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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 697
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Steuerrecht: Ich lebe und arbeite seit 20 Jahren in der

Diese Antwort wurde bewertet:

Steuerrecht: Ich lebe und arbeite seit 20 Jahren in der Schweiz. In Deutschland hatte ich eine Eigentumswohnung (Schenkung meiner Eltern ca.2007), die vermietet war (Miete Netto ca.700€/mtl, seit März 2019 verkauft). Ich habe keine deutsche Steuernummer und auch keine Steuererklärung in Deutschland gemacht. Anläßlich des Verkaufs der Wohnung fragt mich das deutsche Finanzamt nach Mieteinnahmen. Was kann auf mich zukommen?
In der Schweiz sind Eigentum und Einnahmen der deutschen Eigentumswohnung seit langem deklariert - das ist ok.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Steuerberater Knut Christiansen und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Bitte haben Sie ein wenig Geduld, während ich mich mit Ihrer Fragestellung befasse.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Guten Tag,

Sie waren aufgrund der inländischen Immobilie in Deutschland beschränkt steuerpflichtig, da die Immobilie in Deutschland liegt. In derartigen Fällen steht das Besteuerungsrecht immer dem Land zu, in der die Immobilie liegt. Sie hätten daher die Einkünfte erklären und versteuern müssen.

Das Finanzamt wird Sie vermutlich auffordern für die letzten 10 Jahre Steuererklärungen zu erstellen und wird dann die entsprechende Steuer zzgl. Zinsen von Ihnen verlangen, wenn sich aufgrund der Vermietung positive Einkünfte ergeben haben. Ggfs. könnte auch ein Steuerstrafverfahren eingeleitet werden, was ich allerdings nicht unbedingt glaube, da die Höhe des "hinterzogenen" Steuer relativ gering sein wird. Ich würde Ihnen dennoch raten, sich einen Steuerberater vor Ort zu suchen, der Sie bei der Abgabe der Steuererklärungen unterstützt.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,bitte ich abschließend um eine positive Bewertung, damit meine Arbeit auch anteilig vergütet wird. Dazu klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Der zu versteuernde Betrag ist ca 8400€ pro Jahr. Ist das nicht unter dem steuerfreien jährlichen Betrag?

Leider sind Sie aufgrund Ihres Wohnsitzes in der Schweiz nur beschränkt steuerpflichtig, so dass Ihnen kein Grundfreibetrag zusteht. Dieser steht nur unbeschränkt steuerpflichtigen zu (also Personen, die Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben).

Beschränkt Steuerpflichtige müssen dann das inländische Einkommen versteuern, und zwar ab dem 1. Euro.

Den 8.400 EUR würde dann der jeweilige Grundfreibetrag pro Jahr hinzugerechnet werden. Im Jahr 2018 wären es beispielsweise 8.400 EUR + 9.000 EUR = 17.400 EUR. Die Einkommensteuer würde in dem Fall ca. 1.800 EUR betragen.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
ok. Das ist neu für mich. Was ist der Steuersatz in diesem Fall bei 8000€ Jahreseinkommen? (Schätzung, unverbindlich)

Bei 8.000 EUR Überschuss wären es dann ca. 1.700 EUR Steuer. Zu beachten ist, dass die Grundfreibeträge in den letzten Jahren immer mal angehoben wurden. Das heißt, in früheren Jahren ist ggfs. mehr Steuer zu zahlen. Wenn Sie Kosten im Zusammenhang mit der Vermietung hatten, können Sie diese ggfs. als Werbungskosten abziehen und dadurch den zu versteuernden Betrag vermindern.

Kosten im Zusammenhang mit der Vermietung könnten insbesondere folgende sein:

- Abschreibung auf die Wohnung

- Zinsen für die Finanzierung

- Kosten der Hausverwaltung

- Reparaturaufwendungen

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Ok. verstanden. im Falle eines Strafverfahrens, welche Strafkosten entstehen?
Abschreibung: Wieviel % vom Steuerwert?

Das Strafmaß ist schwer einzuschätzen und hängt auch vom Einzelfall ab. Da die Steuer bei Ihnen wahrscheinlich pro Jahr bei ca. 1.500-2.000 EUR beträgtt, gehe ich davon aus, dass die Strafe max. 5.000 EUR betragen wird. Letztendlich wird das Strafmaß aber von der Steuerstrafstelle festgesetzt.

Die Abschreibung beträgt 2% von der Gebäudesubstanz (also ohne anteiliges Grundstück). Diese wiederum wird anhand der ursprünglichen Anschaffungskosten ermittelt, die ja auch weiter zurück liegen kann. Ist die Wohnung bereits länger als 50 Jahre im Besitz (Ihrer Eltern), kann keine Abschreibung mehr geltend gemacht werden.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Habe alle Unterlagen. Ersterwerb durch meine Eltern ca.1984. Kaufpreis ca.200.000DM. Wie rechne ich den Grundstücksanteil heraus?

Normalerweise muss man den damaligen Bodenrichtwert nehmen, der wahrscheinlich nicht mehr bekannt oder nur noch schwer ermittelbar ist. Sie müssten daher den Bodenanteil schätzen. Das Finanzamt kann dann den Ansatz ja überprüfen und ggfs. noch anpassen. Für Sie wäre ja nur wichtig, dass Sie überhaupt Kosten ansetzen, damit die Steuer sich reduziert.

Nehmen wir an, dass der Bodenanteil für die Wohnung damals 50.000 DM betragen hat, so hätten Sie Anschaffungskosten für die Substanz von 150.000 DM = ca. 76.700 EUR. Sie könnten dann zumindest 1.534 EUR Abschreibungen geltend machen.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Danke ***** ***** Erklärungen haben mir geholfen. Ich werde Sie mit 1+ bewerten. Danke nochmals.

Gern geschehen :-)

(klicken Sie zur Bewertung bitte die Sterne an, sonst erhalte ich keine Vergütungsgutschrift durch justanswer).

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Sorry, noch eine Frage: Von der Mieteinnahme hatte ich rein garnichts, da ich die Miete für meine Mutter in Deutschland bezahlt habe (nachweisbar). Hätte meine Mutter das versteuern müssen?

Nein, da es sich ja um keine Einkunftsart im Sinne des deutschen Steuerrechts handelt.

Ich nehme an, dass Sie Ihre Mutter damit finanziell unterstützen mussten?

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Ja!

Okay, dann sind Sie ja nur Ihren Unterhaltsverpflichtungen nachgekommen.

Würden Sie bitte die Bewertung durch anklicken der Sterne noch durchführen?

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
sieht die Lage besser aus. Im Endeffekt habe ich noch ca.500€ im Monat draufgezahlt (Unterdeckung durch die Mieteinnahmen).

Okay, dann wünsche ich Ihnen alles Gute bei der weiteren "Abarbeitung" mit dem Finanzamt.

Guten Abend!

Dürfte ich Sie noch einmal bitten, die Bewertung durch das Anklicken der Sterne durchzuführen? Ich erhalte meinen Honoraranteil von 50% für diese Beratung nämlich nur, wenn der Kunde die Beratung positiv bewertet. Vielen Dank ***** *****!

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Haben Sie Ihre Sterne bekommen?

Ja, hat alles geklappt. Vielen Dank!