So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Knut Christiansen.
Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1002
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
Knut Christiansen ist jetzt online.

Immobilienverkauf in Deutschland, Ich lebe in Luxembourg und

Diese Antwort wurde bewertet:

Immobilienverkauf in Deutschland
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Ich lebe in Luxembourg und möchte 4 Eigentumswohnungen verkaufen., bei denen die 10 jährige Frist zwischen den Notarverträgen von An.- und Verkauf überschritten wird. Nach § 23 EkStg sind sie also EKsteuerfrei. Allerdings ist mir unklar, ob mit dem Überschreiten der 3 Objektgrenze innerhalb von 5 Jahren das FA diese Verkäufew als gewerbliches Einkommen klassifierten könnte. Alle 4 Wohnungen standen während der ganzen Zeit zur Vermietung zur Verfügung. Es gab allerdings auch geringere Leerstände von 2-3 Monaten und anfänglich einige Monate Mietausfall durch Instandsetzung. Der Zeitraum der Vermietung der einzelnen Wohnungen durch Mieteeinnahmen betrug für den 10 Jahreszeitraum jeweils nur ca. 9 Jahre und 6 Monate. Allerdings dienten alle 4 Wohnungen der Vermietung und wurde von mir nie selbstgenutzt. Zählen diese 4 Objekte als Zählobjekte für die 3 Objektgrenze?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: nein.

Guten Tag,

 

ich prüfe Ihre Frage gerne und melde mich anschließend mit einer Antwort. Bis gleich!

 

Schöne Grüße!

 

Knut Christiansen

Steuerberater

 

Hallo, hier die zugesagte Antwort.


Grundsätzlich regelt eine Verwaltungsanweisung des Bundesfinanzministeriums die Handhabung des gewerblichen Grundstückshandels. Darin heißt es u.a.:

Sind bebaute Grundstücke bis zur Veräußerung während eines langen Zeitraums (mindestens zehn Jahre) vermietet worden, gehört grundsätzlich auch noch die Veräußerung der bebauten Grundstücke zur privaten Vermögensverwaltung (vgl. BFH-Urteil vom 6. April 1990, BStBl II S. 1057). Dies ist unabhängig vom Umfang des veräußerten Grundbesitzes.

 

Wichtig in dem Zusammenhang ist, ob es bei der jeweils betrachteten Immobilie um ein "Zählobjekt" im Sinne der 3-Objekt-Grenze handelt. Das o.g. BMF-Schreiben regelt hierzu, dass Objekte, die für mind. 10 Jahre vermietet wurden (kurze Leerstandszeiten sind unerheblich), keine Zählobjekte sind.

Weiter heißt es in dem Schreiben:

Objekt i. S. d. „Drei-Objekt-Grenze“ sind nur solche Objekte, bei denen ein enger zeitlicher Zusammenhang (vgl. Tz. 20) zwischen Errichtung, Erwerb oder Modernisierung und der Veräußerung besteht. Ist ein derartiger enger zeitlicher Zusammenhang nicht gegeben, können bis zur zeitlichen Obergrenze von zehn Jahren Objekte nur mitgerechnet werden, wenn weitere Umstände den Schluss rechtfertigen, dass im Zeitpunkt der Errichtung, des Erwerbs oder der Modernisierung eine Veräußerungsabsicht vorgelegen hat. Solche weiteren Umstände liegen z. B. vor, wenn ein branchenkundiger Steuerpflichtiger innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren nach der Errichtung eines Gebäudes weniger als vier, danach aber in relativ kurzer Zeit planmäßig weitere Objekte veräußert (vgl. BFH-Urteil vom 5. September 1990, BStBl II S. 1060). Vgl. auch Tz. 28.

Daher läge in Ihrem Fall aus meiner Sicht kein gewerblicher Grundstückshandel vor, es sei denn Sie sind branchenkundig (Bauträger, Makler, etc). Das BMF-Schreiben hat am Ende ein sehr gutes Schaubild, was Ihnen sicherlich auch bei der Beurteilung weiterhelfen wird. Das Schreiben finden Sie z.B. hier:

https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/129733/

Bei Unsicherheit bzgl. der steuerlichen Würdigung würde ich Ihnen ansonsten anraten eine verbindliche Auskunft beim Finanzamt einzuholen. In dem Fall beurteilt das Finanzamt den Sachverhalt vor Ausführung und gibt Ihnen dann eine verbindliche Auskunft, an die es dann gebunden ist. Dann haben Sie Rechtssicherheit.


Ich hoffe Ihnen soweit geholfen zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen. Abschließend bitte ich um positive Bewertung meiner Antwort mit 3-5 Sternen, damit justanswer meine Beratung anteilig vergütet. Dieses erfolgt erst bei positiver Bewertung durch Sie als Kunde. Ich erhalte dann 50% des von Ihnen bereits gezahlten Betrgs als Honorar.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen





Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank für den Bonus!