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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1255
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Hallo, ich habe mich aus der Arbeitslosigkeit heraus als

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe mich im Dezember aus der Arbeitslosigkeit heraus als Freiberufler selbstständig gemacht, für 2019 aber noch keine Einnahmen. Jetzt muss die EÜR gemacht werden. Das Arbeitsamt ist über meinen Status informiert, hat aber noch nicht reagiert. Ich möchte nun wissen, welche Kosten jetzt schon sinnvoller Weise anzusetzen sind bzw. ob es sinnvoll ist, möglichst viele Kosten in das Unternehmen zu buchen. Mir ist nicht klar, wann mit Einnahmen zu rechnen sein wird
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Gern. Welche informationen benötigen Sie?

Guten Tag,

ich prüfe Ihre Frage gerne und melde mich bis Mittag mit einer Antwort.

Schöne Grüße!

Knut Christiansen

Steuerberater

Hallo, hier die zugesagte Antwort.

grundsätzlich sollten Sie alle Kosten, die mit der Gründung des Unternehmens sowie die laufenden Kosten aus dem Dezember bereits in der Anlage EÜR für die Steuererklärung 2019 eintragen.

Vorgründungskosten sowie laufende Kosten werden vom Finanzamt grundsätzlich als Betriebsausgabe anerkannt, auch wenn zunächst noch keine Einnahmen (und damit ein Verlust) erzielt wurden. Erst bei einer längerfristigen Phase, in denen nur Verluste erzielt werden, wird das Finanzamt für die selbständige Tätigkeit eine Gewinnerzielungsabsicht in Frage stellen. In dem Fall werden Sie aber gesondert vom Finanzamt angeschrieben. Sie müssen dann Aussagen darüber treffen, wie Sie beabsichtigen, künftig einen Totalüberschuss zu erzielen.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Stellen Sie gerne kostenfreie Anschlussfragen über die Kommentarfunktion, wenn etwas unklar geblieben ist oder es sonstige Rückfragen gibt. Auf Wunsch können wir auch gerne telefonieren, stellen Sie dann bitte eine Telefonanfrage ein.

Abschließend bitte ich um Bewertung meiner Antwort mit 3-5 Sternen, damit justanswer meine Bertung anteilig vergütet. Dieses erfolgt erst bei positiver Bewertung durch Sie als Kunden. Ich erhalte dann 50% des von Ihnen bereits gezahlten Betrags als Honorar.

Viele Grüße!

Knut Christinsen
Steuerberater

Guten Morgen,

haben Sie noch Rückfragen, die ich Ihnen noch beantworten kann?

Schöne Grüße!

Knut Christiansen

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo Herr Christiansen,
ja in der Tat, danke. Ich benutze das Programm Wiso Mein Büro 365 und erfasse derzeit alle Eingangsrechnungen für die Umsatzsteuervoranmeldung und die EÜR. Hier sind meine Fragen:

- Das Programm unterscheidet zwischen Buchungsvorgängen in meinem verbundenen Konto mit der Commerzbank und der Kasse. Ich habe gelesen, dass es nicht notwendig ist, ein Kassenbuch zu führen
aber mir erscheint es unumgänglich, wenn ich eine Kostenübersicht erhalten will. Übersehe ich hier etwas oder sehe ich das richtig? Sollte ich die Einzelbelegerfassung ggf. auf einem anderen Wege vornehmen und nicht über die Kasse buchen?
- Die Erfassung von Eingangsrechnungen ermöglicht es mir, die gezahlte Vorsteuer zurück zu holen. Ist es also in jedem Fall sinnvoll, Rechnungen (z.B. solche, die ich auch privat ansetzen könnte, wie z.B. Fortbildungen oder Literatur) immer auf das Unternehmen zu buchen? Was sind die weiteren Auswirkungen? Die derzeit entstehenden Verluste werden sicher von meinem zu versteuerndem Einkommen abzugsfähig sein und so meine eigene Steuererklärung positiv beeinflussen. Anderseits kann ich sie nicht mehr privat als Werbungskosten absetzen. Ist es richtig, dass die Erfassung über die Firma zu einem vollen Abzug vom zum versteuernden Einkommen führt, während die Werbungskosten nur anteilig abzugsfähig sind?

Hallo,

 

ich bin derzeit unterwegs, melde mich aber gerne später mit einer Antwort. Bis später!

Hallo!

Sofern bei Ihrem Programm möglich, könnten Sie die Barbelege auch über das Konto Privateinlage buchen und nicht über die Kasse. Insgesamt sollten Sie sämtliche Kosten, die mit dem Unternehmen zusammenhängen dann buchen (entweder über Bank oder über Kasse/Privateinlage). Dadurch entsteht dann natürlich ein AUfwand, der sich günstig auf Ihr zu versteuerndes Einkommen und damit steuermindernd auswirkt. Fortbildungen oder Literatur sind auch betrieblich zu buchen, wenn es hier einen plausiblen Zusammenhang gibt. Ansonsten ist es unerheblich, ob Sie die Kosten betrieblich oder als Werbungskosten (soweit zulässig) behandeln. In beiden Fällen sind die Aufwendungen steuerwirksam, das heißt Ihr zu versteuerndes Einkommen mindert sich daduch gleichermaßen und nicht nur anteilig. Bei den Werbungskosten wirkt sich es allerdings nur aus, wenn Ihre gesamten Werbungskosten 1000 EUR im Jahr übersteigen, da ansonsten ohnehin ein Pauschalbetrag abgezogen wird.

Schöne Grüße!

 

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo !
Danke für die Antwort. Ist es nicht egal, ob ich die Kosten über die Kasse oder über Privateinlagen laufen lasse? Der Aufwand ist der selbe und in der Konsequenz wird alles von meiner Steuerlast abgezogen. Einzig unklar ist für mich, ob es zu Komplikationen mit den Ämtern kommen könnte, wenn die Zahlungen über private Kreditkarten/Paypal etc. vorgenommen worden sind. Das könnte für Verwirrung sorgen (?)

Ja, grundsätzlich ist es egal. Ich hatte Sie nur so verstanden, dass Sie keine eigene Kasse führen wollen.

Sie können grundsätzlich auch über paypal oder private Kreditkarten zahlen. Diese Beträge buchen Sie dann einfach über Privateinlage ein. Schöner wäre es natürlich, wenn es über betriebliche Konten/Karten gezahlt wird, aber ein Abzug der Kosten scheitert nicht daran, dass Sie diese Beträge privat verauslagt haben.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Die Verpflichtungen, die mit dem Führen der Kasse einher gehen, sind mir noch nicht ganz klar. Ist es nicht so, dass dies außer dem Verbuchen im Programm eigentlich keine weiteren Arbeiten notwendig macht? Dann bestünde der Unterschied lediglich in der hier gewählten Kategorie "Privateinlage vs. Kasse". Ich habe gelesen, dass das Führen der Kasse umgangen werden kann und war davon ausgegangen, dass es einfacher ist, keine Kasse zu führen. Allerdings sehe ich momentan den Mehraufwand bzw. die grösseren Verpflichtungen noch nicht

Wenn Sie eine Kasse führen, müssten Sie auch ein seperates Kassenbuch führen. In dem Fall müssten Sie zumindest eine richtige Kasse führen, deren Bestand dann mit dem in der Buchhaltung übereinstimmt. Da Sie schreiben, dass Sie freiberuflich tätig sind, wäre eine Kassenführung aus meiner Sicht nicht notwendig und ich würde empfehlen, die Barbelege über das Konto Privateinlagen zu verbuchen. Steuerlich können Sie die Beträge wie gesagt ebenfalls genauso absetzen, Sie sparen sich aber zusätzlichen Verwaltungsaufwand.

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Jetzt hab ichs verstanden, danke.

Gern geschehen!