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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 769
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Hallo, ich suche jemanden der Erfahrung mit Studiengebühren,

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich suche jemanden der Erfahrung mit Studiengebühren, Studienkrediten bei Steuererklärungen hat.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Ich wohne jetzt in Berlin
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: Ich denke nicht

Guten Abend,

was wollen Sie denn konkret dazu wissen? Vielleicht kann ich Ihnen bei Ihrem Problem helfen.

Schöne Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Hallo,
ich habe gelesen dass man Studiengebühren seines Erststudium als Sonderausgaben absetzten lassen kann. Da ich in UK studiert habe summiert sich das auf 5174 euro insgesamt. Für diesen Betrag habe ich bei Student Finance (dem englischen equivalent zu Bafög) ein Kredit aufgenommen. Student finance hat an die Universität direkt meine Studiengebühren überwiesen. Diese habe ich dieses Jahr als volle Summe an das Institut zurück gezahlt. Muss ich diese Zahlung als Sonderausgabe in 2020 in meiner Steuererklärung anmelden, oder muss ich jetzt einen Verlustvortrag für die letzten 7 Jahre einreichen?
Vielen Dank,*****

Wenn es für Sie in Ordnung ist, dann verfasse ich morgen Vormittag für Sie eine ausführliche Antwort. Ist das in Ordnung für Sie?

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Das ist kein Problem, Vielen Dank
Grüße,
Sharmila

Okay, super. Dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Abend! Ich melde mich dann morgen Vormittag automatisch mit einer Antwort.

Guten Morgen,

hier meine zugesagte Antwort.

Grundsätzlich können Sie Kosten für ein Erststudium als Sonderausgaben geltend machen. Wenn Sie allerdings in den betreffenden Jahren keine Einkünfte hatten, wirkt sich der Abzug von Sonderausgaben nicht aus. Um den Sonderausgabenabzug geltend zu machen, müssten die Kosten des jeweiligen Jahres in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Da sich Sonderausgaben wie gesagt aber nur auswirken, wenn in dem Jahr auch Einkommen vorhanden war, wäre es interessanter, die Kosten als vorweggenommene Werbungskosten geltend machen zu können. Denn in dem Fall würden die Verluste festgestellt und in die Zukunft vorgetragen werden. In dem Jahr, in dem dann erstmalig Einkünfte erzielt werden, würde eine Verrechnung stattfinden, so dass sich ein positiver Effekt ergibt.

Allerdings ist es im Rahmen eines Erststudiums zumindest im Bacherlorstudium schwer, diese Kosten als Werbungskosten durchzusetzen, wenn vor dem Studium keine Erstausbildung erfolgt ist und das Studium dann auf dieser Ausbildung aufbaut. Man sollte die Kosten zwar trotzdem als Werbungskosten auf der Anlage N der Steuererklärung des jeweiliges Jahres erklären, allerdings stehen die Chancen dann schlecht, dass das Finanzamt diese so anerkennt.

Schließt sich nach dem Bachelorstudium ein Masterstudium an, das auf dem Bacherlor aufbaut, dann gilt das Bachelorstudium als Erstausbildung. Die Folge wäre, dass die Kosten für das Masterstudium als Werbungskosten absetzbar sind. Auch in diesem Fall müssten Sie die Kosten im Jahr der Zahlung in der Steuererklärung geltend machen.

Da die Beträge nicht direkt von Ihnen, sondern von Student finance an die Uni gezahlt hat, stellt sich noch die Frage, wann die Beträge als von Ihnen gezahlt gelten. Für mein Verständnis ist es so, dass es sich um einen abgekürzten Zahlungsweg handelt. Dann müssten die Zahlungen von student finance im jeweiligen Jahr Ihnen zugerechnet werden und nicht erst die Rückzahlung des Kredites im Jahr 2019. Wichtig wäre in dem Zusammenhang, dass Sie Belege über die gezahlten Beträge haben und diese dem Finanzamt auch vorlegen können.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Sie die entsprechenden Beträge in den einzelnen Steuererklärungen der letzten Jahre als Werbungskosten auf der Anlage N deklarieren sollten, um das bestmöglichste Ergebnis erreichen zu können. Sollte das Finanzamt die erklärten Verluste nur also Sonderausgaben behandeln, so müssten Sie gegen die Bescheide EInspruch einlegen und beantragen, das Verfahren ruhen zu lassen, bis das Bundesverfassungsericht über die steuerliche Behandlung von Kosten für ein Erststudium entschieden hat.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung. Diese Vergütung beträgt 50% des von Ihnen gezahlten Betrags und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Guten Morgen,

haben Sie noch Rückfragen oder ist Ihre Frage damit beantwortet?

Schöne Grüße!

Knut Christiansen

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.