen die gewünschte Antwort.

Schöne Grüße!

 

Knut Christiansen

 

Laut Rz. 8 des BMF-Schreibens gilt folgendes:

Jedes zivilrechtliche Wohnungseigentum, das selbständig nutzbar und veräußerbar ist, stellt ein Objekt i. S. d. „Drei-Objekt-Grenze“ dar, auch wenn mehrere Objekte nach Vertragsabschluss baulich zu einem Objekt zusammengefasst werden (vgl. BFH-Urteil vom 16. Mai 2002, BStBl II S. 571). Gleiches gilt für Grundstücke, bei denen der Verkauf beim Vertragsvollzug gescheitert ist (vgl. BFH-Urteil vom 5. Dezember 2002,BStBl 2003 II S. 291).

 

Damit ist aus meiner Sicht klar gestellt, dass ein Immobilienpaket nicht als ein Objekt gilt, sonders vielmehr einzelne Wohnungen/ Immobilien jeweils als ein Objekt anzusehen sind.

Beantwortet dies Ihre Frage?

Schöne Grüße!

Knut Christiansen

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Aber ein GbR- "Anteilspacket" gilt doch (so wie ich Ihre gestrige Antwort verstand), sofern es an nur einen Einzelerwerber übertragen wird, als nur ein Objekt im Sinne der 3-Objektgrenze. Es geht mir, wie Sie merken, darum, die Wohnungen letztendlich zu marktgerechten Buchwerten und ohne zum gewerblichen Grundstückshändler zu werden, in die GmbH hinein zu bekommen, deshalb folgende Ergänzungsfrage: Die Umwandlung der GbR in eine OHG bei Beibehaltung der Buchwerten enthält ja keinerlei Übertragungen i. S. der 3-Objektgrenze. Erachten Sie es aber (für den Fall dass Sie meine vorherige Frage, trotz soeben gestellter Rückfrage, verneinen und mit der vorherigen Idee die die 3-Objektgrenze gesprengt wäre) als möglich, anlässlich der Umwandlung der GbR in eine OHG die Buchwerte 3-Objketgrenzenneutral durch Marktanpassung zu erhöhen? (Dies zunächst unter außer Acht lassen der steuerlichen Auswirkungen des nächsten Schrittes, der Umwandlung der OHG in die GmbH). Mit Dank in Voraus
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
… Ich merke gerade, dass Sie meine Frage nicht verneint sondern bejaht haben, da man das Anteilspacke ja nicht bewohnen kann. Entschuldigen Sie bitte mein Missverständnis

Hier kann ich leider nur eine unverbindliche Antwort zu geben:

Nach meiner Kenntnis stellt die Überführung von Immobilien in das Betriebsvermögen (einer OHG) zunächst keinen Veräußerungsvorgang dar, wenn keine Gesellschaftsrechte oder sonstigen Gegenleistungen gewährt werden (vgl. Rz 2 BMF-Schreiben zu § 23 EStG: https://bmf-esth.de/esth/2016/C-Anhaenge/Anhang-26/inhalt.html).

Die Einlagewerte können dabei höher sein, als die Anschaffungskosten, sofern die 10-Jahresfrist des § 23 EStG überschritten ist. Allerdings gilt die Einlage dann als Veräußerung, wenn
das zuvor eingelegte Grundstück zusammen mit einem Betrieb, Teilbetrieb oder Mitunternehmeranteil in eine Kapitalgesellschaft eingebracht wird (Rz. 4).

Von daher sehe ich es so, dass eine Höherbewertung bei der Überführung in die OHG möglich ist. Allerdings muss dann bei der Umwandlung der OHG in eine GmbH nachträglich eine Veräußerung angenommen werden.

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Vielen Dank. Ich glaube übrigens sogar, dass die Einlagewerte die Anschaffungskosten überschreiten dürfen, auch wenn die 10-Jahresfrist noch nicht überschritten ist, denn der § 23 EStG richtet sich m. E. an den „Vollzug“ der Übereignung und nicht an den durch eine Einlage (im Gegensatz zu einer Einbringung) zunächst lediglich ausgelösten „Anspruch“ auf Übereignung.
Darauf brauchen Sie aber nicht mehr zu antworten (wobei Sie natürlich gerne reagieren dürfen, wenn Sie möchten). Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und gehe zur Bewertung.

Ihre Anmerkung prüfe ich bei Gelegenheit gerne noch einmal.

Vielen Dank, den schönen Abend wünsche ich Ihnen auch!

 

 

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.