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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1755
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
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RainNitschke ist jetzt online.

Hallo, ich bin seit Anfang 2018 Freiberufler und muss für

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bin seit Anfang 2018 Freiberufler und muss für 2018 noch meine Steuererklärung abgeben. Habe aber in 2018 keine Umsatzsteuer abgeführt, da ich dachte ich mach das dann mit der Steuererklärung.Jetzt ist mein Gewinn dementsprechend für 2018 viel höher als er eigentlich sein dürfte, da ja noch die USt. mit rein zählt und ich nun mehr Steuern für das Jahr zahlen muss. Kann ich nun die USt. noch für 2018 abführen um meine Steuerlast zu minimieren oder geht das nicht mehr?
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Sachsen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: Wenn ich die USt. für 2018 nicht mehr abführen kann, kann ich sie dann jetzt sofort dieses Jahr noch an das Finanzamt zahlen und dann für 2019 geltend machen? Habe ich dann eine Nachteil in der zu zahlenden Einkommenssteuer von 2018 zu 2019, wenn ich 2019 10.000 € weniger eingenommen habe?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Haben Sie auch während 2018 keine Umsatzsteuervoranmeldungen abgegeben und Ihre Vorsteuer verrechnet?

Mit freundlichen Grüßen

K. Nitschke

Rechtsanwältin

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Hallo Frau Nitschke, nein habe ich nicht. Ich habe für 2018 und 2019 keine Umsatzsteuervoranmeldung abgegeben.

Vielen Dank für Ihren Nachtrag!

Wenn Sie keine Umsatzsteuervoranmeldungen in 2018 abgegeben haben und dementsprechend keine eingenommene Umsatzsteuer abgeführt haben, werden Sie die Steuer nicht mehr für das Jahr berücksichtigt bekommen. Mich wundert nur, dass Sie nie aufgefordert wurden, da die Finanzämter bei neuen Unternehmen eigentlich sogar eine monatliche Abgabe fordern.

Sie sollten jedoch dringend, die USt 2018 abgeben, da Sie verpflichtet sind, diese Steuer umgehend abzuführen. Es handelt sich ja um Geld, was Sie im Prinzip für den Staat einnehmen und dann weiterleiten müssen. Zu lange einbehaltene Umsatzsteuer führt nicht selten zu einem Verfahren wegen Steuerhinterziehung. Daher sollte man damit sehr sorgfältig umgehen.

Sollten Sie bislang keine Voranmeldungen abgegeben haben, sollten Sie auch damit umgehend anfangen. Auch bei den Voranmeldungen ist es so, dass Sie beim Jahreswechsel die USt für Dezember noch im alten Jahr berücksichtigen können, wenn diese bis zum 10.01. abgeführt haben. Ansonsten fällt auch diese Zahlung in das neue Jahr. Auf diese Weise haben Sie Ihre Umsatzsteuer auch in dem Jahr berücksichtigt, in welcher sie auch angefallen ist. Wenn die Voranmeldungen sauber abgegeben und die Steuern abgeführt werden, sollte es bei der Jahreserklärung auch zu keiner Nachzahlung mehr kommen und Sie haben Ihre Kosten immer Blick.

Eine Jahreserklärung reicht in der Regel nur bei sehr kleinen Betrieben, bei denen der Verwaltungsaufwand nicht im Verhältnis zur Steuer steht.

Sie müssen daher die USt 2018 so schnell wie möglich beim Finanzamt einreichen. Sicher werden Sie danach ohnehin aufgefordert, die Voranmeldungen regelmäßig einzureichen.

Die jetzt gezahlte Steuer wird dann im Jahr 2019 berücksichtigt. Als Freiberufler mit Einnahmen- Überschuss- Rechnung gilt das Zufluss/ Abflussprinzip - als Berücksichtigung in dem Jahr, in dem die Kosten gezahlt oder das Honorar tatsächlich eingenommen wurde.

Wenn Sie 2019 weniger eingenommen haben ist das kein Problem. GGf. zahlen Sie dann weniger Einkommensteuer. Aktuell wird das Finanzamt aber sehr wahrscheinlich eine an 2018 angepasste Vorauszahlung für die Einkommensteuer fordern. Gegen diesen Bescheid können Sie aber Einspruch einlegen und Ihr Einkommen aus 2019 mitteilen und darum bitten, dass die Vorauszahlung entsprechend angepasst wird. Daher sollten Sie in 2020 nicht lange mit der Abgabe der Erklärungen warten.

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Sollte Ihre Frage beantwortet sein, würde ich mich über Ihre positive Bewertung durch Anklicken der Sterne ( 3-5) freuen. Dadurch wird das Guthaben auf Ihrem Kundenkonto an mich weiter geleitet und die Beratung vergütet. Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Nitschke

Rechtsanwältin

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
OK, erstmal Danke dafür. Das bedeutet also, dass ich die UST 2018 jetzt sofort abgeben kann und diese als Betriebsausgaben für 2019 ansetze. Ebenso würde ich eine UST für 2019 fertig machen und auch sofort einreichen, da ich im Dezember keine Einahmen mehr habe. Somit beide USTs als Betriebsausgabe für 2019 ansetze, was meinen Gewinn drückt. Das bedeutet aber, dass ich für 2018 eine höhere Einkommensteuer zahle als wenn ich die UST normal abgeführt hätte und in 2019 eine geringe Einkommensteuer, da ich aus beiden Jahren abführe. Aber im Verhhältnis es für mich blöd läuft da ich für 2018 mehr zahle als in 2019 mit einer geringeren Einnahme? Wissen Sie worauf ich hinaus will? :-)

Sie können die Erklärung nicht nur jetzt abgeben, sondern müssen diese auch umgehend abgeben.

Sie machen jetzt noch nicht die Jahreserklärung für 2019 fertig, da Sie den Dezember ja noch nicht abrechnen können. Sie sollten aber die entsprechenden Voranmeldungen abgeben. Zur Vereinfachung würde ich jetzt Quartalsabrechnungen einreichen für Jan - März, April - Juni, Juli - Sept. 2019.

Ja, für 2018 versteuern Sie jetzt leider die gesamten Einnahmen. Für 2019 wird Ihnen dagegen die USt aus 2018 angerechnet, wenn Sie die EÜR für 2019 abgeben.

Ja, ich weiß worauf Sie hinaus wollen, zumal Sie jetzt einiges an USt nachzuzahlen haben. Ich hoffe, das Geld wurde entsprechend zur Seite gelegt. Viele Unternehmer machen leider den Fehler und behandeln auch die USt wie Einkommen und haben dann Probleme, das Geld abzuführen. Mit der Umsatzsteuer ist jedoch nicht zu spaßen. Daher lassen sich Finanzämter diesbezüglich auch nicht auf eine Stundung ein. Diese ist zwar ohnehin schon schwer zu bekommen, bei der USt wird jedoch gar nicht erst diskutiert.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ok, dann gebe ich die Erklärung gleich Montag ab und überweise auch direkt die Summe. Habe natürlich alles zur Seite gelegt. Ebenso mache ich die Voranmeldungen für 2019 rückwirkend und muss auch sofort überweisen? Das letzte Quartal mache ich direkt bis zum 10.01. fertig und überweise auch gleich. Korrekt? Dann sollte das wieder passen.

Genau... wenn Sie das so machen, dann haben Sie beim Finanzamt für die Umsatzsteuer keine Rückstände mehr und man wird Sie auch in Zukunft nicht so streng im Auge behalten, wie einen Steuerpflichtigen, der regelmäßig erinnert werden muss.

Für die Jahreserklärung 2018 erhalten sie zwar einen Bescheid mit Zahlungsaufforderung, da Sie allerdings schon länger säumig sind, kann der Betrag auch sofort abgeführt werden. Umsatzsteuerbescheide werden ohnehin zeitnah übersendet.

Die Umsatzsteuervoranmeldung 2019 geben Sie ab und überweisen den errechneten Betrag an das Finanzamt.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Eine letzte Frage noch: Da ich ja Freiberufler bin, müsste ich keine gesonderte UST Jahreserklärung abgeben, wenn ich die Voranmeldungen über das Jahr korrekt abgebe?

Nein, Sie müssen dennoch eine Jahreserklärung abgeben, da darüber z.B. auch noch Fehler korrigiert werden können, die vielleicht während des Jahres bei der Voranmeldung gemacht wurden. So können Sie z.B. eine Kostenrechnung vergessen haben, wodurch Ihnen noch eine Nachzahlung der Vorsteuer zustehen würde. Oder umgekehrt - es wurde versehentlich eine Honorarrechnung nicht mit berechnet. Oft fällt dies erst auf, wenn man die EÜR erstellt.

Wenn Sie aber alles sauber berechnet und abgeführt haben, dann würden Sie für 2019 auch nichts nachzahlen müssen. Wenn der Bescheid dann auf Null lautet, sparen sich einige Finanzämter sogar den Versand dieses Bescheides. Also wundern Sie sich nicht, wenn Sie dann keinen Bescheid erhalten.

RainNitschke und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Zu meiner letzten Frage. Ich meinte eigentlich für die Zukunft. Ob da die Voranmeldungen reichen würden? Oder meinen Sie, dass es immer besser ist nochmal eine Jahreserklärung abzugeben um Fehler zu beheben?

Die Jahreserklärung muss jedes Jahr abgegeben werden