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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 701
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Hallo Herr P, wir haben eine 450 € Hilfskraft. Wir sind am

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Herr P, wir haben eine 450 € Hilfskraft. Wir sind am überlegen, ihm weitere Vergütungsmöglichkeiten anzubieten. So gibt es z.b. die Spendit Card mit der er 44 € pro Monat erhalten kann.Oder er könnte uns den einen oder anderen Kunden akquirieren. Kann ich ihm dann Tippgeld als Provision geben? Ich habe nämlich einen Geschäftspartner, der regelmäßig seinen ganzen Netzwerk Bargeld gibt mit tipp-provision. Ich habe hier in diesem Bereich aber keine Ahnung. Er meint das wäre absolut legal. Somit könnte ich doch auch dir 450 Euro Kraft eine Tipp Provision geben oder? Muss er oder ich das versteuern? Wieviel Tipp darf eine 450 € Kraft bekommen?DANKE

Guten Morgen,

offensichtlich ist Herr Peter gerade nicht online. Darf ich Ihnen auch behilflich sein?

Schöne Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Hallo. Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. So dringend ist es nicht. Bitte geben Sie Herrn Peter noch Zeit bis heute Abend. Vielen Dank ***** ***** Grüße. Ansonsten gerne.

Okay, alles klar.

Guten Morgen,

da Herr Peter sich bis gestern Abend nicht mehr gemeldet hat, habe ich eine Antwort für Sie vorbereitet.

Grundsätzlich können Sie Ihrer Hilfskraft über die 450,- EUR hinaus, einen steuer- und sozialversicherungsfreien Sachbezug bis zu 44,- EUR/Monat zukommen lassen. Dies kann z.B. über einen Tankgutschein oder die von Ihnen genannte Spenditcard geschehen.

Darüber hinaus gezahlte Entgelte für geleistete Arbeit (oder vermittelte Kunden) sind allerdings nicht möglich. Einzig und allein von Kunden freiwillig gezahlte Trinkgelder wären steuer- und sozialversicherungsfrei möglich. Ansonsten gäbe es an steuer- und sozialversicherungsfreien Zuschüssen noch den Kindergartenzuschuss. Hier muss der Arbeitnehmer ein Kind im Kindergartenalter haben und das Kind muss natürlich den Kindergarten besuchen. Insofern ist diese Möglichkeit stark eingeschränkt.

Wenn Ihr Geschäftspartner Tipp-Provisionen an sein Netzwerk zahlt, so wären diese nur bis zu einem Gesamtbetrag von 256,- EUR p.a. steuerfrei. Erfolgt dieses jedoch im Rahmen des Arbeitsverhältnisses gezahlt wird, so ist diese steuer- und auch sozialversicherungspflichtig.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Ich freue mich abschließend über eine positive Bewertung, damit meine Vergütung freigegeben wird. Diese Vergütung beträgt 50% des von Ihnen an justanswer gezahlten Betrags und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens allerdings anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Hallo, danke für Ihre Antwort. Zwei Fragen bitte noch: Also habe ich sie richtig verstanden, dass unsere Kunden rein theoretisch unserem Mitarbeiter ein Trinkgeld zu geben hätten. Also angenommen wir haben vier Kunden und die zahlen alle 250 € Trinkgeld, da unser Mitarbeiter so spitze ist, wäre das denkbar? Und wenn ja, wie muss man das "verbuchen" ein Barbeleg? Dann zum Thema Tippprovision die nächste Frage: Sie schreiben , es wäre bis zu einem Gesamtbetrag von 256,- EUR p.a. steuerfrei - pro Empfänger oder Geber? Ich habe meinen Kunden so verstanden, dass er das bis zu zehn Mal im Jahr auch teilweise bis 500 € macht und sich dann selbst Barbelege schreibt, die der Empfänger noch nicht mal unterschreibt. Und bisher hat das Finanzamt das jedesmal ohne Probleme akzeptiert. Das scheint zu gehen - aber ich finde kein Gesetztestext dazu - können Sie hier helfen bitte? BESTEN DANK

Gerne beantworte ich Ihre Rückfragen.

Die von den Kunden freiwillig gezahlten Trinkgelder direkt an den Mitarbeiter sind nicht weiter zu erfassen. Sie sind dann steuer- und sozialversicherungsfrei. Anders sähe es aus, wenn der Unternehmer das Geld bekommt: dann wären es Betriebseinnahmen, die zu erfassen und zu versteuern sind. Also einmal deutlich: nur, wenn der Kunde das Trinkgeld freiwillig und zusätzlich zur geschuldeten Leistung, z.B. aufgrund der Zufriedenheit, an den Mitarbeiter zahlt, ist es steuer- und sozialversicherungsfrei und muss auch nicht erfasst werden.

Die Tipp-Provision ist zu einem Gesamtbetrag (also alle Beträge von allen Zahlern zusammen!) bis zu 256,- EUR steuerfrei (§ 22 Nr. 3 EStG). Darüber hinaus müsste der Empfänger diese Einnahmen in seiner Steuererklärung als sonstige Einkünfte besteuern. Grundsätzlich ist es daher möglich, dass man darüber hinaus Beträge zahlt und das Finanzamt die Betriebsausgaben akzeptiert. Aber es gibt in dem Fall bei Betriebsprüfungen oft genug Querprüfungen, bei denen dann beim Empfänger mittels Kontrollmitteilung geprüft wird, ob dieser die Einnahmen besteuert hat.

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.