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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 707
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Guten Morgen. Mein Mann hat am 01.07. einen neuen Job als

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen. Mein Mann hat am 01.07. einen neuen Job als Vertriebsingenieur begonnen und arbeitet seither überwiegend im Homeoffice. Durchschnittlich einmal im Monat muss er zu einer Firmenniederlassung fahren für meist mehrere Tage. Auch ich arbeite derzeit noch im Homeoffice, begebe mich allerdings Ende Okt. in Mutterschutz und anschließend in Elternzeit. Noch vor der Geburt unseres Kindes planen wir umzuziehen in ein Haus, das die Möglichkeiten für zwei eigene Büroräume bietet. Die Fahrtzeit zum Hauptsitz meines AG würde sich um mehr als 1 Std./Tag verkürzen (allerdings bin ich dann zum Zeitpunkt des Umzuges bereits im Mutterschutz). Die Fahrtzeit meines Mannes zu mind. einer Firmenniederlassung würde sich ebenfalls verkürzen. Können wir unter diesen Umständen die Umzugskosten steuerlich geltend machen als Werbungskosten mit der Begründung berufsbedingt und Fahrtzeitverkürzung?
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Baden-Württemberg
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: Ich denke nicht!?

Guten Morgen,

ich prüfe Ihre Frage gerne und melde mich anschließend mit einer Antwort. Wäre das in Ordnung, wenn ich Ihnen bis spätestens frühen nachmittag antworte?

Schöne Grüße!

Knut Christiansen

Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Guten Morgen Herr Christiansen,
vielen Dank für Ihre erste Rückmeldung. Das reicht uns natürlich. Wichtig für uns zu wissen wäre auf jeden Fall, wie wir die Umzugskosten als Werbungskosten geltend machen können bzw. wie wir das beim FA begründen müssen damit diese anerkannt werden. Falls Sie hierzu noch weitere Informationen benötigen, bitte ich um Mitteilung.
VG N. H.

Okay, dazu nehme ich gerne Stellung.

Bis später!

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Nach nochmaliger Prüfung des AV meines Mannes habe ich gesehen, dass dort als Tätigkeitsstätte "im Home-Office" vermerkt ist. Damit hätte sich die Fahrtzeitverkürzung wahrscheinlich erledigt.

Hallo!

Aufgrund der ausschließlichen Tätigkeit im Homeoffice als erste Tätigkeitsstätte wird es in der Tat ein Problem werden, die berufliche Veranlassung plausibel zu begründen. Denn einer der wesentlichen Forderungen ist insbesondere, dass sich die Fahrzeit zur Arbeitsstätte regelmäßig um 1 Stunde vermindert. Da aber kein regelmäßiger Besuch der Arbeitsstätte gefordert wird, könnte hier die Anerkennung der Umzugskosten verwehrt werden. Im BFH-Urteil vom 7.7.2015 (VI R 73/13) wurde gegen die Anerkennung der Umzugskosten als Werbungskosten entschieden, obwohl sich die Fahrzeit grundsätzlich deutlich verkürzt hatte. Begründet wurde dies damit, dass die erste Tätigkeitsstätte regelmäßig aufgesucht werden muss. Im Urteilsfall hatte der Arbeitnehmer die Tätigkeitsstätte nur 13 mal in fünf Monaten aufgesucht.

Von daher wäre es aus meiner Sicht nur darstellbar, wenn der Arbeitsvertrag ein regelmäßiges Aufsuchen des Arbeitgebers fordern würde. Je nach Fallgestaltung wäre aber die Folge, dass es nur noch einen begrenzten Abzug der Kosten für das Arbeitszimmer gibt (Deckelung auf 1.250 EUR/Jahr). Wenn Ihr Mann bis jetzt komplett von zuhause aus arbeitet und das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit bildet, wäre es zumindest denkbar, dass die Kosten unbegrenzt abzugsfähig sind. Wenn diese Konstellation derzeit vorhanden ist, sollte man abwägen, ob man daran etwas ändern möchte, da ja der künftige Werbungskostenabzug für das Arbeitszimmer eingeschränkt werden würde, wenn der Mittelpunkt der beruflichen Arbeit auch in die Firma verlegt wird. Wenn bisher lediglich die Grenze von 1.250 EUR p.a. in Anspruch genommen wurde, so würde dieses auch künftig gewährt werden können. In dem Fall könnte es hilfreich sein, wenn der Arbeitsvertrag angepasst wird um die Umzugskostenpauschalen nutzen zu können.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen. Abschließend freue ich mich über eine Bewertung mit 3-5 Sternen, da justanswer meine Beratung nur bei positiver Bewertung vergütet. Ich erhalte dann 50% des von Ihnen gezahlten Honorars, der Rest verbleibt als Vermittlungsprovision bei justanswer.

Schöne Grüße!

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Hallo Herr Christiansen,danke für Ihre ausführliche Antwort.Also wenn ich Sie richtig verstanden habe, können wir die Umzugskosten nicht steuerlich als Werbungskosten geltend machen, wenn wir die Fahrtzeitverkürzung für meinen Mann als Begründung nehmen. Wie verhält es sich aber wenn wir die Fahrtzeitverkürzung zu meinem Arbeitsplatz als Begründung nehmen, den ich nach der Elternzeit in jedem Fall wieder aufsuchen werde. Bei meinem AV steht nur die Möglichkeit zum Homeoffice vermerkt und ich bin regelmäßig bei meinem AG vor Ort im Büro (mind. 1xwöchentlich). Meine Mutterschutzfrist endet vorauss. erst Anf. Feb. 2020 und erst ab dann ruht auch das Vertragsverhältnis - somit wäre der Umzug noch während meines Vertragsverhältnisses oder sehe ich das zu optimistisch? ��Des Weiteren habe ich herausgelesen, dass wir die Kosten des Arbeitszimmers meines Mannes ab Beginn seines neuen Jobs, aufgrund der vertraglichen Gestaltung, unbegrenzt steuerlich geltend machen können - habe ich das so richtig verstanden? Da er dies erst ab Juli 2019 hatte, haben wir diesbezüglich noch keine Erfahrungen.VG

Hallo!

Vom Grundsatz wäre die Voraussetzung bei Ihnen gegeben, wobei natürlich hinzukommt, dass Sie aufgrund der Mutterschutzfristen nicht in dem Arbeitszimmer tätig werden. Da Sie erst nach Geburt umziehen, sehe ich hier schon ein Argumentationsproblem gegenüber dem Finanzamt. Es käme hier auf einen "Versuch" an, ob das Finanzamt das so akzeptiert, insbesondere da die Kosten ja ohnehin anfallen würden.

Bzgl. des unbeschränkten Abzugs der Kosten für das Arbeitszimmer ist es nicht ganz einfach dieses zu beurteilen. Letztendlich kommt es darauf an, dass die dem Beruf wesentlichen und prägenden Leistungen im Arbeitszimmer erbracht werden. Das ist von den Finanzämtern im Einzelfall zu entscheiden oder teilweise durch ein Klageverfahren zu begründen. Hier müsste für die Begründung das Berufsbild Ihres Mannes dargestellt werden und insbesondere müssten die wesentlichen und prägenden Merkmale herausgestellt werden. Gehört zur Tätigkeit ebenfalls eine Reisetätigkeit , so könnte der Schwerpunkt der Tätigkeit beim Kunden liegen. Hier einmal Infos zu dem Thema: https://www.arbeitszimmer.de/taetigkeit.htm

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Nein, der Umzug wird in jedem Fall noch vor der Geburt des Kindes stattfinden, aber schon zu Beginn der Mutterschutzfrist. Daher war die Überlegung, dass wir die Begründung der Fahrtzeitverkürzung für mich nehmen können. Aber natürlich wird in dieser Zeit der AG von mir vorauss. nicht aufgesucht, erst nach der Elternzeit in ca. 1 Jahr wieder.Ok, mein Mann muss schon hin und wieder reisen, aber die hauptsächliche Tätigkeit wird von zu Hause ausgeübt.

Okay, dann könnten Sie auf jeden Fall so argumentieren, dass die Umzugskosten für Sie berufsbedingt sind und im Vorwege für die Tätigkeit im kommenden Jahr (bzw. 1 Jahr nach Geburt) vorgenommen wurden (quasi vorweggenommene Werbungskosten). Weiterhin können Sie begründen, dass der Wohnort dann dichter am Arbeitgeber Ihres Mannes liegt und Ihr Mann dann beim Aufsuchen des Arbeitgebers kürzere Wegstrecken zu bewältigen hat.

Bzgl. des Mittelpunktes der beruflichen Tätigkeit für Ihren Mann könnten dann nach Ihren Angaben die voraussetzungen erfüllt sein. Sie sollten dann die vollen Kosten für das Arbeitszimmer ansetzen und dieses entsprechend begründen. Das Finanzamt wird dann der Schwerpunkt individuell noch einmal nachprüfen.

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Ok, dann werden wir nächstes Jahr in der Steuererklärung unser Glück versuchen.Herzlichen Dank für Ihre Beratung und einen schönen Sonntag!Die Bewertung werde ich gleich tätigen.Viele Grüße
N. H.

Sehr gern geschehen. Ihnen auch einen schönen Restsonntag!

Beste Grüße!

Knut Christiansen