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Christian P
Christian P, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 349
Erfahrung:  Tax Manager bei Kelvion
103664560
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Christian P ist jetzt online.

Ich habe meiner Ehefrau 2013 Eigentumswohnungen zum

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe meiner Ehefrau im Jahre 2013 Eigentumswohnungen zum damaligen Verkehrswert von 800 T€ übertragen und ein auflösend bedingtes Nießbrauchsrecht eintragen lassen. Dieses erlischt bei Tod von einem von uns, bei Rücktritt vom Ehevertrag (Scheidung) und kann einvernehmlich von Beiden jederzeit aufgehoben werden. Wenn es jetzt einvernehmlich herausgenommen wird, um die Wohnungen zu veräußern bzw. an unseren Sohn zu übertragen, wird hier eine erneute Schenkung (Wert des Nießbrauchs) gewährt, oder eben nicht ?
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Bayern
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: Ich bin Jahrgang 1968, meine Ehefrau 1955, die jährliche Miete ist derzeit 37 T€, war in 2013 29 T€, der Verkehrswert heute beträgt 1.148 T€

Guten Abend,

der unentgeltliche Verzicht auf Ihr Nießbrauchsrecht stellt eine Zuwendung im Sinne des Schenkungssteuergesetzes dar.

Das heißt, dass Sie dann auf den Wert des Nießbrauchs verzichten. Dieser Wert wäre dann als Schenkung gegenüber Ihrer Frau zu beurteilen. Da das Grundstück damals schon recht hochpreisig war, wird selbst unter Abzug des damaligen Nießbrauchs ein großer Anteil des Freibetrags zwischen Ehegatten verbraucht worden sein. Daher wäre nun zu befürchten, dass es durch den Nießbrauchsverzicht zu einer Festsetzung von Schenkungssteuer kommen könnte.

Ich hoffe damit Ihre Frage beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen. Abschließend bitte ich um Bewertung meiner Beratung mit 3-5 Sternen, damit justanswer meinen Honoraranteil freigibt. Dieses erfolgt erst bei positiver Bewertung durch Sie als Kunden. Ich erhalte dann 50% des von Ihnen bereits an justanswer gezahlten Betrags als Honorar. Vielen Dank im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Haben Sie denn berücksichtigt, dass es kein lebenslanges Nießbrauchsrecht ist, sondern ein auflösend bedingtes Nießbrauchsrecht ? Ist das nicht anders zu behandeln, da es von vornherein vereinbart wurde,
dass es jederzeit gestrichen werden kann ? In der Literatur habe ich entdeckt, dass ein nachträglicher Verzicht eines auflösend bedingten Nießbrauchs unter einer Postestativbedingung keine erneute Schenkung im Steuerrecht bewirkt.

Entschuldigen Sie, ich kann gerade nicht telefonieren. Ich prüfe Ihren Einwand noch einmal, es kann aber ggfs. etwas dauern bis ich mich wieder melde. Wäre das in Ordnung? Sonst gebe ich die Frage für einen anderen Experten frei.

Wie wurde denn das auflösend bedingte Nießbrauchsrecht bei der damaligen Übertragung schenkungssteuerlich durch das Finanzamt gewürdigt?

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich habe hier keinerlei Information, wir haben keinen Steuerbescheid hierzu erhalten, den Übertragungsvertrag hat das Finanzamt vom Notar aber erhalten !
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
der Kaufpreis der Immobilien im Jahr 2008 und 2009 wurde in der Übertragung nicht angegeben, dem Finanzamt sind aber die Kaufpreise (insgesamt 606 T€) aus den Kaufverträgen bekannt gewesen.

Ich fürchte ich kann Ihnen in dieser Hinsicht nicht so schnell eine verlässliche Auskunft erteilen, da das Thema nach erster Sichtung doch sehr komplex ist. Ich gebe die Frage daher den anderen Experten zur Beantwortung frei und hoffe, dass Ihnen hier geholfen werden kann.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Alles klar, dann warte ich auf die Antwort eines Kollegen von Ihnen !
Ihnen auch einen schönen Abend
KB

Hallo ich müsste mich damit auch länger beschäftigen und kann das erst am Sonntag hoffentlich beantworten

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Hallo Herr Peter,
Das ist kein Problem, gerne warte ich auf eine exakte Antwort !
Besten Dank,
Klaus Barow

Hallo Herr Barrow,

Da nur eine einvernehmliche Beendigung des Niesbrauchsrechts möglich ist, gehe ich davon aus, dass die Finanzbehörde das Nießbrauchsrecht bei der ursprünglichen Schenkung an Ihre Frau in Abzug bei der Bewertung gebracht hat. Der einvernehmliche Verzicht wäre dann eine Schenkung Ihrer Frau durch Verzicht auf die Belastung an Sie. In umgekehrter Richtung der Zuwendung haben Sie aber einen Greibetrag von 500T Euro, der Ihnen helfen sollte und die Folgen abmildern wird.

Beste Grüße

C. Peter

Freibetrag wollte ich schreiben, Verzeihung.

Christian P, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 349
Erfahrung: Tax Manager bei Kelvion
Christian P und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Hallo Herr Peter,

In Ihrer letzten Antwort verstehe ich den Begriff "In umgekehrter Richtung der Zuwendung" nicht.
Ist hier gemeint, dass das Nießbrauchsrecht nicht als Minderung des Schenkungswertes von mir
an meine Frau zu sehen ist, sondern als Schenkung meiner Frau an mich in die Gegenrichtung ?

Es ist auch nicht nur eine einvernehmliche Beendigung des Nießbrauchsrechts möglich.
Auch ein Rücktritt vom Ehe-Erb-Vertrag, also die Trennung,
hätte das Ende des Nießbrauchs zur Folge.

Eigentlich war die Eintragung des Nießbrauchs keine Wertminderung der Schenkung,
sondern eine "unbenannte Zuwendung" meiner Frau an mich, weil der Bestand daran
an den Fortbestand der Ehe geknüpft ist. Aber das ist evtl. nur ein zivilrechtlicher Aspekt.

Ich gehe aber davon aus, daß die Finanzbehörde bei damaliger Schenkung den Nießbrauchs-Wert
in Abzug gebraucht hat, denn der damalige Schenkungswert ist nach meiner Schätzung 800 T€,
abzgl. des damaligen Nießbrauchs-Wert (für mich, Jahrgang 68, ca. 460 T€ / für meine Frau,
Jahrgang 55, ca. 415 T€ / es ist auflösend bedingt für den Tod des zuerst versterbenden !!),
und erst dann war es unterhalb des Freibetrages.

Ist im Rückschluss dazu ein Verzicht vom Nießbrauch jetzt zwingend von der Finanzbehörde
als erneute Schenkung anzusehen, oder wird dann die damalige Schenkung neu bewertet ?

Ein jetziger Verzicht des Nießbrauchs gäbe für mich einen Wert i.H.v. 547 T€,
für meine Frau nur 477 T€. Welcher Wert wird hier genommen, der Nießbrauch ist
eingetragen als "lebenslang, längstens bis zum Tode meiner Frau" !

Aber hier ist die jetzige Schenkung mit der von 2013 ja noch aufzuaddieren,
weil wir hier bis 2023 noch im 10-Jahres-Zeitraum sind.

Kann man das umgehen, indem man eine erste Bar-Schenkung aus den Jahren
2004 und 2005 i.H.v. 25 T€ hatte ? Meine Frau hat damals diesen Betrag auch in bar
für eine Einzahlung in eine Rentenversicherung genutzt. Hier sind Einzahlungs-Belege
vorhanden, die Bar-Schenkung von mir an sie haben wir selbstverständlich schriftlich
dokumentiert, .... ?!?

Somit wären dann die Schenkungen von 2004 bis 2013 zusammen zu zählen und wir beginnen jetzt
in 2019 einen neuen 10-Jahres-Zeitraum, oder habe ich hier einen Denkfehler und es werden grundsätzlich
alle Schenkungen innerhalb von 10 Jahren zusammen gezählt ?

Ich habe im Übrigen in der Literatur einen Beitrag zum Verzicht auf einen auflösend bedingten
Nießbrauch gefunden, siehe Anlage !

Besten Dank für Ihre Hilfe,

Klaus Barow
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Hallo nochmals Herr Peter,

Ich habe Sie übrigens jetzt schon bewertet und Sie somit auch gerne bezahlt.
Ich hoffe nur, Sie können mir trotzdem die letzten Fragen noch beantworten
oder sogar diesen Sachverhalt klären.

Im Zweifelsfall muss ich bei der Finanzbehörde nachfragen, wie die den Fall betrachten,
oder ich warte bis 2024, dann ist die notarielle Schenkung von 2013 "verjährt".

mit besten Grüßen,

Klaus Barow
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Haben Sie versucht, mich gerade angerufen ?
Ich kann gerade nicht und würde auch lieber weiter schriftlich kommunizieren !
Klaus Barow
Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Hallo nochmals,
Ich möchte in Erinnerung rufen, dass die Frage für mich noch nicht vollständig beantwortet ist !
Ich dachte, ich würde heute eine weitere Nachricht erhalten, warte aber gerne noch bis Montag Mittag,
DANKE
Klaus Barow

Hallo;

die Einräumung des Nießbrauchswert hat den Wert der

Zuwendung an Ihre Frau gemindert.

Durch den Verzicht auf den Nießbrauch wird eine erneute Schenkung an Ihre Ehefrau angenommen.

Es müsste der für Sie berechnete Wert maßgeblich sein.

Alle Schenkungen innerhalb der letzten 10 Jahre werden zusammen gerechnet. Umgehen können Sie das nicht.

Viele Grüße

C. Peter

Der für Ihre Frau berechnete Wert des Nießbrauchs sollte maßgeblich sein, da bei Ableben des zuerst Versterbenden das Recht verfällt.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Hallo Herr Peter,
Was sagen Sie zu dem beigefügten Artikel, der das auflösend bedingte Nießbrauchsrecht ausdrücklich als Wertlos ansieht ?
Telefonieren möchte ich nicht !
Meinen Telefon-Auftrag habe ich stornieren lassen !
Klaus Barow

Hallo, wenn Sie wünschen, könnte ich eine verbindliche Auskunft bei der Behörde für Sie beantragen.

Damit Sie mehr Rechtssicherheit für die Folgen eines Verzichts haben

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Hallo Herr Peter,
ich habe gerade mit der Finanzbehörde telefoniert, sie teilten mir mit, dass der Schenkungswert in der Regel erst mal vom angesetzten Wert des Notars genommen wird. Hier hatte mir der Notar einen Übertragungswert i.H.v. 600T€ und einen Nießbrauchswert i.H.v. 120 T€ berechnet, somit wurden nur 480 T€ vom Finanzamt angesetzt. Erst wenn im 10-Jahres-Zeitraum noch eine weitere Schenkung dazu kommt, also jetzt der Verzicht des Nießbrauchs, wird der genaue Wert gerechnet. Somit ist es wohl besser, keine schlafenden Hunde zu wecken und eine realistische retrospektive Bewertung riskieren. Und wenn damals der Nießbrauch abgezogen worden ist, würde er jetzt auch wieder angerechnet, wenn darauf verzichtet wird.
Somit ergibt sich für mich, dass ich die 10 Jahre, also bis Juni 2023 abwarten muss.
Besten Dank für Ihre Bemühungen
Klaus Barow