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Christian P
Christian P, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung:  Tax Manager bei Kelvion
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Christian P ist jetzt online.

Guten Tag, es geht um folgenden Sachverhalt. Ein Bekannter

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, es geht um folgenden Sachverhalt. Ein Bekannter von mir hat sich selbstständig gemacht. Hierfür hat er u.a. beim FA eine steuerliche Anmeldung vorgenommen und anschließend eine Steuernummer zugeteilt bekommen. In der Anmeldung hat er sich selbst als Kleinunternehmer nach Paragraph 19UStG eingestuft und schreibt seine Ausgangsrechnungen mit dem entsprechenden Hinweis. Da es sich um einen vollwertigen Rentner handelt, welcher eigentlich nicht über die Grenze von jährlich 17.500€ kommen möchte, stelle ich für ihn hier die Frage.Von welchem Wert auf den Ausgangsrechnungen geht das FA aus? Er selbst sagt aus, dass es sich um Bruttobeträge handelt, welche als Maßgabe und am Ende des Jahres die entsprechende Summe seiner Einnahmen darstellt. Er sagt auch, dass die USt also in seinem Rechnungsbetrag enthalten ist, nur eben aufgrund vom Paragraphen 19 UStG vom FA nicht erhoben wird.
Welche Beträge muss er zur Bemessung verwenden? Muss er seine Ausgangsrechnungsbeträge zzgl. 19% USt rechnen, oder kann er sagen, dass diese Beträge bereits Bruttobeträge darstellen.Was wäre, wenn er über die 17.500€ kommt. Word er dann USt Pflichtig? Ab 2020? Könnte die Krankenkasse hier neue Anforderungen ihm gegenüber stellen, aufgrund des Zusatzeinkommens.Vielen Dank für Ihre Mühe.

Guten Tag,

mein Name ist Christian Peter. Ich bearbeite Ihre Anfrage. Ich werde diese überprüfen und bis spätestens morgen früh eine Antwort für Sie erstellen. Ich hoffe, das ist in Ordnung.

Viele Grüße

C. Peter

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Guten Abend,
das ist Okey. Es wäre schön wenn Sie das für einen Laien verständlich formulieren könnten, aber auch mit Angaben von Paragraphen, wenn nötig.
Aktuell ist es, dass er Ausgangsrechnungen von ca. 15.000 € gestellt hat, bzw. auch vereinnahmt hat (Istversteuerung). Nun stellt sich die Frage, muss er zzgl. 19% USt rechnen (dann Grenze überschritten) oder aber kann er sagen, es handelt sich um Bruttobeträge, demnach könnte er noch für 2.500€ Rechnungen schreiben. Er ging immer von letzterem aus, ich würde seine Meinung teilen.
Vielen Dank.

Guten Tag,

Ihr Bekannter hat es genau richtig beschrieben. Bei der Kleinunternehmerregelung handelt es sich um Bruttobeträge. Bei der Grenze von 17.500 Euro bzw. 50.000 Euro für die Inanspruchnahme der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmerregelung kommt es auf den Umsatz zuzüglich der Umsatzsteuer, also die Bruttoeinnahmen an. Auch der Kleinunternehmer nimmt Umsatzsteuer ein, aber die geschuldete Umsatzsteuer wird beim Kleinunternehmerstatus nicht erhoben.

Den Hinweis, den Ihr Bekannter in der Rechnung aufgrund der Kleinunternehmerregelung setzt ist genau richtig. Umsatzsteuer darf solange die Voraussetzungen dafür vorliegen in den Rechnungen nicht ausgewiesen werden, wenn man von dem Wahlrecht des Kleinunternehmerstatus Gebrauch machen möchte.

Wenn die Umsatzgrenzen überschritten werden, ist der Bekannte im Folgejahr umsatzsteuerpflichtig und muss regelmäßig Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben. Wenn er dabei Hilfe benötigt, stehe ich gern zur Verfügung.

Die Krankenkasse hat mit der Kleinunternehmerregelung nichts zu tun und wird keine Anforderungen diesbezüglich stellen.

Hinsichtlich der Fragenkonkretisierung ist es so, dass Ihr Bekannter noch für 2.500 EUR Rechnungen stellen kann und dann immer noch Kleinunternehmer bleibt. Auf die bereits in Rechnung gestellten 15TEUR darf er keine Umsatzsteuer in seinen Rechnungen ausweisen, wenn er die Kleinunternehmerregelung beibehalten möchte.

Ich hoffe Ihre Fragen damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde, bitte ich abschließend um eine positive Bewertung, damit meine Arbeit auch anteilig vergütet wird. Dazu klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Erst nach einer positiven Vergütung oder einen Dank von Ihnen erhalte ich die Vergütung.

Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Peter

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Vielen Dank für die Antwort. Das mit den Bruttobeträgen haben wir verstanden. Dann ist an dieser Stelle alles richtig.
Habe ich das richtig verstanden, auch wenn er über die 17.500€ in diesem Jahr kommen würde, wäre er auch in 2020 Kleinunternehmer, da er nicht über 50.000€ kommt?
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Ergänzung:Er befürchtet, dass aufgrund seiner Einkommensverbesserung die Krankenkasse neue Beiträge berechnet, bzw. Diesbezüglich etwas ändern kann.Vielen Dank für Ihre Mühe.

Hallo,

da Ihr Bekannter ja die selbständige Tätigkeit im Jahr 2019 neu aufgenommen hat, gilt die folg. Regelung in UStAE (Umsatzsteueranwendungserlass) Abschnitt 19.1 Abs. 4:

Nimmt der Unternehmer seine gewerbliche Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres auf wie in diesem Fall, ist in diesen Fällen allein auf den voraussichtlichen Umsatz des laufenden Kalenderjahres abzustellen. Entsprechend der Zweckbestimmung des § 19 Abs. 1 UStG ist hierbei die Grenze von 17.500 EUR und nicht die Grenze von 50.000 EUR maßgebend. Es kommt nur darauf an, ob der Unternehmer nach den Verhältnissen des laufenden Kalenderjahres 2019 voraussichtlich die Grenze von 17.500 EUR nicht überschreitet.

Von daher wäre der Bekannte bei einem Überschreiten der Umsatzgrenze von 17.500 EUR in diesem Jahr ab dem Jahr 2020 "regelversteuert" und muss die Umsatzsteuer in den Rechnungen ausweisen und an das Finanzamt abführen.

Hinsichtlich der Krankenkasse würde ich das Zusatzeinkommen der Krankenkasse mitteilen. Als gesetzlich Versicherter ist man jährlich ohnehin zur Einreichung des Steuerbescheids verpflichtet. Liegt das gesamte Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze werden keine Zusatzbeiträge erhoben. Ansonsten wird Ihnen die Krankenkasse berechnen und mitteilen können, inwieweit das gewerbliche Einkommen zur Erhöhung von Krankenkassenbeiträgen führen kann.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Für eine positive Bewertung bedanke ***** ***** einmal vorab.

Viele Grüße

C. Peter

Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Okey, dann wäre er erst ab 2020 zur Zahlung von USt verpflichtet (wenn Grenzen in 19 überschritten). Dann wäre er aber im gleichen Atemzug ab 2020 zum VoStAbzug berechtigt, nehme ich an. UStVA via Elster zb ist für ihn dann auch kein Problem. Ich denke es kommt also nur ein durchlaufender Posten (die USt) dann dazu.Vielen Dann.

Genau so ist es. Der administrative Aufwand sollte sich daher in Grenzen halten.

Christian P und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Ok, vielen Dank für Ihre Hilfe. Ich schließe das Thema. Auf Wiedersehen.