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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 906
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Ich habe die Option eine hohe Abfindung 12.2019 oder erst in

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe die Option eine hohe Abfindung im Entlassungsmonat 12.2019 oder erst in 01,2020, dem Beginn der Transfergesellschaft ( 1.1-31.12.20) auszahlen zu lassen. Was ist steuerlich günstiger ?
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: gearbeitet bis Dezember 2019 in NDS, ab 01.2020 in NRW
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: ja, habe Entgeltersatzleistungen in 2019 wegen langer Krankheit erhalten, es steht noch 30 Tage Urlaubsabgeltung für 2019 aus und in 2020 erhalte ich Transfer-KUG und einen Zuschuss zum Transfer-KUG vom alten AG auf 80% des alten Nettos ( gilt das dann auch als Abfindung nach 1/5 Regel)

Guten Morgen,

in der Regel wird es günstiger sein, die Abfindung erst im Jahr 2020 auszahlen zu lassen, wenn Ihre Einkünfte im Jahr 2020 geringer sind als im Jahr 2019 (davon würde ich aufgrund der Angaben ausgehen).

Wenn die Abfindung zu einer Zusammenballung der Einkünfte führt, so dass das Einkommen von Abfindung und Arbeitseinkommen höher ist, als wenn Sie normal weiter gearbeitet hätten, kann die Fünftelregelung angewendet werden. Hierbei kommt es zu einer Abmilderung in der Steuerprogression. D.h. der Steuersatz springt nicht so stark an, wie es der Fall wäre, wenn die Abfindung "normal" versteuert werden würde. Ein Zuschuss zum Transfer-KUG gehört allerdings nicht zur Abfindung.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung. Diese Vergütung beträgt 50% des von Ihnen gezahlten Betrags und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
das ist mir schon bekannt, es kam vom Betriebsrat allerdings die Aussage, dass die Abfindung mit StKl 6 versteuert wird, wenn man diese im Januar, also nach Entlassung und in der Transfergesellschaft, erhält. Kann das sein ?

Die Steuerklasse 6 wird nur angewandt, wenn es sich um das zweite Arbeitsverhältnis handelt. Ich würde davon ausgehen, dass die Transfergesellschaft dann zum ersten Arbeitgeber wird und dann die günstigere Steuerklasse zur Anwendung kommt.

Ansonsten wäre es so, dass ein zu hoher Lohnsteuerabzug sich über die Steuererklärung wieder zurück holen ließe. Die Lohnsteuer ist wie eine Steuervorauszahlung zu sehen. Durch Abgabe der Steuererklärung wird die richtige Einkommensteuerhöhe berechnet. Davon wird dann die Lohnsteuer als Vorauszahlung abgezogen. Die Differenz führt dann zu einer Erstattung (bei zu hohem Lohnsteuerabzug).

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
ja korrekt, aber
1.) während der TG erhalte ich vom alten AG noch eine Aufstockung der Transfer-KUG, die TG ist nur Zahlungsvermittler, demnach wäre diese Aufstockung ggf. auch eine Abfindung nach 1/5 Regel ?
2.) ist dann durch die Zahlung der Aufstockung durch den alten AG ein zweites Arbeitsverhätnis gegeben ? (es handelt sich um einen sogenannten Dreiseitigen Vertrag)
3) oder ändert sich das erst, wenn ich einen neuen Job finde und die TG verlasse, aber dann gibt es ja nur einen einzigen AG zur gleichen Zeit, insofern erst recht keine StKl 6

Zu 1)
Nach meiner Recherche ist die Aufstockung zum Transfer-KUG laufender Arbeitslohn und nicht ermäßigt zu besteuern (https://www.haufe.de/personal/entgelt/transferkurzarbeitergeld-steuerliche-einordnung_78_492622.html)

Zu 2)
Aus meiner Sicht dürfte kein zweites Arbeitsverhältnis bestehen, denn Sie wechseln ja in die Transfergesellschaft und der Arbeitgeber gibt nur einen Zuschuss. Wenn natürlich die Abfindung noch durch den Arbeitgeber erfolgt und Sie zum Zeitpunkt der Abfindung bereits in der TG sind, müsste der Arbeitgeber, weil er Anfang 2020 dann ja nicht mehr erster Arbeitgeber ist, nach Steuerklasse 6 abrechnen.

Zu 3) Wenn Sie die TG verlassen haben Sie einen neuen ersten Arbeitgeber. Auch hier würde gelten: wenn Sie die Abfindung noch vom alten AG erhalten, aber die Beschäftigung schon beim neuen AG besteht, muss Ihr alter AG die Abfindung mit Steuerklasse 6 abrechnen.

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
ok vielen Dank, dann ist mir die Stkl. 6 klar geworden, denn der AG zahlt in jedem Fall die Abfindung selbst aus, demnäch wäre also für mich der Dezember 2019 der bessere Zeitpunkt, richtig ?
Oder wäre die Stkl. 6 für die Abfindung im Januar 2020 bei einem Einkommen in 2020 netto von 80% des alten Einkommens doch günstiger ?

Wie gesagt, bei Steuerklasse 6 ist der Lohnsteuerabzug zwar relativ hoch. Aber durch die Abgabe der Steuererklärung 2020 im Jahr 2021 ließe sich der Mehrbetrag ja erstatten lassen.

Ob eine Auszahlung am Ende im Jahr 2019 oder 2020 günstiger ist, kann man ohne eine konkrete Berechnung nicht sagen. Tendenziell würde ich davon ausgehen, dass die Auszahlung im Jahr 2020 in der Gesamtbetrachtung günstiger sein müsste, zumal Sie im Jahr 2019 auch noch Lohnersatzleistungen erhalten haben, die den Steuersatz erhöhen (Progressionsvorbehalt).

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
bei den Lohnersatzleistungen hatte ich aber weniger auf dem Konto, da das Krankengeld ja nur bis zur Beitragsbemessunggrenze gezahlt wird und meine Bruttogehalt bei mtl. 7300 EUR lag.
Insgesamt werde ich 2019 ca. 5.000 EUR netto weniger als normal haben.
Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
werden die Lohnersatzleistungen denn steuerlich höher bewertet als der Gehaltsabzug durch die Krankheit (nach Ende Entgeltfortzahlung) ?

Jedenfalls erstmal vielen Dank, wenn Sie mir die beiden Fragen noch beantworten könnten sehe ich jetzt doch viel klarer und bin äusserst zufrieden mit der Beratung.

Abschliessend dann noch eine einzige Frage. Gibt es einen Onlinerechner, wo ich die Werte alle eingeben und den Sie mir empfehlen können ?

Unter den Voraussetzungen kann es ggfs. sein, dass der Unterschied zwischen einer Auszahlung 2019/2020 dann gar nicht so groß ist.

Die Lohnersatzleistungen sind zwar steuerfrei, erhöhen aber den Steuersatz. D.h. es wird für die Berechnung Ihres Steuersatzes so getan, als wenn das Krankengeld Arbeitslohn wäre. Dadurch ergibt sich dann ein höherer Steuersatz, der auf Ihre Einkünfte angewendet wird.

Abschließend könnte man das aber nur beurteilen, wenn eine Steuerberechnung durchgeführt wird. Sie können es z.B. hier einmal eingeben:https://fuenftelregelung.info/

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
ok, recht herzlichen Dank, das beruhigt mich und beendet auch die Unsicherheiten durch viele Diskussionen innerhalb der Kollegen.

Gern geschehen!

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.