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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 769
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Hallo, Bayern, Ich bin selbstständig und habe ein Auto, was

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Bayern
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: Ich bin selbstständig und habe ein Auto, was ich gebraucht gekauft habe. Nun wollte ich wissen, wie ich es am besten und sinnvollsten, steuerlich absetze.

Guten Tag,

grundsätzlich wäre die Frage, in welchem Umfang Sie es für betriebliche Zwecke nutzen (ca. %-Angabe)? Wie hoch waren die Anschaffungskosten und wie ist in etwa der Neupreis im Zeitpunkt der Erstzulassung des Fahrzeugs gewesen?

Schöne Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
ich fahre am Tag im Durchschnitt 40 Km.Da ich zwischen den Kunden auch hin- und herfahre
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Ich habe das Auto von einer Privatperson für 1600 Euro gekauft. Es geht um einen Opel Corsa Baujahr 2000

Wieviel % entfallen auf die betrieblichen Fahrten im Verhältnis zu den Gesamtfahrten eines Jahres?

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
ich würde schon sagen, das ich zwischen 50/ 75% betrieblich fahre.

Grundsätzlich müssten Sie das Auto eigentlich ins Betriebsvermögen aufnehmen, wenn die betriebliche Nutzung über 50% beträgt. Sie könnten dann alle mit dem Fahrzeug im Zusammenhang stehenden Kosten einschließlich Abschreibung (Anschaffungskosten max. verteilt auf 2 Jahre) steuerlich geltend machen. Sie müssten dann allerdings auch für die private Nutzung des Fahrzeugs einen Privatanteil dem Gewinn wieder hinzurechnen. Entweder über die Fahrtenbuchmethode oder pauschal über die 1%-Methode. Hier werden pro Monat 1% des Bruttolistenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassung (geschätzt ca. 14.000 EUR?) dem Gewinn hinzugerechnet. Da kann dann die Aufwendungen relativ schnell wieder zunichte machen, so dass die Gewinnminderung relativ mau ausfällt.

Ich würde daher zunächst einmal nur die betrieblichen Fahrten aufzeichnen und für diese Fahrten 0,30 EUR/KM steuerlich geltend machen. Ich denke, dass Sie damit besser fahren, als über die Berücksichtigung im Betriebsvermögen.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung. Diese Vergütung beträgt 50% des von Ihnen gezahlten Betrags und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
ok, vielen herzlichen Dank. Also macht in dem Fall eine Abschreibung des Fahrzeuges dann keinen Sinn.

Ich denke eher nicht. Denn wenn der Bruttolistenpreis 14.000 EUR betragen hätte, würde Ihr Gewinn durch den Privatanteil ja schon dadurch um 12% von 14.000 EUR = 1.680 EUR wieder erhöht werden. Ich würde das Fahrzeug dann im Privatvermögen halten und nicht ins Betriebsvermögen aufnehmen.

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Ok. Also würde ich dann entweder eine 1% Regelung anwenden, oder die KM-Pauschale, sofern das Fahrtenbuch richtig geführt wurde)

Nein, diese kämen nur zur Anwendung, wenn das Fahrzeug im Betriebsvermögen ist (dann schreiben Sie es auch ab).

Ich würde dazu raten nur die betrieblich gefahrenen KM aufzuschreiben (also quasi eine Art Fahrtenbuch, allerdings ohne Privatfahrten) und diese KM behandeln Sie dann mit 0,30 EUR/KM als Betriebsausgabe. In der Anlage EÜR müssen Sie diesen Betrag dann in Zeile 84 (Fahrtkosten für nicht zum Betriebsvermögen gehörende Fahrzeuge (Nutzungseinlage))

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
ok verstehe. Nun noch eine Frage: Ich schlüssele alle Fahrten also auf, sowohl die mit dem Auto getätigten, als auch jene mit den öffentlichen Verkehrsmitteln uns evtl. Fahrrad.
Die Kosten für Benzin und weitere Kosten für das Fahrzeug, sind dann für die Steuer irrelevant. Jene für Fahrkarten dann vermutlich auch ( da all dies dann in den 30 Cent mit einfließt)?!Das würde dann auch bedeuten, dass ich die MwSt., von all diesen Belegen,dann nicht in der Umsatzsteuer berücksichtigen kann.

Die Umsatzsteuer aus den Tankquittungen oder überhaupt mit dem Fahrzeug im Zusammenhang stehenden Kosten können Sie nicht geltend machen. Für andere Reisekosten wie z.B. Bahnticket etc. besteht die Möglichkeit des Vorsteuerabzugs allerdings schon.

Die Kosten für das Auto sind allesamt mit den 0,30 EUR/KM abgegolten.

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Sehr hilfreich, vielen Dank.

Gern geschehen! :-)

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Ach jetzt habe ich dennoch eine Frage bzgl. der Fahrkarten. Ich habe ein Jahresabo in Höhe von ca. 65 Euro, für die öffentlichen Verkehrsmittel. Was habe ich in dem Fall zu beachten. Soll ich hier auch mit der KM-Pauschale arbeiten oder einfach alle Fahrkarten in Summe abgeben.

Ich würde hier die Variante nehmen, die für Sie steuerlich günstiger ist (wahrscheinlich die KM-Pauschale).
Bei dem Jahresabo haben Sie ggfs. das Problem, dass Sie die Fahrkarte auch privat nutzen können. Dann müssten Sie den Betrag nur anteilig ansetzen.

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
ok

Alles klar. Melden Sie sich gerne, wenn noch weitere Rückfragen bestehen.

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Hallo Herr CHristiansen,ich habe jetzt doch noch Fragen. Eine davon wäre: Meine Handyrechnung und W Lan Rechnung (privat Zuhause) betragen insgesamt 871,61 Euro für das Jahr 2018 mit Umsatzsteuer. Welchen Betrag kann ich in der EÜR in Zeile 40 dafür geltend machen? Da ich sowohl das Handy als auch das W Lan ja auch privat nutze.

Hallo!

Setzen Sie aus Vereinfachungsgründen die Hälfte der Kosten an. Sie können dann auch die Hälfte der Umsatzsteuer geltend machen.

Schöne Grüße!