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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 748
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Guten Tag, Ich betreibe seit Anfang des Jahres eine Online

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,Ich betreibe seit Anfang des Jahres eine Online Chatagentur. Ich habe Chatmoderatoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese schicken mir monatlich eine Rechnung zu. Nun bin ich aber Kleinunternehmer OHNE Umsatzsteuer- ID.Nun meine Fragen:
1. Muss ich mir dafür eine Umsatzsteuer-ID beantragen ?
2. Was muss ich mit den bisherigen Rechungen die ich seit Januar bekommen habe tun, wenn ich mitten im Jahr eine U-ID beantrage ?
Muss eine Rechung die ich aus der Schweiz erhalte eine Steuernummer beinhalten ?
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Saarland
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Steuerberater wissen sollte?
Customer: Nein

Guten Tag und vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich prüfe diese gerne für Sie. Sie erhalten im Laufe des Vormittags eine Antwort von mir, wenn das für Sie zeitlich in Ordnung ist?

Schöne Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Das ist in Ordnung. Ebenso ist mir wichtig zu wissen, ob es reicht wenn für Deutschland und Österreich der Umsatzsteuerbefreiungstext in der Rechnung enthalten ist. Und ob ich für Rechungen die ich aus der Schweiz erhalte extra Steuern bezahlen muss. Einkommenssteuer bezahle ich regelmäßig ans Finanzamt.

Hallo!

Hier nun die zugesagte Antwort.

Grundsätzlich sind Sie auch als Kleinunternehmer verpflichtet, wenn Sie Leistungen aus dem EU-Ausland beziehen, eine Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben. Das hat den Hintergrund, dass sich der Leistungsort gem. § 3 a Abs. 2 UStG am Sitz des Leistungsempfängers (also bei Ihnen) befindet. Damit verlagert sich die Schuldnerschaft der Umsatzsteuer auf den Empfänger der Leistung. Normalerweise muss ja immer der leistende Unternehmer Umsatzsteuer berechnen. Da es sich für die Finanzämter in den jeweiligen Ländern recht schwierig gestalten würde, die Umsatzsteuer von ausländischen Unternehmern einzutreiben, wurde das so genannte Reverse-Charage-Verfahren eingeführt. Das heißt, dass die Umsatzsteuer dann von dem Unternehmen zu zahlen ist, das die Leistung empfängt. Dieses Unternehmen muss, auch wenn es sich um ein Kleinunternehmen im Sinne des § 19 UStG handelt, die Umsatzsteuer anmelden. Sofern man Vorsteuerabzugsberechtigt ist, kann man sich diese Umsatzsteuer wieder anrechnen lassen. Bei Kleinunternehmern ist dieses natürlich nicht möglich, da diese nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind. Die Umsatzsteuer muss also zusätzlich gezahlt werden (also so, als wenn man eine Rechnung von einem deutschen Unternehmen erhalten hätte, in der Umsatzsteuer enthalten ist).

Die aus dem EU-Land erhaltenen Leistungen müssen auch im Rahmen der Zusammenfassenden Meldung an das Bundeszentralamt für Steuern übermittelt werden. Dabei werden die Umsatzsteuer-ID-Nummern beider Unternehmen abgeglichen. Sie sollten daher unbedingt eine Umsatzsteuer-ID beantragen und die Meldungen bzgl. der Rechnungen aus Österreich nachholen.

Für die empfangenen Rechnungen aus der Schweiz gilt grundsätzlich auch das Reverse-Charge-Verfahren. Das heißt auch hier müssen Sie die Umsatzsteuer an Ihr Finanzamt melden und abführen. Die Zusammenfassende Meldung greift hier allerdings nicht, da die Schweiz nicht zu EU gehört. Die Rechnung kann daher auch keine USt-ID-Nummer enthalten.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde,bitte ich abschließend um eine positive Bewertung, damit meine Arbeit auch anteilig vergütet wird. Dazu klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Nur noch eine kurze Frage. Muss ich immer den Steuersatz aus dem entsprechenden Land bezahlen oder den Satz aus DE ?

Sie müssen die deutsche Umsatzsteuer anmelden und zahlen (also 19%), da der Vorgang ja als in Deutschland steuerpflichtig gilt.

Knut Christiansen und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.